Nachrichten: Fernsehen

Depesche 21-02

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für den Monat Februar 2021.

Thema 2021: Ein Rundfunkjubiläum

Leider sind auf meinen Aufruf für frühe Geräte in der Januar-Depesche hin keine Meldungen eingegangen.
Aus der Zeit vor 1925 Geräte aufzutreiben ist eben nicht einfach, weil es in Deutschland offiziell einfach keine Rundfunkempfänger gab.

Ich möchte hier einen anderen Aufruf starten:
Wir suchen Radio-Geschichten.
Wie war es denn so, als das erste Radio im Haus war?
Was wurde angehört?
Auf welche Sendung wartete man, die man keinesfalls verpassen wollte?
Welcher Sender wurde gehört? War's schon UKW? Wie ist es heute?

Ich erinnere mich gern daran, dass beim Opa immer der Deutschlandfunk auf Mittelwelle lief, das Gebissradio tat sein Knattern und Brummen hinzu.
Der andere Opa hatte schon ein moderneres Gerät mit funktionierendem UKW-Empfang, es stand in der „Stube“.
Er hatte ein Kabel in die Küche gelegt und dort einen Lautsprecher mitversorgt – ein zweites Radiogerät wäre zu teuer gewesen.
Wenn Oma kein Radio wollte, zog sie einfach den Stecker des Lautsprechers… Oder ich selber: Als ich begann, bewusst Radio zu hören, war ich begeisterter SWR3-Hörer, ich weiß immer noch auswendig, was so in der Elmi Radio-Show lief.
Und ständig hing ich am Kassettenrecorder, um mittwochabends Frank Laufenbergs Maxi-Wünschen oder sonntags die neuesten Lieder bei der SWF3 Hitline mitzuschneiden…

Es wäre absolut super, wenn wir Erlebnisberichte hätten, die wir veröffentlichen können (bitte angeben, ob wir den vollen Namen nennen dürfen).
Die Geschichten sollen das Museum lebendig halten, sie sind ebenso wichtig wie die Exponate selbst. Es braucht nicht viel Text, eine halbe DIN A4-Seite reicht da!
Bitte... Ihr würdet uns da wirklich helfen.

Museum und Museumstreff weiterhin virtuell

So lange wir Lockdown haben, findet im Elektronikmuseum weiterhin kein Museumstreff statt.
Virtuell gibt’s den Treff montags 19:30 Uhr über Skype. Bei Interesse bitte Mail an mich (Rainer.Specker@elektronikmuseum.org) – ich sende dann den Anmeldeldelink mit einer kurzen Anleitung und Angaben zum Datenschutz per E-Mail zu.

Zu beachten ist, dass die aktuelle Corona-Verordnung weiterhin keine Museumsöffnung, also auch keine Führungen zulässt.

Neue Exponate

Von Herrn Segelbacher haben wir eine schöne kleine Stempeluhr erhalten, die im Ingenieurbüro Segelbacher zur Arbeits- und Projektzeiterfassung in Betrieb war.
Wir werden schauen, dass künftig unsere Besucher ihre Tickets dran entwerten… Kurios: Als ich stempelte, war es gerade 13:65 Uhr: Die Uhr hat 100 „Minuten“ pro Stunde, alle drei „richtige“ Minuten stellt die Uhr ihren Stempel um 0,05 Stunden vor.
Um Klarheit zu schaffen, liegt eine Umrechnungstabelle bei.
Auch heute wird in der Arbeitswelt manchmal noch in Zehntel- (6 min.) oder Zwanzigstelstunden (3 min.) gerechnet.
Projektzeitabrechnungen lassen sich auf diese Weise im normalen Zehnersystem abrechnen.
Ob wir allerdings unsere Besucher um 16:75 Uhr zur Führung bitten sollen, ist fraglich…

Das Museum in der Presse

In der Frühjahrsausgabe „Wir im Gai“ ist das Elektronikmuseum in einem größeren Artikel vertreten.
Diese Argentäler Lokalzeitung lässt sich unter www.wir-im-gai.de/assets/wir_im_gai_1_2021_ans.pdf herunterladen.
Vielen Dank an Britta Nickel, die Macherin der Zeitung, die sich viel Zeit für Interview und Bilder genommen hat! Website: www.wir-im-gai.de.

