Nachrichten: Presse

Depesche Februar 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Februar 2026.

Museumsputz am 21. März um 13:00 Uhr

Wie jedes Jahr, putzen wir unser Museum vor Ausstellungsöffnung gründlich durch:
Staub auf und Fingerabdrücke an den Vitrinen entfernen, Geräte aufpolieren, alles wieder zurecht rücken...
Das macht am meisten Spaß und wird in einigermaßen kurzer Zeit fertig, wenn wir viele Helfer haben.
Im Anschluss werden wir noch zusammen die Tettnanger Gastronomie zu genießen, wer mit möchte.
Reinigungsmittel und -utensilien sind in ausreichender Anzahl vorhanden.
Also: Bitte helfen! Vielen Dank!

Ausstellung 2026

Die Vorbereitungen zu unsere diesjährigen Wechselausstellung zu Tettnangs Tüftlern und Denkern sind in vollem Gange. Insbesondere die Geschichte der Firma PEK wird präsentiert, gespickt mit reichlich persönlicher Erfahrungen.
Vielen Dank schon mal an alle, die uns mit Material versorgt haben!
Weiterhin brauchen wir Fotos aus der Tettnanger Elektronik-Gründerzeit, von denen die Bildrechte bekannt sind und die wir in unserem Online-Museumsführer veröffentlichen können. Ein Foto-Scanner ist vorhanden.
Bitte bei mir unter Rainer.Specker@elektronikmuseum.org melden. Danke!

Museumsöffnung am Mittwoch, dem 1. April

Am 1. April öffnet unsere Tageskasse für den Publikumsverkehr.
Führungen und Kindergeburtstage sind auch vor diesem Termin nach Absprache per Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org möglich.
Die genauen Zeiten sind momentan noch in Abstimmung und werden zeitnah unter www.emuseum-tettnang.de veröffentlicht.

Das Museum in der Presse

Tag der offenen Tür in der Elektronikschule

Am Freitag, dem 24. April von 14:00 bis 18:00 Uhr präsentiert die Elektronikschule Tettnang ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Dazu kommen Präsentationen von Schülern, die guten Einblick in ihr Tun zulassen.
Etliche Firmen aus Tettnang und Umgebung sind ebenfalls vor Ort, um künftige Mitarbeiter kennenzulernen.
Das Elektronikmuseum ist auch dieses Jahr mit einem Stand vertreten.
Vielleicht gelingt es uns, weitere Mitglieder zu werben?
Sehr interessant ist der Tag der offenen Tür allemal, auch für jemand, der seine Ausbildung bereits hinter sich hat:
Insbesondere auf der Jobbörse trifft man sehr interessante Leute für gute Gespräche.
Mehr Infos zum Tag der offenen Tür unter
www.elektronikschule.de/index.php/ueber-uns/schulgebaeude/8-aktuelles/444-tag-der-offenen-tuer-2026

Metropolis Live – 17. April 2026 in Friedrichshafen

Letztes Jahr in Tettnang, am 17. April im Kulturraum Casino in Friedrichshafen (Fallenbrunnen):
Metropolis live, das Filmkonzert.
Unser Mitglied Antonio Bras vertont den Science-Fiction-Stummfilm aus dem Jahr 1927 live mit passenden Techno-Klängen aus allerlei analogen Synthesizern, und dieses Mal auch aus dem einen oder anderen historischen Signalgenerator aus dem Elektronikmuseum.
Ich habe die Aufführung in Tettnang voller Begeisterung erleben dürfen und auch schon Karten für das kommende Event gelöst. Es lohnt sich!
Infos und Karten beim Veranstalter unter
www.kulturhaus-caserne.de/METROPOLIS_LIVE___Filmkonzert_von_Antonio_Bras_-1-2-3410.html

Ham Radio vom 26. bis 28. Juni 2026

Auch dieses Jahr wird sich das Elektronikmuseum mit einem Stand auf der Ham Radio präsentieren.
Messe ist vom 26. bis zum 28. Juni (Freitag bis Sonntag), Aufbau am Donnerstagabend davor.
Wir bitten darum, den Termin vorzumerken: Wie jedes Jahr, brauchen wir Helfer am Stand!
Wir bieten an zwei bis drei Lötplätzen Lötübungen an.
In erster Linie geht es darum, Besucher ins Museum zu locken und neue Vereinsmitglieder zu werben.

