Nachrichten: Museum

Depesche 18-10

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für die Monate Sptember und Oktober 2018.

1. Rotary Förderpreis für ehrenamtliches Engagement

Am 23. Oktober hat unser Förderverein vom Rotary Club Friedrichshafen-Tettnang einen Sonderpreis von 1000 (eintausend) Euro erhalten! Wir haben uns mit unseren Kinderlötaktionen im Rahmen der Ferienspiele Argental und des Ferienprogramms der Stadt Tettnang für den Förderpreis beworben und bedanken uns herzlichst beim Rotary Club für die besondere Wertschätzung unseres Schaffens.
Es ist auch eine Anerkennung und Ansporn für unsere eifrigen Helfer!
Wir werden das Geld vor allem in Löttechnik investieren, um künftig auch Workshops im SMD-Löten anbieten zu können: Moderne Schaltungen sind fast nur noch mit direkt auf der Oberseite der Platine gelöteten kleinen Bauteile ausgeführt. Vor dieser Technik möchten wir die Scheu nehmen.
Die neuen Lötstationen sollen selbstverständlich auch für einfachere Kinderlötaktionen eingesetzt werden.

Mehr zum Förderpreis kann mann in der Schwäbischen Zeitung nachlesen:
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-im-einsatz-f%C3%BCr-zahlreiche-kinder-_arid,10953381.html

2. Kindergeburtstage

Wir suchen weiterhin Helfer! Unser Team ist eindeutig an seine Grenzen gekommen, im September konnten wir eine Kindergeburtstagsveranstaltung wegen Helfermangels nicht annehmen.
Wer helfen will oder jemanden kennt, der Interesse hat: Bitte bei mir melden! Wir sind froh um jede Hilfe!
Dass es eine sehr sinnvolle Tätigkeit ist, wird immer wieder durch stolze Kinder bestätigt. Und beim einen oder anderen wird durchaus das Interesse für Technik geweckt!

Im November sind nun gleich drei Kindergeburtstage angefragt.
An drei dieser Tage wird ein Kindergeburtstag im Museum stattfinden: 2., 3., 9., 10., 17., 23. und der 30. November, jeweils ab 14:00 Uhr. Wenn jemand mal reinschnupopern möchte, bitte melden per Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

3. Keine Maker Faire 2019

Diese Woche ereilte mich die traurige Nachricht, dass sich das Team der Maker Faire außer Stande sieht, kommendes Jahr eine Messe am Bodensee zu organisieren. Es fehlt laut Mitteilung an Sponsoren.
Sehr schade, ich sehe eine Maker Faire als hervorragenden Ansporn Jugendlicher, sich für Technik zu begeistern. Maker von heute sind, wie früher, wo die Maker noch Bastler hießen, später die besten Ingenieure!

4. Teilnahme an der Tettnanger Leistungsschau am Sonntag, dem 19. Mai 2019

Nach vier Jahren findet am Sonntag, dem 19. Mai 2019 in Tettnang wieder eine Leistungsschau statt.
Dort können sich Tettnanger Unternehmen und Vereine präsentieren.
Unser Museum war stets mit von der Partie, so auch bei der kommenden Leistungsschau.
Aufgrund der abgesagten Maker Faire können wir für die Leistungsschau entsprechend mehr Energie aufbringen und werden eine tolle Lötaktion durchführen. Das Projekt selbst steht noch nicht fest.
Wir freuen uns auf auf zahlreiche Mithilfe!

5. ISS Funkkontakt des Amateurfunk-Clubs DARC Ravensburg

Es gibt schon besondere Augenblicke. Der Funkkontakt zur Internationalen Raumstation ISS gehört fraglos dazu!

