Nachrichten: März 2026

Depesche März 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den März 2026.

Museum seit 1. April offen

Wir freuen uns sehr, dass das Museum wieder offen hat!
Am 1. April starteten wir in die neue Saison.
Unsere Tageskasse hat wieder geöffnet:
Dienstag bis Sonntag
13:00 bis 16:30 Uhr
letzter Einlass 16:00 Uhr
… und wie immer jeden Montag von 17:00 bis 19:00 Uhr Museumstreff für Vereinsmitglieder und besonders Interessierte.
Achtung: Kein Museumstreff am Ostermontag!
Führungen und Kindergeburtstage sind das ganze Jahr über möglich, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

Vielen Dank an alle Helfer

Vielen Dank an die zahlreichen Helfer, die beim Museumsputz und beim Geräteschleppen für den Umbau der Ausstellung geholfen haben!
Das Museum ist wieder blitzeblank, und unsere Wechselausstellung ist komplett neu aufgebaut.

Ausstellung 2026

Vor 70 Jahren startete PEK Electronic in Tettnang mit Entwicklung, Produktion und Vertrieb elektronischer Geräte.
Auf die Firma gehen zahlreiche weitere Firmen, die Elektronikschule des Handwerks und die Elektronikschule Tettnang zurück – heute würde man sagen, dass wir hier ein kleines "Silicon Valley" haben. Oder eine Silicon Endmoräne... (Tettnang steht ja bekanntlich auf einer Formation aus der letzten Eiszeit).
Weshalb eigentlich Silicon?
Nun, das ist die englische Bezeichnung für Silizium, dem Material, aus dem seit Mitte/Ende der 18970er-Jahre bis heute etliche elektronische Bauteile gemacht sind wie zum Beispiel Transistoren und vor allem alle üblichen Mikroprozessoren.
Die Ausstellungsbeschreibung ist auf unserer online einsehbar unter
www.emuseum-tettnang.de/labels/salon/pek70/.

Das Museum in der Presse

  • Am 20. März erschien in der Schwäbischen Zeitung ein großer Bericht mit zwei Bildern in der Tettnanger Ausgabe, später kam der Bericht auch in weiteren Ausgaben.
    Herzlichen Dank an Redakteurin Angela Schneider, die über unser technisches Thema einen für alle Leute verständlichen Text verfasst hat!
    www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/was-die-stadt-70-jahre-praegte-wollen-sie-allen-zeigen-aber-sie-brauchen-noch-hilfe-4439882
  • Zur Museumsöffnung erschien ein weiterer längerer Artikel mit Bild eines Oszilloskops von der Firma PEK mit Schriftzug
    "Dr. Jng. Paul E. Klein
    Tettnang/Bodensee"
    Auch hier vielen Dank an die Redaktion der Schwäbischen Zeitung!
    Der Artikel erschien in der gedruckten Ausgabe.

Kommende Termine

Über diese Termine habe ich ausführlich in der letzten Museumsdepesche geschrieben, hier zur Erinnerung nochmal in Kurzform: - 17. April 2026: Metropolis Live im Kulturraum Casino in Friedrichshafen – Filmmusik live aus analogen Synthesizern und – neu – auch aus dem einen oder anderen Signalgenerator des Elektronikmuseums, gespielt von Antonio Bras. Infos und Karten unter www.kulturhaus-caserne.de/METROPOLIS_LIVE___Filmkonzert_von_Antonio_Bras_-1-2-3410.html. - 24. April 2026 14:00 bis 18:00 Uhr: Tag der offenen Tür an der Elektronikschule Tettnang. - 26. bis 28. Juni 2026: Ham Radio in Friedrichshafen, Aufbau Donnerstag, den 25. Juni.

Sonderöffnungszeiten und Vorführungen im Elektronikmuseum

  • An den beiden verkaufsoffenen Sonntagen am 3. Mai und am 25. Oktober 2026,
  • am internationalen Museumstag (17. Mai 2026) und
  • am Bähnlesfest bzw. Tag des offenen Denkmals (13. September 2026), Museumsöffnung an diesem Tag bereits um 10:00 Uhr,

werden wir unser Museum öffnen und ausgewählte Geräte vorführen.
Am 4. und 5. Juli 2026 (Samstag und Sonntag) werden wir wieder auf der Aktionswiese des Montfortfests unsere beliebten Kinderlötaktionen anbieten.
Bitte merkt Euch diese Termine vor. Wir sind froh an Helfern.