Das Museum im Fernsehen

Gestern kam im SWR Fernsehen die Sendung „Landesschau Geschichten: Die Baden-Württemberger und ihre Hobbys“, die meine Frau ansah.
Plötzlich hörte ich das Wort „Farbfernsehen“. Als Vollblutelektroniker wurde ich da natürlich sofort hellhörig, ähnlich einer schlafenden Katze, der man ein Stückchen Wurst hinhält.
Also, was kam dann?
Der Beitrag vom „Koloss von Tettnang“, in dem es um den Antransport unseres 275 kg-Farbmonitors ging!
Mit der Dauer der Instandsetzung dieses Teils waren wir damals etwas optimistisch... Heiko Dobslaw ist immer noch am Schaltplan aufnehmen – einer Herkulesaufgabe bei einer Schaltung mit über 180 Röhren.
Zum Beitrag geht’s hier, ab 4:30 Minuten geht es los:
(www.ardmediathek.de/ard/video/landesschau-geschichten/swr-baden-wuerttemberg Link leider nicht mehr aktiv)

Historisches

  • Vor 175 Jahren, am 9. Februar 1846, wurde Wilhelm Maybach geboren – Namenspatron der Luxuslimousinen.
    Er war begnadeter Konstrukteur und hat z. B. bei Daimler den Motor des ersten Autos entworfen.
    Am 23. März 1909 gründete er zusammen mit Ferdinand Graf von Zeppelin die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, erst in Bissingen, ab 1912 in Friedrichshafen, wo sie 1918 in Maybach-Motorenbau umbenannt wurde.
    Später wurde dann die MTU daraus, inzwischen gehört die immer noch in Friedrichshafen ansässige Firma zum Rolls Royce-Konzern.
    Mehr zur interessanten Person beim Deutschlandfunk unter www.deutschlandfunk.de/vor-175-jahren-geboren-wilhelm-maybach-namenspatron-der.871.de.html?dram:article_id=492161.
  • Vor 125 Jahren, am 24. Februar 1896, präsentierte Henri Becquerel in Paris seine Entdeckung der Radioaktivität
  • Vor 75 Jahren, am 15. Februar 1946, wurde der ENIAC der Öffentlichkeit vorgestellt:
    Ein 27 Tonnen schwerer Rechner, der mit 17500 Elektronenröhren bestückt war, daher auch der Name, der für „Electronic Numerical Integrator and Computer“ steht.
    Ein schöner Artikel zu diesem ersten universal einsetzbaren elektronischen Rechner erschien in der Schwäbischen Zeitung: www.schwaebische.de/ueberregional/panorama_artikel,-der-erste-universalrechner-der-welt-war-streng-geheim-_arid,11327515.html
  • Ebenfalls vor 75 Jahren, am 7. Februar 1946, war erstmals der Drahtfunk im Amerikanischen Sektor, später in RIAS für Radio im amerikanischen Sektor umbenannt, auf Langwelle zu hören.
    Seit 1994 gehört der Sender zum Deutschlandradio.
  • Vor 25 Jahren, am 27. Februar 1996, kam das erste Pokémon-Spiel auf den Markt.
    Wer erinnert sich an die animierten „Taschenmonster“, wie das Spiel übersetzt heißt?
    Nun, ja, zumindest an mir ging dieser Trend, heute würde man vermutlich „Hype“ sagen, spurlos vorüber…
  • Vor zehn Jahren, am 17. Februar 2011, gewann erstmals ein Computer die Quizshow Jeopardy.
    In dem Spiel geht es darum, auf Antworten die passende Frage zu finden.
    Das besondere daran: Der IBM-Großrechner Watson war mit künstlicher Intelligenz ausgestattet, die lernte, selbst zu lernen – und gewann gegen zwei menschliche Champions.
    Mehr im WDR Stichtag unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-computer-mensch-jeopardy-100~_tag-17022021.html.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Elektronikmuseum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 20-07

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

Hier kommt, wegen des heißen Wetters am vergangenen Wochenende etwas verspätet, die Museumsdepesche für den Monat Juli 2020.