Am 10. Oktober funkten Schüler der Realschule und des Gymnasiums Weingarten zusammen mit einem Heilbronner Gymnasium ins Weltall - mit dem Kommandanten der Internationalen Raumstation, Alexander Gerst!
Ein wahrlich sagenhaftes und mit zweijähriger Planungsphase sehr aufwendiges Projekt, bei dem auch ein neues Mitglied unseres Vereins maßgeblich beteiligt war.
Ich (Rainer) sprang als Helfer am Mischpult kurzfristig ein und durfte so ebenfalls vor Ort in der Realschule Weingarten sein.
Da sag' mal einer, Amateurfunk sei tot. Nein, es ist immer noch eine total spannende Sache, über große Entfernungen mit jemandem zu reden, ohne auf Handymasten-Wirrwarr und funktionierendes Internet angewiesen zu sein!
Besonders deutlich wurde das, als der Kontakt der Heilbronner Gruppe an der schlechten Internetverbindung scheiterte: Während die Weingartener Schüler direkt ans Funkgerät durften und erfolgreich Fragen an "Astro-Alex" richteten, waren die Heilbronner, weniger erfolgreich, per Skype zugeschaltet.
Schon erschreckend: Weder die Realschule Weingarten, noch die Schule in Heilbronn verfügt über eine für Skype genügend schnelle und stabile Internetverbindung, und das im Jahre 2018! In Deutschland!
In Weingarten musste extra eine Richtfunkverbindung aufgebaut werden zu einer Schreinerei, die schnelles Internet hat. In Heilbronn wurde das Mobilfunknetz genutzt. Letzteres hat den entschiedenden Nachteil, dass es "normalerweise funktioniert".
Eben nur normalerweise: Sind viele Handynutzer mit ihren ständig Daten fressenden Apps auf einem Haufen, ist solch ein Netz schnell überlastet. Man stelle sich das nur bei einer Katastrophe vor.
Genau das passiert beim Amateurfunk nicht: Jeder ist selbst verantwortlich für das Gelingen. Was natürlich auch sehr abenteuerlich sein kann. Da Alexander Gerst mit nur 5 Watt senden konnte statt der vorgesehenen 50 Watt, war lange nicht sicher, ob der Funkkontakt gelingt. Zum Vergleich: Ein normales Handy hat ein bis zwei Watt und kommt gerade mal zum nächsten Handymasten.
Vor Spannung waren dann beim Funkkontakt sogar die anwesenden mehrere hundert Schüler still, bis endlich die Stimme von Alexander verkündete: "Es freut mich, heute mit Ihnen zu sprechen. Ich grüße alle Schüler und Lehrer und sonstige Anwesenden in Heibronn und Weingarten!"

Ich ziehe den Hut vor den Machern des DARC-Ortsverbands P09 Ravensburg, dass sie dieses Projekt in die Gänge gebracht haben!
Mich freut auch, dass sich dort auch Jugendliche fürs Funken interessieren. Möglicherweise eine Trendwende? Ein Smartphone ist heute so alltäglich, dass Amateurfunk wieder das Besondere ist: Hier kommen junge Leute auf spannende Weise zur Hochfrequenztechnik, mit besten Chancen auch für die berufliche Zukunft.
Hier gilt das gleiche wie bei den Makern, nur eben für höhere Frequenzen: Weil ein junger Amateurfunker später zum ausgezeichneten HF-Spezialisten reifen kann, ist es wichtig, auch dieses Thema in unserem Museum attraktiv zu halten und junge Leute damit zu begeistern.

Einen Eindruck über die Aktion kann man gewinnen auf der Website des DARC Ortsverband Ravensburg unter https://www.darc.de/der-club/distrikte/p/ortsverbaende/09 und bei der Schwäbischen Zeitung unter https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/weingarten_artikel,-dieses-video-zeigt-wie-weingarten-mit-der-iss-funkt-_arid,10945978.html.