Historisches

  • Vor 150 Jahren, am 5. März 1876, wurde Claude Joseph Édouard Belin im französischen Vesoul geboren.
    Er erfand 1907 ein Verfahren zur Bildtelegrafie, einer Art Telefax. Bilder aus leitfähigem Material wurden auf eine Walze gespannt und elektrisch abgetastet. Übertragen wurde über eine Telegrafenleitung. Die Gegenseite hatte eine Art Drucker, der das empfangene Bild zu Papier brachte – ebenfalls auf einer Walze eingespannt.
    Das Gerät namens Belinograph wurde bald erfolgreich für Fahndungsaufgaben eingesetzt (man kennt es vielleicht aus manchen Schwarz-Weiß-Krimis). Bereits im März 1908 wurde das erste Fahndungsfoto eines Juwelenräubers von Berlin nach Paris übertragen, der Täter daraufhin gefasst.
    Mehr dazu zum Beispiel bei Fotomagazin.de unter www.fotomagazin.de/bild/geschichte/die-geschichte-der-bilduebertragung/#google_vignette.
    Übrigens: Im Depot des Elektronikmuseums ist ein Gerät vorhanden mit diesem Übertragungsprinzip.
  • Vor 50 Jahren, am 4. März 1976, starb Walter Schottky in Oberfranken (geboren am 23. Juli 1886 in Zürich).
    Walter Schottky war einer der bedeutendsten Forscher in der Elektronik.
    Ich selber habe im beruflichen Alltag regelmäßig mit "Schottky-Dioden" zu tun, elektronische Bauteile, deren Theorie Walter Schottky entwickelt hat und die aus heutiger Leistungselektronik nicht wegzudenken sind.
    Ein ausführlicher Artikel mit wenig Werbung findet sich auf Pro-Physik.de unter
    pro-physik.de/nachrichten/von-der-nachrichtentechnik-zur-halbleitertheorie.
  • Ebenfalls vor 50 Jahren, am 26. März 1976, versendete das erste Staatsoberhaupt eine E-Mail.
    Und zwar war das die damals 49 Jahre alte Queen Elizabeth II.
    Okay, sie hatte den Text nicht geschrieben und sich lediglich als HME2 legitimiert, aber das lassen wir mal gelten. HME2 steht dabei für Her Majesty Elizabeth II.
    Es war auch keine E-Mail, wie wir sie heute kennen, sondern ein Vorgänger namens ARPANET (ARPA ist ein Akronym für die amerikanische Advanced Research Projects Agency).
    Die Geschichte dahinter lässt sich zum Beispiel auf Bayern 2 nachlesen unter www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/queen-erste-email-100.html.
  • Vor 20 Jahren, am 21. März 2006, wurde der erste "Tweet" versendet – im neuen Kurznachrichtendienst Twitter. "just setting up my twttr" sendete Twitter-Gründer Jack Dorsey aus San Francisco. Er arbeitete für die dortige Firma Odeo.
    "To tweet" heißt übersetzt "zwitschern".
    Der Gedanke des neuen Mediums war, dass man anderen etwas kurz "zwitschern" konnte, im Sinne von ihm etwas "zuflüstern". Und das mit maximal 140 Zeichen.
    Inzwischen gehört der Kurznachrichtendienst Elon Musk, der ihn von "Twitter" in "X" umbenannt hat.
    Einige Geschichten und Legenden um Twitter finden sich beim Schweizer Tagesanzeiger unter www.tagesanzeiger.ch/das-war-der-erste-tweet-958567525962.
    Übrigens: Maßgeblich bei der Programmierung beteiligt war der Deutsche Florian Weber, wie zum Beispiel beim Spiegel nachzulesen ist.
    www.spiegel.de/netzwelt/web/internet-saga-wie-ein-deutscher-twitter-das-zwitschern-lehrte-a-757645.html

Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Interessierten ein frohes und gesegnetes Osterfest!


Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.