Online-Auftritt, Digitales Elektronikmuseum wächst

Unter www.emuseum-tettnang.de/labels gelangt man zum digitalen Rundgang durchs Museum.
Hier darf gerne gestöbert werden!
Neu hinzugekommen sind die Seiten zu den Tonbandgeräten und den historischen Messinstrumenten.
Wer gerne auf Fehler in den neuen Seiten stößt, bitte kurze Info an uns, info@emuseum-tettnang.de

Echt Bodensee Home

Die Gästekarte „Echt Bodensee Card“ gibt es nun auch für Einheimische käuflich zu erwerben. Mit beiden Versionen gibt es unter anderem auch Vergünstigungen im Elektronikmuseum.
Mehr zur Echt Bodensee Card Home unter www.echt-bodensee.de/ebc-home.
Die Echt Bodensee Card ist eine sehr wichtige Werbung für unser Museum – immerhin circa ein Drittel aller Besucher im Juni kamen mit einer Echt Bodensee Card an die Tageskasse.

Hinweis: Vereinsmitglieder haben freien Eintritt. Bitte während der Öffnungszeiten stets über die Kasse ein- und ausgehen und den Namen angeben und sagen, dass man Vereinsmitglied ist.

Google-Bewertungen

Wir haben mittlerweile zwischen 8.000 und 10.000 Google-Zugriffe pro Monat!
Es wäre super, wenn ein paar mehr Google-Bewertungen drin wären. Also hier der Aufruf an alle mit Google-Konto: Bitte um ehrliche Bewertungen des Elektronikmuseums bei Google!

Das Museum in der Presse

  • Am 9. Juli erschien der Beitrag „Museen stoßen wieder auf reges Interesse“ in der Schwäbischen Zeitung. Auch das Elektronikmuseum wird erwähnt. Unter www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-museen-stossen-wieder-auf-reges-interesse-_arid,11243309.html können Abonnenten der digitalen Ausgabe den Artikel von Christel Voith lesen.
  • Am 17. Juli wurden unsere neuen Öffnungszeiten in einem zweispaltigen Text in der Schwäbischen Zeitung veröffentlicht.
  • Im Juli gibt es eine Anzeige und einen Beitrag in der Argentäler Zeitung „Wir im Gai“.
  • Dank super Einsatz der Mitarbeiter der Tourist Info gibt es zusammen mit anderen Tettnanger Museen redaktionelle Beiträge in Szene Kultur und im Westallgäuer.
  • Eine Werbeanzeige des Elektronikmuseums und ein kleiner redaktioneller Text erschien in den „Ausflugstipps in der Region“ des Südfinders.

Das Museum im Fernsehen

Am 15.07.2020 lief ein Beitrag über Ehrenamt in Tettnang bei Regio TV Bodensee. Zum Dreh war Redakteurin Nadja Ziegler mit Kameramann Eike Rolle auch bei uns im Elektronikmuseum.
Wer keine Zeit oder Gelegenheit hatte, den Beitrag im Liveprogramm zu sehen, kann ihn in der Mediathek anschauen: www.regio-tv.de/mediathek/video/ehrenamt-nimmt-wieder-fahrt-auf