Historisches

Neue Exponate

Gleich zwei hochinteressante Stücke wurden uns am vergangenen Montag gespendet:

Schallplattenschneidegerät

Ein Schallplattenschneidegerät aus den 1930er-Jahren, das laut Spender ursprünglich dem Sänger Rudolf Schock (4.9.1915 – 13.11.1986) gehörte.
Der Schneidekopf ist von der noch heute bekannten Nobelfirma Neumann.
Bei der Spende dabei sind neben den seltenen Schneidsticheln auch einige Rohlinge aus Decelith dabei, schön verpackt in quadratischen Blechschachteln.
Wir freuen uns sehr über dieses Exponat!

Kuriose Buchungsmaschine

Die Entscheidung, voluminöse Exponate anzunehmen, fällt in Anbetracht des knappen Lagerplatzes nicht leicht.
Wenn dann allerdings eine Buchungsmaschine angeboten wird, von der es vermutlich nur ein einziges Exemplar gibt, ist das schon was Besonderes und gehört ins Museum.
Da muss eben etwas anderes Weichen.
Unser neues Stück besteht aus einem Tisch, oben drauf ein Aufbau, der einer großen Schreibmaschine gleicht.
Taylorix Fixocont steht drauf – die Fima Taylorix war für mechanische Buchungsmaschinen bekannt.
Sehr selten ist der Typ "Fixocont":
Im Web findet Google genau einen einzigen Treffer, und zwar in einem Katalog des Schreibwarenhändlers Pelikan.
Pelikan bot ein Farbband für eine "Taylorix Fixocont 700" an. Ob das unser Modell ist, ist bislang unklar.
Schaut man ins Schränkchen unter dem Tisch, wird es wirklich spannend.
Zuerst fällt einem das Schild auf "Vorsicht! Vor Berühren des Gerätes Netzstecker ziehen!".
Im Schrank drin sitzt dann eine mechanische Rechenmaschine des Herstellers Walther, Typ 630.
Die Maschine auf dem Tisch hat Kontakte eingebaut, die über dicke Kabel Elektromagnete unterm Tisch steuern und die Tasten der mechanischen Rechenmaschine betätigen.
Das Ergebnis wird über eine Kontaktplatte ausgelesen, über mehr als 50 Relais weiter verarbeitet und wieder über Kabel nach oben geführt.
Dort angebrachte Elektromagneten betätigen wiederum Typenhebel für die Zahlenausgabe aufs Papierformular.
Was für ein Aufwand!
Eine Walther Typ 630 findet Google nicht.
Wir können daher davon ausgehen, dass es keine weiteren Maschinen dieses Typs gibt.
Fündig wird man lediglich bei der Suche nach einem Typ 631.
Wir sind sehr gespannt, ob wir wieder Leben in dieses Gerät bringen!
Sehr spannend wird es sicher, herauszufinden, wie man das Ding bedient...

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Oktober 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Oktober 2025.

Saisonabschluss 2025

Wir dürfen auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Zahlreiche Besucher kamen über die Tageskasse ins Museum (die Besucherstatistik ist noch nicht ausgewertet).
Das Museum ist auch in der Wintersaison zugänglich:
Führungen und Kindergeburtstage finden ganzjährig statt nach Terminabsprache per Mail oder Telefon.
Ebenso das ganze Jahr über gibt es den Museumstreff von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Hier treffen sich Vereinsmitglieder zum Reparieren, Restaurieren, Archivieren und Fachsimpeln.
Es sind auch besonders Interessierte willkommen, die (noch?) nicht Vereinsmitglied sind, zum Beispiel, um sehr spezielle Technikfragen zu stellen.
Der Museumstreff ist auch eine ideale Gelegenheit, sich über Kindergeburtstage und Führungen zu informieren.
Der Eintritt ist frei.