6. Historisches

  • Vor 200 Jahren, am 2. Oktober 1818, wurde das Patent für die Nähmaschine widerrufen: Um 1807 konstruierte der Wiener Schneidermeister Josef Madersperger eine "Nähende Hand", die er bis 1815 weiterentwickelte und patentierte. Sie arbeitete mit zwei Nadeln mit dem Öhr an der Spitze.
    Madersperger war, wie es Erfindern nur allzu oft passiert, wohl seiner Zeit voraus, niemand wollte seine Nähmaschine bauen. Da er kein Geld mehr hatte, um Patentlizenzen zu zahlen, wurde ihm das Patent entzogen.
    Er wurde übrigens vor 250 Jahren, am 6. Oktober 1768 geboren.
  • Vor 60 Jahren, am 12. September 1958, wurde ein echter Meilenstein der Elektronik erreicht: Die erste integrierte Schaltung (IC) wurde hergestellt!
    Jack Kilby, der Urvater des Mikrochips, fing frisch bei der Firma Texas Instruments an und bekam für den Rest des Jahres keinen Urlaub. Da in den Werksferien 90 Prozent der Belegschaft nicht da war, konnte er sich voll und ganz seinen Ideen widmen. Die Erfindung ist enorm wichtig, so wichtig, dass Jack Kilby im Jahr 2000 den Nobelpreis dafür erhielt.
    Heute funktioniert kaum eine elektronische Schaltung ohne integrierte Schaltungen!
    Auf https://www.deutschlandfunk.de/vor-60-jahren-der-physiker-jack-kilby-urvater-des-mikrochips.871.de.html?dram:article_id=427804 findet Ihr einen sehr lesenswerten Artikel dazu.
  • Wann fuhr das erste fahrerlose Auto?
    Antwort: Bereits am 11. September 1968, also vor 50 Jahren! Es war ein von der Firma Continental besonders ausgerüsteter Mercedes, der auf der Teststrecke "Contidrom" in der Lüneburger Heide seine Runden drehte, um zuverlässig unter gleichbelibenden Bedingungen Reifen zu testen.
  • Vor 20 Jahren, am 2. September 1998, wurden von Mercedes die ersten Smart verkauft.
  • Ebenfalls vor 20 Jahren, am 4. September 1998, wurde Google gegründet. 20 Jahre. Kaum zu glauben. Noch etwas kam vor 20 Jahren auf den Markt: Seit 1. Oktober 1998 gibt es Viagra...
  • Auch wenn Viagra gerne dazu "missbraucht" wird, möglichst viele Spam-E-Mails zu verbreiten: Die Spam ist tatsächlich älter, nämlich 30 Jahre. Am 3. Mai 1978 verschickte der Computerhändler Gary Thuerk 600 E-Mails mit Werbung für die Präsentation eines DEC 2020. Zu diesem Zeitpunkt gab es weltweit gerade einmal 2600 über den Internet-Vorgänger Arpanet erreichbare Empfänger. Trotz dass sein Mailsoftware nur 320 Adressen verarbeiten konnte, hat Gary Thuerk auf diese Aktion hin Rechner im Wert von 12 Millionen Dollar verkauft. Die Menge heute täglich versendeter Spam-Mails wird auf mehr als 100.000.000.000 (huntert Milliarden) geschätzt! (Quelle: Spiegel Online)

Wer interessante historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 18-08

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für den Monat August 2018.

1. Kinderaktionen im Museum

Nach den Projekttagen des Montfortgymnasiums, die im Juli stattfanden, hatten wir im August noch zwei Kinderaktionen im Museum:
Im Rahmen der Ferienspiele Argental am 18. August konnten zehn Kinder nach einer Führung einfache Lötarbeiten durchführen.
Dann, am 24. August, kamen nochmal zehn Kinder ins Museum, dieses Mal vom Ferienprogramm der Stadt Tettnang. Ebenfalls nach einer kindgerechten Führung lötete jedes Kind eine Reiszweckenorgel.
Toll!
Ich bin sehr glücklich darüber, dass dieses Jahr solche Aktionen zustande kamen!
Vielen Dank an alle Helfer!!

Was wir für solche Aktionen noch brauchen, ist Verstärkung!
Helfer müssen nicht alle vom Fach sein, Leute, die gut mit Kindern umgehen können und im Beaufsichtigen ganz gut sind, sind ebenso nötig.

2. Alibiphonomat in Betrieb

Die ersten Anrufbeantworter hießen bei einem Hersteller Alibiphon. Das Exemplar im Museum arbeitet ähnlich wie eine Festplatte, angetrieben von einem 220 V-Motor.
Weil das Gerät im originalen grauen Gehäuse zu langweilig gewesen wäre, kam es in eine eigens angefertigte Mini-Vitrine und kann, nach Wahl der richtigen Nummer, an unserer Telefonanlage live in Betrieb bestaunt werden.