Historisches

  • Vor 200 Jahren, am 21. Juli 1820, veröffentlichte der dänische Physiker Hans Christian Oersted seine Erkenntnis, dass Magnetismus und Elektrizität zusammenhängen.
    Er entdeckte das fundamentale Prinzip des Elektromagnetismus, als sich eine Kompassnadel bewegte, wenn ein elektrischer Strom in deren Nähe floss.
    Im Elektronikmuseum kann man sich an der Oersted-Schaukel eindrucksvoll von der Kraft des Magnetfelds eines stromdurchflossenen Leiters überzeugen.
    Das Experiment wurde vor einiger Zeit im Rahmen eines Schülerprojektes gebaut und steht im oberen Raum neben der Telefonzentrale.
  • Vor 150 Jahren, am 12. Juli 1870, wurde die Herstellung von Zelluloid patentiert.
    Es wurde ursprünglich zum Herstellen für Billardkugeln entwickelt, da diese in dieser Zeit aus dem viel zu teuren Elfenbein hergestellt wurden.
    Für Billardkugeln erwies sich der zähe glasartige Stoff allerdings als ungeeignet – beim Zusammenprallen der Kugeln gab es winzige Explosionen, die die Oberfläche zerstörten.
    Erfinder John Wesley Hyatt scherzte: „Jedes Mal, wenn die Kugeln zusammenstoßen, ziehen alle Männer im Raum die Revolver.“
    Wenn auch nicht für Billardkugeln, erwies sich das neue Material für unterschiedlichste Dinge als äußerst nützlich, insbesondere bekanntermaßen als Trägermaterial für Filme.
    Da das Material so stark entzündlich ist wie Sprengstoff, wurden Filme ab den 1950-Jahren durch Sicherheitsfilm aus Celluloseacetat hergestellt.
  • Seit 25 Jahren, nämlich seit dem 14. Juli 1995, gibt es Musik im mp3-Format!
    Erfunden wurde es in Deutschland, genauer gesagt in Ellwangen im Fraunhofer Institut für integrierte Schaltungen.
  • Ebenfalls 25 Jahre ist es her, als am 16. Juli 1995 der Online-Buchhändler Jeff Bezos begann, Bestellungen anzunehmen.
    Der Name der Website www.amazon.com wurde vom Strom Amazonas abgeleitet, das erste Firmenlogo war ein großes A, durch das sich der Amazonas schlängelte.
  • Übrigens - wer sich fragt, was eine Depesche ist, der schaue unter Emser Depesche nach:
    Depesche ist ein früheres Wort für Telegramm.
    Die Emser Depesche wurde vor 150 Jahren, nämlich am 13. Juli 1870 vom Diplomaten Heinrich Abeken an den norddeutschen Bundeskanzler Otto von Bismarck geschickt.
    Dieser übernahm große Teile des Textes über die Vorgänge in Bad Ems in einer Pressemitteilung. Diese Pressemitteilung führte zu Empörung in Frankreich und gilt als ein Auslöser des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 (Quelle: Wikipedia).

Wer historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Elektronikmuseum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 20-04

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

Hier kommt die Museumsdepesche für den Monat April 2020.

Coronavirus-Pandemie: Vorstand bleibt im Amt

Durch ein besonderes Gesetz, das das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz erlassen hat, gilt: "Ein Vorstandsmitglied eines Vereins oder einer Stiftung bleibt auch nach Ablauf seiner Amtszeit bis zu seiner Abberufung oder bis zur Bestellung seines Nachfolgers im Amt."
Das gilt "nur auf im Jahr 2020 ablaufende Bestellungen von Vereins- oder Stiftungsvorständen und im Jahr 2020 stattfindende Mitgliederversammlungen von Vereinen (...)".
Laut unserer Vereinssatzung beträgt die Amtszeit zwei Jahre, und bei unserer Mitgliederversammlung, die wir im März angesetzt hatten und absagen mussten, wären Wahlen gewesen.
Durch dieses Gesetz sind wir auf der rechtlich sicheren Seite, wenn wir unsere Mitgliederversammlung zu einem späteren Zeitpunkt durchführen - der Vorstand bleibt rechtskräftig im Amt bis zur Mitgliederversammlung.
Wir werden diese abhalten, sobald es die Situation zulässt. Einladungen werden rechtzeitig erfolgen.