Neue Exponate

Wir haben nun einen funktionierenden Computer der Firma Commodore, Typ VC 20 im Bestand.
Es war der erste Heimcomputer der Firma, der vor 45 Jahren, am 25. September 1980 unter der Bezeichnung VIC 1001 in Japan auf den Markt kam. Im Jahr 1981 begann der Verkauf in Amerika als VIC 20, und später als VC 20 in Europa.
Die Form des Rechners dürfte dem einen oder anderen bekannt vorkommen:
Der 1982 erschienene C64 sah optisch gleich aus, er hatte lediglich eine etwas andere Farbe.
Das Gerät ermöglicht einen sehr schönen Einblick in die Anfänge der Heimcomputerzeit mit acht Bit, 16 Farben und 40 x 25 Zeichen auf dem Fernseher als Bildschirm.
Mehr zum Gerät findet man zum Beispiel unter retroport.de/vc20-vic20-2/.

Erfolgreicher Messeauftritt

Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 fand im Neuen Schloss Tettnang eine Ehrenamtsmesse statt.
Die Messe wurde rege besucht, manch Interessierter konnte sich dort über unseren Verein informieren.

Das Museum in der Presse

Im Rahmen der Berichterstattung zur Ehrenamtsmesse wurde der Förderverein des Elektronikmuseums gelegentlich in der Schwäbischen Zeitung erwähnt, wie zum Beispiel am 19. September (www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/neue-messe-soll-ehrenamt-in-den-vordergrund-stellen-3931170) und vor allem im Nachbericht "Premiere der Ehrenamtsmesse stößt auf großes Interesse", der am 21. Oktober in der Schwäbischen Zeitung erschienen ist (nicht kostenlos online abrufbar).

Historisches

  • Jubiläen zum Thema Fernsehen gibt es ja zahlreich.
    Ein sehr wichtiges stellt sicherlich dieses dar, legte es doch den Grundstein für das drahtlose Fernsehen:
    Vor 100 Jahren, am 30. Oktober 1925, gelang John Logie Baird aus Schottland die erste drahtlose Übertragung eines bewegten Bildes.
    Hervorragend aufgearbeitet ist die Geschichte dahinter im Fernsehmuseum.info zu finden:
    www.fernsehmuseum.info/die-baird-story-1.html
  • Vor 95 Jahren, am 1. Oktober 1930, wurde Golfgang Giloin in Sobernheim in Rheinland-Pfalz geboren.
    Er studierte in Stuttgart, danach entwickelte er bei Telefunken den Analogrechner RA 770 – seinerzeit galt der Rechner als bester Analogrechner der Welt.
    In den 1960er- bis in die 1980er-Jahre hinein konnten bestimmte mathematische Berechnungen noch nicht auf (bezahlbaren) digitalen Computern berechnet werden, sehr wohl aber auf analogen.
    Im Blog-Beitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter blog.hnf.de/in-memoriam-wolfgang-giloi-1930-2009/ ist auch ein Bild enthalten, wo er neben einem Analogrechner Typ Telefunken RA 740 aus dem Jahr 1966 steht.
    Ein Exemplar dieses Rechners ist auch im Elektronikmuseum in der Ausstellung zu sehen.
    Mit etwas gutem Willen und sachtem Draufklopfen funktioniert dieser Analogrechner meistens sogar.
  • Vor 85 Jahren, am 4. Oktober 1960, wurde mit Courier 1B der erste Satellit ins Weltall geschossen, der Signale wie zum Beispiel Töne und Bilder übertragen konnte.
    Da er auf einer niedrigen Umlaufbahn war und daher nicht mit dem Erdumlauf synchronisiert, wurden von einer Stelle Signale zum Satelliten hochgefunkt, die dieser auf Magnetband aufzeichnete.
    Wenn er daraufhin den Sichtbereich der Empfangsantenne passierte, spielte er die zuvor aufgezeichneten Signale ab und sendete sie zur Erde zurück.
    Das Experiment ging aufgrund eines Fehlers lediglich 17 Tage gut.
    Mehr dazu auf der privaten Homepage des Raumfahrt-Hobbyisten Bernd Leitenberger: unter www.bernd-leitenberger.de/fruehe-kommunikationssatelliten.shtml.
  • Vor 80 Jahren, am 8. Oktober 1945, wurde der Mikrowellenherd zum Patent angemeldet.
    Erfunden hat ihn der Amerikaner Percy Spencer.
    Immerhin zwei Dollar erhielt er als Prämie für seine Erfindung.
    Die spannende Geschichte hinter Spencers Entdeckung der Aufwärmung durch Mikrowellen und welche Rolle sein Schokoriegel dabei spielte, ist beim WDR zu lesen unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-patent-mikrowelle-100.html.
  • Vor 60 Jahren, am 14. Oktober 1965 wurde auf der Weltausstellung in New York der erste Kleincomputer der Geschichte vorgestellt.
    Die Olivetti Programma 101 war der erste frei programmierbare "kleine" Rechner.
    Er arbeitete bereits mit Transistoren.
    Wir sind sehr stolz darauf, einen solchen Rechner in der Ausstellung des Elektronikmuseums zu haben.
    Angeschafft hatte ihn Statiker B. Jehle aus Friedrichshafen seinerzeit, um seine komplizierten Berechnungen in wenigen Stunden anstatt wie vorher in drei Wochen erledigen zu können.
    Mehr zum Rechner und der Geschichte dahinter ist beim HNF-Blog zu lesen unter
    blog.hnf.de/der-erste-desktop-olivetti-programma-101/.
  • Vor 30 Jahren, am 19.10.1995, wurde der Fernsehsatellit Astra 1E ins Weltall gebracht.
    Mit Astra 1E startete das digitale Satellitenfernsehen.
    Mehr dazu zum Beispiel beim WDR unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-satellit-astra-digitalfernsehen-100.html.