3. Das Elektronikmuseum in der Presse

Gleich zwei Mal war das Elektronikmuseum in den letzten Tagen in der Schwäbischen Zeitung mit einem größeren Artikel vertreten.

4. Das Elektronikmuseum im Fernsehen

Über unseren Themenschwerpunkt SABA wurde sogar in Regio TV berichtet. Der Film kann online über mehrere Kanäle abgerufen werden:

5. Ausstellung im Montfortmuseum über das Tettnanger Bähnle

Termin: Am Bähnlesfest, dem 9. September.
Mehr zur Ausstellung kann dem Vorbericht in der Schwäbischen Zeitung entnommen werden.
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-tettnang-und-die-geschichte-seiner-eisenbahn-_arid,10924983.html
Mehr zum Montfortmuseum und Kontaktdaten sind auf http://www.tettnang.de/tt/tourismus-freizeit/sehenswuerdigkeiten-und-museumsrundgang/montfortmuseum-fuehrungen-oeffnungszeiten-preise.php zu finden.

Für mich ist das Tettnanger Bähnle ein sehr wichtiges Kapitel aus Tettnangs Technikgeschichte! Darum freut es mich besonders, dass im Montfortmuseum Exponate dazu zu sehen sind.

6. Historisches

  • "Ende des Kabels heil angekommen" lautete das Telegramm, das am 5. August 1858 über den Atlantik "gekabelt" wurde.
    Vor nunmehr 160 Jahren begann ein neues Zeitalter der Kommunikation. Immerhin knapp vier Wochen hielt das Kabel, dann war wieder Schluss für acht Jahre...
    Beim Bayerischen Rundfunk ist ein kurzweiliger Artikel dazu online: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/0508-Transatlantik-Seekabel-Aermelkanal100.html
  • Vor 150 Jahren, am 17. August 1868, wurde das metrische System für den Norddeutschen Bund bindend. Die süddeutschen Länder folgten erst am 29. April 1869.
    Seither wird bei uns und inzwischen in den meisten Ländern nicht mehr in unterschiedlich langen Meilen und merkwürdigen Volumeneiheiten wie Talenten oder Kubikfüßen gerechnet, sondern in Metern, Kubikmetern und Kilogramm.
    Das erste metrische System wurde übrigens 1793, also schon vor 225 Jahren, in Frankreich eingeführt.
  • Vor 125 Jahren, am 10. August 1893, lief der erste Dieselmotor.
  • Vor 65 Jahren, am 17. August 1953, startete die Firma Greulich & Kortländer in Tettnang die Produktion hochwertiger Textilien.
  • Ebenfalls an einem 17. August, nämlich am 17. August 1973, also vor 45 Jahren, ging die Firma PEK an die Göttinger Firma Phywe.
    PEK hatte seinen Firmensitz übrigens direkt neben Greulich & Kortländer.

Wer interessante historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!

Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 18-07

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für den Monat Juli 2018.

1. Das Elektronikmuseum und die Deutsche Bahn: BahnBonus

Seit diesem Monat sind wir als Attraktion bei BahnBonus gelistet, einem Angebot der Deutschen Bahn für Bahn-Card-Inhaber:
Unter https://www.bahnbonus-freizeitwelt.de/erlebnis.html?zte=1432 findet man uns deutschlandweit!

2. Projekttage Montfortgymnasium

Ich bin sehr glücklich darüber, dass dieses Jahr die Projekttage des Motfortgymnasiums in unserem Museum stattfanden.
Es wurden an drei Tagen mikroprozessorgesteuerte, per WLAN fernbedienbare Roboter gebaut.