Den genauen Wortlaut kann man im Bundesgesetzblatt oder auf der Homepage des Bundesministeriums nachlesen:
Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020
Artikel 2 §§ 5 und 7 Absatz (5)
https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/Dokumente/Bgbl_Corona-Pandemie.pdf

Nochmal zur Coronavirus-Pandemie: Weiterhin kein Museumstreff, Tag der Museumsöffnung noch unbekannt

Mit der neuesten Corona-Verordnung vom 23. April wurde das Datum 19. April auf einschließlich 3. Mai geändert: Bis mindestens 3. Mai (einschließlich) bleibt unser Museum also weiterhin geschlossen.
Ich rechne allerdings damit, dass die Landesregiering den Termin abermals nach hinten schieben wird.
Wir müssen während dieser Zeit auf alle Veranstaltungen, Führungen und auch unseren Museumstreff verzichten.
Es können auch keine Gerätespenden entgegengenommen werden.
Sobald bezüglich Museumsöffnung und dem vorher nötigen Museumsputz neue Informationen verfügbar sind, gebe ich die entsprechende Informatin heraus.

Weitere Veranstaltungen sind inzwischen definitiv abgesagt oder verschoben worden:

  • Teilnahme an der Landesgartenschau in Überlingen am 10. Mai; Ersatztermin steht noch nicht fest
  • Theremin-Konzert (ebenfalls 10. Mai), ersatzlos gestrichen
  • Theremin-Bastelaktion (wäre am 16. Mai gewesen), wir werden sehen, ob wir die Aktion im Herbst nachholen
  • Ham Radio. Es tut besonders weh, dass die Ham Radio 2020 ohne Ersatz entfällt - wir können uns nun auf die Ham Radio 2021 freuen.

Online-Auftritt, Digitales Elektronikmuseum

Unser neues elektronisches Museums-Leitsystem nimmt konkrete Formen an, Werner Hoch und Richard Kurz arbeiten diese Tage und Wochen intensiv daran!
Unsere Besucher können dann ausführliche Informationen über unsere Ausstellung abrufen, online und auch über zwei im Museum aufgestellte Touchpanels.
Gerade der Online-Auftritt ist in Corona-Zeiten wichtig, so können sich künftige Besucher deutlich besser über unser Museum informieren und sich auf den Besuch vorbereiten.
In Bälde werden wir damit online gehen, momentan ärgern uns noch Serverprobleme...
Seid gespannt - wenn das System läuft, bekommt Ihr Infos dazu! Wer gerne Vorab-Test-Leser sein möchte (bei den Programmierern heißt das Beta-Tester), der darf sich gerne bei mir melden.

Unsere PEK-Blitzfalle im Fernsehen

Gestern Abend musste ich doch lachen - der Film "Die Büffel sind los" lief auf dem Bayerischen Rundfunk. In einer Eröffnunsszene fährt eine junge Frau in eine Blitzfalle - und zwar in die des Elektronikmuseums! Bei genauerem Hinsehen sieht man auf der Rückseite den EMTT-Inventaraufkleber.
Der Film ist in der ARD-Mediathek zu sehen (und, wie ich finde, auch sehenswert):
https://www.ardmediathek.de/br/player/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzhiYzBhMjVhLWNlMzAtNDI1MC05NTBlLWQ5MGU3MWY4YmE4Yw/die-bueffel-sind-los Minute 1:30

Video zur Neugestaltung des Stadtmuseums

Das Stadtmuseum (vormals Montfortmuseum) ist im gleichen Gebäude untergebracht wie das Elektronikmuseum.
In einer Art Videotagebuch bei der Schwäbischen Zeitung berichtet Hr. Dr. Kümmel-Schnur aus Konstanz, der mit Studenten den Umbau angeht, über dieses Herausforderung.
Sehr interessant!
Bei der Schwäbischen Zeitung ist der Artikel mit Video frei zugänglich unter
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-stadtmuseum-startet-video-tagebuch-_arid,11213945.html
Es werden weitere Videos folgen.
Mehr zur Neugestaltung gibt es unter https://www.uni-konstanz.de/universitaet/gesellschaft-und-wirtschaft/transfer-lehre/veranstaltungen/stadtmuseum-tettnang/ zu lesen.