SRF Archiv

MTW vom 20.10.2005
Im Schweizer Archiv bin ich auf diese Sendung MTW – Menchen, Technik, Wissenschaft gestoßen, in der das Schweizer Zeitnormal vorgestellt wird (Minute 31:25).
In Minute 42:13 ist noch eine Weltpremiere enthalten:
Die Sendung MTW war europaweit die erste, die man als Video-Podcast abrufen konnte!
www.srf.ch/play/tv/mtw/video/mtw-vom-20-10-2005?urn=urn:srf:video:a5bbaec0-0cfc-4d47-9a50-17215242d6c6

ARD Retro

Rotlichtblitzer in Frankfurt, 22.10.1965
www.ardmediathek.de/video/hr-retro-oder-hessenschau/rotlichtblitzer-gegen-ampelsuender/hr/OWViYmZlMzMtNDIzZi00NWJkLTg4YTctNmViNDE1ODA4Yzlh
Hersteller des Geräts war die Düsseldorfer Firma Robot Foto und Electronic GmbH, die heute noch – als Teil der Firma Jenoptik – Verkehrsüberwachungsgeräte herstellt.
Die Firma PEK in Tettnang stieg später in das Geschäft der Verkehrsüberwachung ein.
Der Geschäftsbereich wurde später als Firma eso in Tettnang weitergeführt, die, inzwischen Teil der Firma Kistler, immer noch "Blitzer" baut.

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche September 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den September 2025.

Ehrenamtsmesse am 18. Oktober

Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 von 10:00 bis 14:00 Uhr findet im Neuen Schloss Tettnang eine Ehrenamtsmesse statt.
Hier stellen die meisten Tettnanger Vereine aus, wir sind selbstverständlich auch mit dabei. Es geht um Werbung für neue Mitglieder.
Wir versuchen im Speziellen, Helfer für unsere Kinder- und Jugendveranstaltungen zu rekrutieren.
Mehr zur Veranstaltung unter www.tettnang.de/de/kalender/gemeldete-veranstaltungen/2025/oktober/2025-10-18-ehrenamtsmesse-engagiertt/.

Tag des offenen Denkmals

Am Bähnlesfest-Sonntag, 14. September 2025, war auch Tag des offenen Denkmals, wo auch das Elektronikmuseum Tettnang teilnahm.
Es gab Themenführungen zu einzelnen Exponaten mit Schwerpunkt auf Tonaufzeichnung.
Nicht zuletzt auch, weil wir vor dem Museum einen Geräteflohmarkt aufgebaut hatten, wurden zahlreiche Leute ins Museum gelockt:
130 interessierte Besucher wurden gezählt!