3. Kinderspielstadt Hopfenau: UKW-Rundfunk auf UKW 94,4 MHz noch bis 2. August

Jedes Jahr gibt es zu Beginn der Sommerferien in der Tettnanger Uhlandschule eine Kinderspielstadt Hopfenau: Ein geniales Projekt der Stadt Tettnang!
Eine Stadt mit Handwerk, Zeitungsredaktion, Gastronomie, eigener Währung - und eigenem Radiosender. Mit etwas Anleitung alles betrieben von Kindern!
Ende Juni erreichte mich die Anfrage, ob wir technische Unterstützung bei der Umsetzung des UKW-Senders leisten können.
Leichtfertig sagte ich sofort zu - und war dann mehr als froh, dass wir Hilfe von einem befreundeten Amateurfunker erhielten, der erst mal den vom Hopfenau-Mitarbeiter mitgebrachten China-Sender mit 7 Watt (!) Sendeleistung prüfte - der Sender wäre, kurz gesagt, nicht geeignet gewesen.
Lizensiert ist eine Sendeleistung von 50 mW, unser Rohde&Schwarz-Sender im Tonstudio des Elektronikmuseums mit 20 mW Ausgangsleistung passt besser als das China-Teil und ist auch für den Betrieb in Deutschland gedacht. In die Uhlandschule verfrachtet und von unserem Amateurfunk-Freund extra angepassten Antenne reicht diese kleine Sendeleistung mehr als ausreichend, um die Kinderspielstadt mit UKW-Rundfunk zu versorgen.
Ich war gestern im Sendestudio in der Uhlandschule und war fasziniert:
Dort fand ich Strukturen wie im Großen - Radio-DJ, Nachrichtenredaktion, zwei Moderatoren, alle ganz konzentriert auf die Uhr schauend, um Musik und Nachrichten im Wechsel zu senden. Alles begeisterte Kinder im Grundschulalter!
Nicht nur die Sendetechnik ist wichtig, der Leiter des Senders musste nicht nur die Lizenz bei der Bundesnetzagentur ergattern, sondern auch noch die Landesmedienanstalt vom Programm überzeugen, was ihm auch gelang.
So war das UKW-Projekt eine tolle Sache: Eine Zusammenarbeit von Stadt Tettnang, Amateufrunk und Elektronikmuseum.

4. Teilnahme an den Ferienprogrammen Argental und Tettnang

Eine Hauptaufgabe unseres Fördervereins ist, Kinder von Technik und Elektronik zu begeistern.
Es freut mich sehr, dass wir dieses Jahr bei gleich zwei Ferienprogrammen mitwirken können, den Ferienspielen Argental am 18. August ab 14:00 Uhr und dem Ferienprogramm der Stadt Tettnang am 24.08.2018, ebenfalls ab 14:00 Uhr.
Gebaut werden Orgeln und Lichttheremine.
Vielen Dank an die Helfer!

5. Weiterhin Helfer gesucht

Die Helfersituation für Kindergeburtstage und auch sonstige Veranstaltungen mit Kindern hat sich noch nicht entspannt: Wir suchen weiterhin Helfer!
Wer helfen will oder jemanden kennt, der Interesse hat: Bitte bei mir melden! Wir sind froh um jede Hilfe!

Nicht nur wir suchen Helfer...

Die Wissenswerkstatt Friedrichshafen verfolgt im Großen ähnliche Ziele wie wir im Kleinen: Kinder für Technik zu begeistern. Betrieben wird die Wissenswerkstatt als außerschulische Bildungseinrichtung von einem eingetragenen Verein, allerdings gibt es dort Angestellte. Und ein solcher/eine solche wird gerade gesucht: Eine Vollzeit- oder auch Teilzeitstelle im Bereich Software-Ausbildung. Wer da Interesse hat oder jemanden kennt, kann mich gerne anschreiben per E-Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

6. Rundfunk-Schauwerkstatt

Ein Vereinsmitglied hat uns einen schönen Tisch für die Schau-Werkstatt zur Radio- und Fernsehtechnik gebaut, den wir gerade unter fachkundiger Anleitung eines vereinseigenen Radio- und Fernsehtechnikers ausstatten.
So können künftig die Geräte im Kontext gezeigt und so einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden. Auch hier herzlichen Dank an die Helfer!