Historisches

Wieso Caruso?

Wie es dazu kam, dass es ausgerechnet Caruso war, der ab 11. April 1902 auf den ersten Schallplatten zu hören war, erfahrt Ihr in diesem Beitrag des SWR2: www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/1141902-enrico-caruso-singt-ins-grammofon-100.html

Weitere historische Fakten

  • Vor 80 Jahren kam eines der wichtigsten Ingenieurswerkzeuge auf den Markt: Am 24. April 1940 wurde Tesa als Marke registriert, seither gibt es das klebrige Kunststoffband als Tesafilm - mit Abroller.
    Eigentlich wollte Paul Beiersdorf um 1880 ein selbstklebendes Pflaster herstellen, das dann allerdings viel zu gut für diesen Zweck klebte und nicht mehr von der Haut ging. Es lohnt sich, die Story beim WDR 2 nachzulesen und anzuhören, dort erfährt man auch, wie es zum Namen Tesa kam: www1.wdr.de/stichtag/stichtag-tesa-marke-100~_mon-032020.html
    1. bis 17. April 1970 - Schon 50 Jahre sind seit dem Drama der Apollo-13-Mission vergangen.
      Wirklich gut, dass auch die Astronauten Bastler waren! Ob sie mit Tesafilm oder Scotch Tape von 3M arbeiteten, weiß ich allerdings nicht.
  • Vor 25 Jahre, am 3. April 1995, startete mit dem RealAudio Player des in New York geborenen Robert Glaser der erste Streaming-Dienst.
    Der Dienst konnte zunächst nur 14,4 Kilobit pro Sekunde Audio durchs Modem übertragen - zum Vergleich: Gute mp3-Audio-Übertragungen laufen mit 192 bis 320 Kilobit pro Sekunde.
    Die Tonqualität war also nicht besonders, nicht berauschend wäre hier die falsche Wortwahl. Dennoch wurde RealAudio ein Erfolg, die Firma existiert auch heute noch. Der bekannte Stramingdienst Napster ist übrigens ein Tochterunternehmen von RealNetworks, Inc., so heißt die Firma heute.
  • Wenn wir schon beim Streaming sind... Vor 15 Jahren, am 23. April 2005, wurde das erste Video auf YouTube veröffentlicht.
    Unglaublich, dass das erst 15 Jahre sind, wo doch YouTube so alltäglich geworden ist!
    Das erste Video zeigte übrigens Elefanten im Zoo von San Diego, es wurde von YouTube-Mitbegründer Jawed Karim hochgeladen. Seine beiden Partner hießen Chad Hurley und Steve Chen. Sie schufen die Plattform, weil es schlicht noch nichts Gescheites gab, um Videos übers Internet einfach online teilen zu können.
    Im Oktober 2006 kaufte Google die Firma für 1,65 Milliarden Dollar und erwirtschaftet mehrere Milliarden Dollar im Jahr!

Wer historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich!

Am Schluss noch eine Bitte

Haltet Euch bitte an die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus! Vielleicht nicht unbedingt so, wie in diesem Film aus den 80-ern, das der hr am 9. Januar aus seinem Archiv gekramt hat: www.hr.de/unternehmen/backstage-und-meldungen/archiv-fundstuecke/schaetze-aus-dem-hr-archiv--niesen-fuer-profis,bleib_gesund-100.html

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Elektronikmuseum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 20-03

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

Hier kommt die Museumsdepesche für den Monat März 2020.

Coronavirus-Pandemie : Kein Museumstreff, Museumsöffnung verschoben

Bitte beachten: Bis mindestens 19. April (Stand heute) wird es keine Führungen und keine Kindergeburtstage im Museum geben, und keinen Museumstreff.
Es können in dieser Zeit auch keine Gerätespenden entgegengenommen werden.