Historisches

  • Vor 135 Jahren, am 16. September 1890, um 14.42 Uhr stieg in Dijon Louis Le Prince in den Zug nach Paris ein.
    Der Franzose Louis Le Prince war Chemiker, Erfinder und Filmpionier.
    1888 machte er mit seiner Kamera für Papierfilm seine ersten chronofotografischen Aufnahmen.
    Damit hatte er eine zeitliche Abfolge von Bildern in der Hand.
    In rascher Folge betrachtet, erschien ein bewegtes Bild – der Film war geboren.
    Am genannten Septembertag bestieg er den Zug und wurde danach nicht mehr gesehen.
    Er blieb verschollen. Was genau passierte, wurde nie geklärt.
    Die spannende Geschichte dahinter lässt sich beim Bayrischen Rundfunk nachlesen unter
    www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/louis-le-prince-kino-filmpionier-100.html.
  • Vor 75 Jahren, gut zwei Wochen nach der ersten Volkszählung in der DDR, gab es die erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland.
    Der zugehörige Gesetzesentwurf ist heute noch beim Deutschen Bundestag abrufbar unter
    dserver.bundestag.de/btd/01/009/0100982.pdf.
    Es war weit mehr, als Zählen von Personen: Ab Seite 7 werden die einzelnen Fragen gelistet.
    Statistiken über die Menge an Fragen an alle Haushalte war ohne Computer-Unterstützung nicht zu handhaben.
    Daher wurden für die Auswertung alle Ergebnisse in Lochkarten gestanzt und einem Elektronengehirn gefüttert.
    Mehr dazu im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter
    blog.hnf.de/1950-die-erste-volkszaehlung-der-bundesrepublik/.
  • Vor 65 Jahren, am 14. September 1960, wurde der Film "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" im Kino in Stuttgart uraufgeführt.
    Im Film überwachen Verbrecher ein Hotel von einem Kontrollraum im Keller aus durch und durch mit Videokameras.
    Im Internetarchiv kann man den Film in voller Länge anschauen:
    archive.org/details/die-1000-augen-des-dr.-mabuse-1960
    Neben dem aufwändig inszenierten Fernseh-Kontrollraum (z. B. bei Stunde 1:27) findet man etliche damals zeitgemäße Technik im Film.
    Regie führte Fritz Lang.
    Er war auch der Regisseur beim filmischen Metropolis, dessen Live-Vertonung durch unser neues Vereinsmitglied Antonio Bras am 17. April 2026 in Friedrichshafen geplant ist.
    Interessante Hintergründe zum Film finden sich im Blog des HNF unter
    blog.hnf.de/george-orwell-in-haselhorst/.

ARD Retro

"Hübsche, verheiratete Damen mit überzeugender Stimme" betreiben Telefonmarketing.
Film vom 17. September 1965:
www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/firma-betreibt-modernes-telefon-marketing/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMDRmOTcxNWUtODJjMy00ODQ5LWE4MWMtYjA5YjUzMmE2Y2Jm

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Juli/August 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für Juli und August 2025.

Dr. Angelika Barth gestorben

Wir trauern um Frau Dr. Angelika Barth, die am 27. August verstarb.
Sie leitete über 30 Jahre bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2017 das Stadtarchiv und das Montfortmuseum Tettnang, um das sie sich leidenschaftlich und mit großem Einsatz gekümmert hatte.
Das Montfortmuseum wurde später in Stadtmuseum umbenannt und befindet sich im selben Gebäude wie das Elektronikmuseum. Es ist derzeit geschlossen.

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, dem 14. September 2025 findet in Tettnang das Bähnlesfest statt.
Am selben Tag ist in ganz Deutschland Tag des offenen Denkmals, anlässlich dessen das Elektronikmuseum von 14:00 bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet hat.
Um 15:00 und 16:00 Uhr gibt es, ebenfalls kostenlos, jeweils eine ca. halbstündige Führung durch die aktuelle Ausstellung mit Vorführung ausgewählter Exponate.
Wir freuen uns sehr, wenn wir Unterstützung durch unsere Vereinsmitglieder haben! Wer Zeit hat, bitte einfach mal ins Museum schauen. Vielen Dank im Voraus!
Das Programm zum Tag des offenen Denkmals kann man unter www.bodenseekreis.de/fileadmin/06_bildung_kultur/kultur/kreisarchiv/tag-des-offenen-denkmals/br_denkmaltag_2025.pdf herunterladen.