7. Historisches

  • Schon zehn Jahre ist es her, als am 28. Juli 2008 der erste Airbus A380 ausgeliefert wurde. Erster Kunde war die Fluggesellschaft Emirates.
  • Vor 25 Jahren, am 1. Juli 1993 wurden die neuen fünfstelligen Postleitzahlen eingeführt. Nicht nur für zahlreiche Büroangestellte bedeutete das viel Arbeit...
  • Ebenfalls vor 25 Jahren, am 26. Juli 1993, veröffentlichte Microsoft mit Windows NT 3.1 ein 32-Bit-Betrieb mit "Neuer Technologie": Ein abgestürztes Programm sollte das Betriebssystem nicht mit abstürzen lassen. Die Versionsnummer 3.1 wurde gewählt, weil damals noch Windows 3.1 aktuell war, das noch 16 Bit hatte. Windows NT 3.1 wurde nie ein Erfolg, dafür seine Nachfolger um so mehr: Seit Windows 2000 basieren alle Microsoft-Windows-Systeme auf dieser Technologie.
  • Was wäre so viel Technik ohne Kapital? Seit 30 Jahren, genauer: Seit dem 1. Juli 1988 gibt es den wichtigsten deutschen Aktien-Leitindex DAX.

Wer interessante historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich.

Sollten Sie die Museumsdepesche nicht mehr erhalten wollen, bitte ebenfalls Info an mich.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 18-06

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für den Monat Juni 2018.

1. Vortrag Erich Stadler im Elektronikmuseum Tettnang am Montag, dem 18. Juni um 18:00 Uhr

Erich Stadler, Buchautor und einmaliger Experte im Bereich Nachrichten- und Hochfrequenztechnik erklärt am 18. Juni den Z-g-Diagraphen:

Diagraph
Ein ziemlich monströses Gerät mit rundem Bildschirm mit kreisförmigen Linien drauf, so genannten Smith-Diagrammen. Mit ihm lassen sich zum Beispiel Leitungsreflexionen messen, eine wahrlich komplexe Angelegenheit: Die Anzeige erfolgt in der komplexen Zahlenebene.
Heute gibt es solche Messgeräte immer noch, nur heißen sie inzwischen Vektornetzwerkanalysatoren. Der imposante Bildschirm ist dabei einer digitalen Signalverarbeitung und -auswertung gewichen.
Zum Beispiel wird die Qualität einer DSL-Leitung, oder auch der Signalkette einer Mobilfunkantenne mit einem solchen Gerät gemessen.
Unter https://www.elektroniknet.de/messen-testen/vom-z-g-diagraph-bis-zum-zva-50-die-entwicklung-der-netzwerkanalyse-18069.html findet sich ein interessanter Artikel über Rohde & Schwarz, von dieser Firma ist auch unser Z-g-Diagraph.

Das alles klingt sehr trocken - vielleicht, weil ich es formulierte. Erich Stadler hingegen schafft es stets, die Zusammenhänge locker und für jeden verständlich herüberzubringen. Ein Besuch lohnt sich!

Der Vortrag befasst sich mit der Messung eines Leitungsabschlusses als Beispiel. Er ist für Vereinsmitglieder frei, Gäste sind willkommen, für sie kostet der Eintritt fünf Euro.

2. Maker Faire 2018

Vielen Dank allen Helfern, die das schöne Juniwochenende geopfert haben, um Kinder auf der Maker Faire zu bespaßen!
Auch mit dem neuen Veranstalter machte die Messe viel Spaß und es wurde einiges geboten.
Alles in allem können wir mit der Messe zufrieden sein, am Samstag und am Sonntagvormittag waren unsere Lötplätze ordentlich mit Kindern und Jugendlichen besetzt, wenn auch die Besucherstürme der letzten Jahre dieses Jahr weniger intensiv waren. Am Sonntagnachmittag wurden es dann doch zusehends weniger Gäste.

Nach der Messe ist vor der Messe: Wir zählen auch nächstes Jahr auf Euch Helfer!

3. Das Museum in der Presse

Zweimal war das Elektronikmuseum im Mai in der Schwäbischen Zeitung, jeweils mit Bild! - Vorbericht zum Tag des Lichts am 16. Mai - Vorbericht zur Maker Faire

Über https://www.schwaebische.de/suchergebnisse_suchbegriff,Elektronikmuseum.html sollte man zu den Berichten gelangen (bei mir klappt's auf meinem alten Windows-XP-Rechner gerade nicht).