Die COVID-19-Pandemie betrifft auch uns Museumsschaffende.
Die Jahreshauptversammlung wurde bereits auf einen noch nicht bekannten Termin verschoben. Eine erneute Einladung erfolgt rechtzeitig.
Da nun auch kleinere Treffen innerhalb von Vereinen verboten wurden, entfällt unser montäglicher Museumstreff bis auf Weiteres.
Laut aktueller Gesetzeslage müssen Museen bis mindestens 19. April geschlossen bleiben.
Wann wir genau wieder öffnen, erfolgt in Abstimmung mit dem Stadtmuseum. Ich werde es mitteilen, sobald ich den Termin habe.
Der für morgen geplante Museumsputz sowie die Lager-Umräumaktion, die am 28. März hätte sein sollen, müssen auch verschoben werden, auch hierzu bekommt Ihr Infos.
Momentan stehen die Termine für die Teilnahme an der Landesgartenschau sowie des Theremin-Konzerts am 10. Mai sowie für die Thereminaktion am 16. Mai sowie die Führung zum Internationalen Museumstag am 17. Mai noch, das kann sich jedoch noch ändern.
Da die Coronavirus-Verordnung für Baden-Württemberg bis 15. Juni gilt, gehe ich derzeit davon aus, dass Veranstaltungen nach dem 15. Juni stattfinden werden - dazu gehört auch die Ham Radio am 26. bis 28. Juni 2020.

Aktuelle Infos zu Verordnungen umd Empfehlungen können unter www.baden-wuerttemberg.de abgerufen werden.
Das z. Zt. aktuelle Gesetz heißt Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 17. März 2020. Die Verordnung ändert sich alle paar Tage, daher lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf die Seite der Landesregierung.
Zum Zeitpunkt idieser Depesche aktuell ist die Fassung vom 20. März 2020:
§ 3 Absatz 2 Satz 1 verbietet u. a. Zusammenkünfte in Vereinen. Hier ist kein Termin angegeben, womit das Verbot bis zum Außerkrafttreten der Verordnung (derzeit 15. Juni 2020) gilt.
Laut § 4 Absatz 1 Satz 1 ist bis 19. April 2020 der Betrieb von Kultureinrichtungen, insbesondere Museen, (...) untersagt.
Über uns betreffende Veränderungen werde ich Euch auf dem Laufenden halten.

Neue Exponate

Neben einigen historisch sehr interessanten Rundfunkgeräten Prototypen von wertvollen Mephisto-Schachcomputern bekamen wir ein Stück des ersten Fernsehkabels der Welt ins Elektronikmuseum!
Vielen herzlichen Dank an unseren Horst Willers, dem es mit vollem Einsatz gelang, an dieses Kabel zu kommen! Das Kabel wurde in den 1930-er Jahren von Berlin zum Brocken und von dort aus weiter nach Frankfurt am Main verlegt.
Wir werden die Geschichte des Kabels aufbereiten und in einer späteren Museumsdepesche ausführlich vorstellen. Jedenfalls haben wir da ein wertvolles Stück Fernsehgeschichte ins Museum bekommen!

Unser 35 mm-Filmschneidetisch im Fernsehen

Beim Stöbern zu den historischen Fakten fiel mir diese Sachgeschichte aus der Sendung mit der Maus in die Hände: www.youtube.com/watch?v=IRsKzCiQBGU
Bei Minute 9:08 sieht man Herrn Fugunt an seinem Schneidetisch sitzen - den er vor einigen Jahren unserem Museum gespendet hat! Er steht neben der Telefonzentrale.
Hochinteressant an dem Film finde ich neben der verwendeten Technik den immensen Zeitaufwand beachtlich, den die von Hand erstellte "Stop-Motion-Technik" bedeutete.
Dafür haben solche Filme einen unglaublichen Charme.