Geräteflohmarkt

Ebenfalls am 14. September von 11:00 bis 16:00 Uhr gibt es einen Geräteflohmarkt vor und im Elektronikmuseum (Aufbau: 10:00 Uhr):
Wir haben viele Geräte doppelt, und es sind viel zu viele Messgeräte im Bestand. Wir hoffen, dass der eine oder andere ein Gerät brauchen kann. Ansprechpartner im Museum zum Flohmarkt ist Horst Willers.
Hier noch eine kleine Bitte:
Bitte seht davon ab, Geräte unangekündigt ins Museum zu bringen. Wir bitten sehr, vorher anzufragen, ob wir die Geräte auch brauchen können, und dann einen Termin auszumachen.

Die kreative Welt von Antonio Bras

Auf der letzten Ham Radio kam ein großartiges Event am Stand des Elektronikmuseums zustande: Klangkünstler und Komponist Antonio Bras alias BINAR kreierte mit alten und neuen Geräten Soundflächen, die wir so zuvor noch nie gehört haben.
Auf Regio TV kam ein Beitrag über Antonio, der unter
www.regio-tv.de/mediathek/video/die-kreative-welt-von-antonio-bras/
frei angesehen werden kann.
Ab Minute 7:49 geht es im Bericht um den Auftritt auf der Ham Radio, beginnend mit groß zu sehendem Schriftzug "Elektronikmuseum Tettnang", und Antonio nimmt Bezug auf unser Museum.
Ganz großer Dank gilt Antonio, dass er – ohne Gage zu verlangen – mit enormem Einsatz dieses Event durchgeführt hat und für die damit verbundene Werbung für unser Museum!
Das ist von unschätzbarem Wert für uns.