4. Historisches

Der Juni scheint bei uns Elektronikern ein kreativer Monat zu sein: Gleich drei der wichtigsten Erfindungen kamen an einem Junitag an die Öffentlichkeit.

  • Vor 100 (!) Jahren, nämlich am 21. Juni 1918 wurde das Patent Nr. GB148582A eingereicht. Im Patent ist nichts anderes beschrieben als das Flipflop!
    Ein Flipflop ist der elementarste Speicher in jedem klassischen Computer - es kann ein bit, also eine Null bzw. eine Eins speichern.
    Viele Millionen bis zu Milliarden Flipflops enthält ein heutiger Mikroprozessor, wie er in jedem Smartphone, Tablet oder Bürocomputer enthalten ist.
    Die Namen der britischen Erfinder sind heute weitgehend unbekannt: Frank Wilfred Jordan und William Henry Eccles.
    Das Patent lässt sich kostenlos unter https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&docid=GB000000148582A abrufen (PDF-Anzeige, dann volldokument laden) oder unter https://www.abebooks.de/erstausgabe/Patent-specification-148-582-improvements-ionic/11035455213/bd käuflich erwerben (Original, "gebraucht" für schlappe EUR 3.935,51 Euro... dennoch sicher ein tolles Sammlerstück für den, der sich das leisten kann).
  • Vor 70 Jahren, am 30. Juni 1948 stellten William Shockley, John Bardeen und Walter Brattain in New York ihren Germanium-Kristallverstärker vor: Den Transistor!
    Ein schöner Bericht dazu findet sich beim WDR unter https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag7558.html.
  • Vor 40 Jahren, am 08. Juni 1978 brachte Intel den ersten 8086-er Mikroprozessor heraus, der eine neue Ära der Computertechnik einläutete. Damals konnte noch ein einzelner Entwicklungsingenieur ein solches Projekt stemmen: Hier war es der 36-jährige Stephen Morse.
    Auf diesen Prozessor und dessen "x86-Architektur" gehen bis heute übliche Intel-Computerprozessoren wie Pentium oder Intel Core i7 zurück. Das Heinz-Nixdorf-Museumforum hat einen guten Artikel ins Netz gestellt: https://blog.hnf.de/der-erste-sechsundachtziger/

Wer interessante historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich.

Sollten Sie die Museumsdepesche nicht mehr erhalten wollen, bitte ebenfalls Info an mich.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche 18-05

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,

hier kommt die Museumsdepesche für den Monat Mai 2018.

1. Preis "Stilles Ehrenamt" der Bürgerstiftung Tettnang

Der diesjährige Ehrenamtpreis der Bürgerstiftung ging verdient an Herrn Rohwer an unser Vereinsmitglied Manfred Aumiller!
Herr Rohwer leitet das Tettnanger Repair Café, und Manfred Aumiller ist bei Repair Café und bei uns im Museumsverein eifrig tätig.
Vielen Dank an Manfred, der uns den Wert von € 170,- öffentlich weiter gereicht hat! Super!

In der Schwäbischen Zeitung erschien ein Bericht mit Bild dazu, nachzulesen unter https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-stiftung-verleiht-stille-ehrenamtspreise-_arid,10863957.html

2. Sonderveranstaltungen im Elektronikmuseum Tettnang

Am Sonntag, dem 13. Mai werden wir anlässlich des Museumstages zum normalen Eintrittspreis an der Tageskasse (drei Euro, ermäßigt zwei Euro, anstatt fünf bzw. drei Euro) eine zusätzliche Führung durchs Museum anbieten.
Start ist 15:00 Uhr. Themenschwerpunkt dieser Führung ist Firma SABA, die einst auch in Friedrichshafen produzierte, und Live-Vorführung der wichtigsten Geräte.
Keine Anmeldung erforderlich.