Historisches

  • 125 Jahre Funk in Fulda.
    In der April-Depesche 2019 (http://www.emuseum-tettnang.de/blog/depesche-1904#Vonderaumuseum) berichtete ich von meinem Besuch des Fuldaer Vonderau-Museums, wo die erste Funkuhr steht: Dem Uhrmacher und Ingenieur Ferdinand Schneider, am 10. Oktober 1866 in Fulda geboren, gelang am 24. März 1895 die drahtlose elektromagnetische Übertragung von Zeichen über fünf bis zehn Meter Entfernung.
    Damit war er ein halbes Jahr früher dran als Guglielmo Marconi, der bekanntermaßen die Technik der Funktelegrafie entwickelte. Ferdinand Schneider entwickelte aus seiner Entdeckung die erste Funkuhr - sie sollte von einem Funkensender angesteuert werden, die Auswertung erfolgte über Fritter ("Kohärer").
  • Ebenfalls vor 125 Jahren, am 22. März 1895 erste Filmvorführung mit einem Projektor. Der knapp 40 Sekunden lange Film zeigte, wie die Belegschaft des Fotozubehörherstellers Antoine Lumière et ses fils in die Mittagspause geht. Hinter der Kamera saß der Sohn des Firmengründers, Louis Lumière.
    Erstaunlich, dass Filmvorführungen und Funkübertragungen gleich alt sind!
    Die Geschichte hinter dem ersten Film gibt's beim Heinz-Nixdorf-Museumsforum zu lesen: blog.hnf.de/auf-der-strasse-des-ersten-films
  • Vor 80 Jahren, am 14. oder 18. März 1940, wurde die deutsche Chiffriermaschine Enigma erstmals, heute würde man sagen, "gehackt" - Alan Turing konstruierte dazu die Dechiffriermaschine mit Decknamen "The Bomb", die am etwa 70 km von London entfernten Bletchley Park in Betrieb ging.
    Die äußerst interessante Geschichte dazu wurde ebenfalls im Heinrich-Nixdorf-Museumsforum aufbereitet: blog.hnf.de/enigma-und-lochkarte/
  • Vor 60 Jahren, am 1. März 1960 wurde bei der Tagesschau die Wetterkarte eingeführt, zunächst mit den Grenzen von 1937, also mit den Gebieten östlich der Oder-Neiße-Linie. Zehn Jahre später wurde mit der Einführung des Farbfernsehens die Karte ersetzt: Ab 29. März 1970 gab es eine Europakarte, auf der gar keine Grenzen eingezeichnet waren.
  • Fernsehen war dann für mich das Stichwort, mal in den Archiven der ARD-Sender zu stöbern:
    Wie entsteht die Wetterkarte? 1971 war das noch ganz schön aufwändig, mitunter auch kurios... www.youtube.com/watch?v=lu4qsg0W9t0
    Diese Archivaufnahme von 1965 zeigt, wie der Deutsche Wetterdienst an seine Daten kam: https://www.ardmediathek.de/ard/player/.../wie-entsteht-ein-wetterbericht
  • Hierüber dürfte sich unser Richard Kurz freuem - Apfelmännchen auf allen möglichen Systemen programmieren gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen:
    Vor 40 Jahren, am 27. März 1980, druckte der Mathematiker Benoît Mandelbrot in der Harvard-Universität eine besondere computergenerierte Figur aus - das wegen seines Aussehens so genannte Apfelmännchen.
    Dabei handelt es sich um eine grafische Darstellung einer mathematischen Ansammlung besonderer komplexer Zahlen, der Mandelbrotmenge. Das Besondere an dieser Menge und damit auch des Apfelmännchens ist seine fraktale Stuktur: Egal, wie weit man in einen Teildes Randes der Figur "hineinzoomt": Die Vergrößerung enthält stets die Figur selbst.
    Ein Apfelmännchen besteht also aus Apfelmännchen, die Aus Apfelmännchen bestehen, die wiederum aus Apfelmännchen...
    Die Wikipedia enthält sehr sehenswerte Darstellungen von Apfelmännchen und anderen Fraktalen: Wikipedia: Mandelbrot-Menge

Wer historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Elektronikmuseum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.