Das Museum in der Presse

Historisches

  • Vor 125 Jahren, am 2. Juli 1900, hob der erste Zeppelin namens LZ1 erstmals vom Bodensee ab.
    Einen Hörbeitrag dazu gibt es beim Deutschlandfunk unter www.deutschlandfunk.de/02-07-1900-die-jungfernfahrt-des-ersten-zeppelin-luftschiffs-100.html.
  • Ebenfalls vor 125 Jahren, am 13.08.1900, wurde Eduard Rhein in Königswinter (Nahe Bonn) geboren.
    Der Mann, der sich selbst als Jahrhundertmann bezeichnete, war Autor zahlreicher Schriften und Erfinder der Langspielplatte.
    Sein Füllschriftverfahren sorgte dafür, dass beim Überspielen von Musik auf Schallplatte Rillen mit leisen Stellen enger zusammen in die Schallplattenmatrize graviert wurden als laute: Laute Musik auf der Platte führt zu stärker kurvigen Rillen als leise Musik. Zusammen mit an sich feineren Rillen konnte man mit dem Verfahren – je nach Musik – etwa doppelt so lange auf die Platte aufzeichnen als vorher. Darum die Bezeichnung "Langspielplatte".
    Daneben meldete er 50 Patente an, wie zum Beispiel einen Radio-Schnellstarter.
    Eduard Rhein war Autor zahlreicher Bücher wie zum Beispiel "Normung im Rundfunk" (1927) oder "100 Jahre Schallplatte" (1987, im Bestand des Elektronikmuseums).
    Eduard Rhein gründete in den Anfangsjahren des Rundfunks die Programmzeitschrift "Hör zu!" (erste Ausgabe am 11.12.1946) und war bis November 1964 deren Chefredakteur.
    Mehr zu der bemerkenswerten Persönlichkeit im Portal Rheinische Geschichte unter www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/eduard-rhein-/DE-2086/lido/6033b2b35f6f86.53301790.
  • Vor 40 Jahren, am 23. Juli 1985 stellte die einst sehr erfolgreiche Firma Commodore den Computer "Amiga" im New Yorker Lincoln Center vor.
    Das Gerät war für damalige Verhältnisse äußerst modern – es war bereits multitaskingfähig und besaß ein modernes 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk.
    Der Computer hatte eine grafische Bedienoberfläche, die man mit einer Maus bedienen konnte.
    Zum Amiga gibt es einen Blogbeitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF. Interessant ist der Verweis auf ein anderthalbstündiges Youtube-Video mit Frank Elstner, dessen interessanteste Stellen im Artikel beschrieben sind.
    blog.hnf.de/vorhang-auf-fuer-den-amiga/.
    Im Elektronikmuseum Tettnang steht ein Exemplar in der Rechnerausstellung.
  • Vor 30 Jahren, am 16. Juli 1995, ging Amazon online.
    Der erste erhältliche Artikel ar das Computerbuch "Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought" von Douglas Hofstadter.
    Amazon-Gründer Jeff Bezo wollte damit vorab seinen Online-Buchhandel daraufhin testen, ob er sich lohnt, wenn Bücher 30 % unter dem Ladenpreis verkauft werden.
    Zwischen allerlei Werbung steckt im Online-Portal Business Insider ein Artikel mit Bildern und kuriosen Fakten zu Amazon:
    www.businessinsider.de/wirtschaft/handel/amazon-14-kuriose-fakten-aus-den-anfangstagen/.
    Keine Werbung – dafür auch keine Bilder – sind beim WDR zu sehen: www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-amazon-geht-online-100.html.
  • Vor 25 Jahren, am Am 26. Juli 2000, wurde das Patent Nummer EP 672994 vom Europäischen Patentamt genehmigt. Es beschreibt den QR-Code, QR steht für "Quick Response", also "schnelle Erkennung".
    (Link zum Patent: depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=EP000000672994B1&xxxfull=1.)
    Erfunden hat die Codes die japanische Firma Denso bereits 1994, ein Jahr später reichte es Erfinder Masahiro Hara auch beim Europäischen Patentamt ein.
    Das ließ sich dann Jahre Zeit bis zur Patenterteilung.
    Vorteil des Codes ist seine hervorragende Erkennbarkeit aus allen Blickrichtungen, weshalb eine Auswertung so rasch möglich ist.
    Die Kästchen mit dem schwarzweißen Karomuster und Quadraten in drei Ecken dürften kaum jemandem entgangen sein.
    Zum Beispiel können Besucher des Elektronikmuseums Beschreibungen zu Exponaten aufrufen, deren Internetlink im QR-Code verborgen ist.
    Nicht nur Weblinks kann man a drin verschlüsseln – in einem Beispiel im HNF-Blog unter blog.hnf.de/schnelle-antwort-schwarz-auf-weiss/ sieht man die QR-Version des Vater Unser.

ARD Retro

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Juni 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Juni 2025.

Montfortfest 5. und 6. Juli 2025: Helfer gesucht

Auch dieses Jahr wird das Elektronikmuseum wieder auf der Aktionswiese des Tettnanger Montfortfests Lötkurse für Kinder anbieten.
Es sollten ständig mindestens vier Personen an den Lötkolben sitzen, plus eine Person für die allgemeine Standbetreuung.
Es wäre super, wenn stets auch mindestens eine Frau am Stand wäre.
Bislang haben sich erst wenige Mitglieder eingetragen.
Wer kurzfristig noch helfen kann, bitte in die Umfrage eintragen.
(Umfragelink entfernt).. Bitte helft mit! Ohne Euch geht es nicht!
Die Organisation der Lötaktion auf der Aktionswiese liegt bei Werner Hoch.

Ham Radio zu Ende

Am Freitag, 27. Juni bis Sonntag, 29. Juni war in Friedrichshafen die Amateurfunkmesse Ham Radio, am Donnerstagabend davor Aufbau.
Wir durften dort wieder unser Museum präsentieren, worauf wir sehr stolz sind!
Über 500 Besucher konnten wir am Stand begrüßen und mit Prospekten versorgen.
Dabei war sogar der Adel vertreten: Wir erhielten Besuch von Angelika und Andreas von und zu Österreich Habsburg-Lothringen Windsor (Angelika ist die Urenkelin des letzten österreichischen Kaisers Karl I.), samt Interview mit dem Online-Radiosender RBSW 4.
Die beiden waren auf der Ham Radio, weil Andreas eine Amateurfunklizenz besitzt.
Inzwischen wird auf der Ham Radio an mehreren größeren Ständen Löten für Kinder angeboten, wobei zwei Stände davon Pflicht für die "Ham Rallye" für Kinder waren.
Am Stand des Elektronikmuseums wurde entsprechend wenig gelötet.
Angeboten wurden die Reißzweckenorgel, das Lichttheremin und Werners künstlerische Lötarbeiten.