Am Mittwoch, dem 16. Mai: Sonderveranstaltung zum Internationalen Tag des Lichts.
Lichttechnik hat inzwischen enorme wirtschaftliche Bedeutung, vor allem für Tettnang mit seinen zahlreichen Firmen der Sensorik- und Beleuchtungsindustrie.
Mit Vorführung Licht und Laser. Beginn ist 19:00 Uhr, Eintritt drei Euro. Ebenfalls ohne Anmeldung.

Vereinsmitglieder haben zu diesen beiden Veranstaltungen freien Eintritt!

3. Tettnang Führt - Spectrum Kultur in Tettnang

Hier nochmal die Termine der Aktion "Tettnang Führt":

Elektronikmuseum Tettnang
Dienstag, 15. Mai 18:30, Eintritt frei

Städtische Galerie im Schlosspark: Ausstellung Zoo Mockba - Russisches Spielzeugdesign
Dienstag, 5. Juni 18:30, Sektempfang, 5 Euro und Sonntag, 10. Juni 15:00 Uhr, 3 Euro, ermäßigt 1 Euro

Neues Schloss/Stadtführung
Donnerstag, 12. Juli 18:30 Führung im Neuen Schloss, 6 Euro und Montag, 23. Juli 18:30 Stadtführung, Treffpunkt vor dem Neuen Schloss, 4 Euro
Anmeldung unter 07542 510-500 oder per Mail an tourist-info@tettnang.de

Städtische Galerie im Schlosspark: Künstlergruppe stARTup
Dienstag, 7. August 18:30 und Dienstag, 28. August 18:30, Eintritt frei

Hopfengut No. 20 (Hopfenmuseum)
Dienstag, 11. September 18:30 und Dienstag, 18. September 18:30
Eintritt 11,90 Euro, Anmeldung unter 07542 952-206 oder per Mail an mail@hopfengut.de

Montfortmuseum
Dienstag, 2. Oktober 18:30 und Dienstag, 23. Oktober 18:30
Eintritt inkl. einem Getränk 5 Euro. Anmeldung unter 07542 510-180 oder per Mail an archiv@tettnang.de

4. Das Museum in der Presse

Zwei schöne Artikel sind die letzten Tage in der Schwäbischen Zeitung erschienen, in denen unser Museum erwähnt wird:

Ein Artikel zur Aktion "Tettnang Führt", abzurufen unter https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-aktion-in-tettnang-museen-machen-gemeinsame-sache-_arid,10860773.html
...und der oben genannte Artikel über den Ehrenamtspreis, hier nochmal der Link dazu: https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-stiftung-verleiht-stille-ehrenamtspreise-_arid,10863957.html

Wir freuen uns sehr über die Berichterstattung!

Ebenfalls super ist unsere Nennung in der Zeitschrift "Akzent" zum internationalen Museumstag am 13. Mai:
https://akzent-magazin.com/internationaler-museumstag-in-deutschland-alle-museen-aktionen-bodensee-region/ Abgebildet ist unser Leitmotiv mit dem Grammophon und dem roten Stuhl.
Super!

5. Historisches

  • Vor 150 Jahren, nämlich am 11. Mai 1868 wurde Paul Schmidt geboren. Er erfand die Trockenbatterie und die Taschenlampe!
    Ja, auch sowas vermeintlich Triviales musste irgendwer erst mal erfinden! Schmidt gründete übrigens die Firma Daimon.
  • Ebenfalls vor 150 Jahren, am 26. Mai 1868, erhielt Alfred Nobel das US-Patent für seinen Dynamit.
  • Vor 100 Jahren, am 18. Mai 1918 ist der schwäbische Erfinder Louis Leitz in Stuttgart verstorben:
    Er erfand 1886 den Leitz-Ordner. Zusammen mit den erst in dieser Zeit aufkommenden Lochern konnte Papierkram nun zügig abgeheftet und Platz sparend ins Regal geräumt werden.
    Dank Leitz-Loch (wieder was Triviales? Die einfachen Dinge erleichtern das Leben!) waren die Papiere dann sehr schnell wieder aus dem Regal und mittles Hebelmechanik griffbereit auf dem Tisch.

Wer interessante historische Fakten aufgabelt, bitte Info an mich.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!

Rainer Specker 1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.