ARCHÍ-TÓRA – Industrient Live Performance by BINAR

Ein echtes Highlight war die Ambient-Live-Performance des Künstlers und Komponisten Antonio Bras mit Sängerin Sandra Nußer auf dem Messestand des Elektronikmuseums am Samstag.
Der Künstler verband Sounds von mehreren analogen Synthesizern mit Klängen aus alten, für Messzwecke gebauten Sinus-/Dreieck-/Rechteckgeneratoren des Elektronikmuseums und baute auch Töne von der EMTT-Reißzweckenorgel und des Lichttheremins in seine Performance ein.
Die beiden Bausätze bekamen dafür eigens mit Audio-Ausgänge, so dass sie, mit Effekten versehen, über die Lautsprecheranlage zu hören waren.
Eine kurze Kostprobe aus der Performance kann man auf der Facebookseite des Elektronikmuseums ansehen bzw. -hören.
Man braucht dazu kein Facebook-Konto zu haben.
www.facebook.com/Elektronikmuseum/?locale=de_DE
Eine Tonaufnahme der kompletten Aufführung wird zu einem späteren Zeitpunkt auf Bandcamp veröffentlicht.

Das Museum in der Presse

Historisches

  • Vor 350 Jahren, am 22. Juni 1675, veranlasste der britische König Charles II. die Gründung des Greenwich Royal Observatory.
    Auslöser war, einen weltweit einheitlichen Nullmeridian festzulegen:
    Norden und Süden festzulegen, ist recht einfach: Man orientiert sich an Nord- und Südpol der Erde.
    Da es keinen West- oder Ostpol gibt, muss man irgendeinen Bezug haben für die Koordinaten, wo man sich befindet.
    Der Nullpunkt, also null Grad östliche oder westliche Länge, liegt genau auf der Verbindungslinie vom Nordpol zum Südpol, die durch die Greenwich-Sternwarte läuft.
    Gerade im heutigen Zeitalter der Satellitennavigation ist die exakte Definition eines Koordinatensystems unabdingbar.
    Ich fand eine interessante deutsche Beschreibung im Blog eines Bekleidungsgeschäftes:
    blog.the-british-shop.de/page/view/2025/02/das-greenwich-royal-observatory-ein-meilenstein-der-astronomie-feiert-geburtstag
  • Vor 75 Jahren, am 9. Juni 1950, ging die ARD auf Sendung.
    Neben unzähligen Sendungen und Schriftbeiträgen kann man sich in einer Bildergalerie auf der Website der ARD kurzweilig informieren:
    www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/allgemeines/sendung/70-Jahre-ard-100.html
  • Heute vor 50 Jahren, am 1. Juli 1975, wurde das Citizen Band, kurz CB, für jedermann zum Funken freigegeben. CB-Funk war jahrelang unter Jugendlichen verbreitet, um sich miteinander zu verständigen, ohne Gebühren pro Minute dafür entrichten zu müssen.
    Viele CB-Funker machten später eine Amateurfunklizenz, um mit anderen Frequenzen funken zu dürfen. Der besondere Reiz daran war und ist, dass man mit Amateurfunk ohne Handynetz um die ganze Welt funken kann.
    Einen sehr informativen Artikel dazu findet man auf der Seite eines Funkgeräteherstellers:
    www.wimo.com/de/blog/post/50-jahre-cb-funk

ARD Retro

Fernschreiben – 85.000 km in 0,25 Sekunden:
Die erste kommerzielle Fernschreib-Satellitenverbindung zwischen Amerika und Europa wurde 1965 über den Satelliten Early Bird aufgebaut.
www.ardmediathek.de/video/br-retro/fernschreiben-85-000-km-in-0-25-sekunden/br/Y3JpZDovL2JyLmRlL2Jyb2FkY2FzdFNjaGVkdWxlU2xvdC8yODI1OGMzMS0wMGY5LTRkMDAtODMzOS0zM2MzZmEyMDNhNjA

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.