Nachrichten: Exponate

Depesche Februar 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Februar 2026.

Museumsputz am 21. März um 13:00 Uhr

Wie jedes Jahr, putzen wir unser Museum vor Ausstellungsöffnung gründlich durch:
Staub auf und Fingerabdrücke an den Vitrinen entfernen, Geräte aufpolieren, alles wieder zurecht rücken...
Das macht am meisten Spaß und wird in einigermaßen kurzer Zeit fertig, wenn wir viele Helfer haben.
Im Anschluss werden wir noch zusammen die Tettnanger Gastronomie zu genießen, wer mit möchte.
Reinigungsmittel und -utensilien sind in ausreichender Anzahl vorhanden.
Also: Bitte helfen! Vielen Dank!

Ausstellung 2026

Die Vorbereitungen zu unsere diesjährigen Wechselausstellung zu Tettnangs Tüftlern und Denkern sind in vollem Gange. Insbesondere die Geschichte der Firma PEK wird präsentiert, gespickt mit reichlich persönlicher Erfahrungen.
Vielen Dank schon mal an alle, die uns mit Material versorgt haben!
Weiterhin brauchen wir Fotos aus der Tettnanger Elektronik-Gründerzeit, von denen die Bildrechte bekannt sind und die wir in unserem Online-Museumsführer veröffentlichen können. Ein Foto-Scanner ist vorhanden.
Bitte bei mir unter Rainer.Specker@elektronikmuseum.org melden. Danke!

Museumsöffnung am Mittwoch, dem 1. April

Am 1. April öffnet unsere Tageskasse für den Publikumsverkehr.
Führungen und Kindergeburtstage sind auch vor diesem Termin nach Absprache per Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org möglich.
Die genauen Zeiten sind momentan noch in Abstimmung und werden zeitnah unter www.emuseum-tettnang.de veröffentlicht.

Das Museum in der Presse

Tag der offenen Tür in der Elektronikschule

Am Freitag, dem 24. April von 14:00 bis 18:00 Uhr präsentiert die Elektronikschule Tettnang ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Dazu kommen Präsentationen von Schülern, die guten Einblick in ihr Tun zulassen.
Etliche Firmen aus Tettnang und Umgebung sind ebenfalls vor Ort, um künftige Mitarbeiter kennenzulernen.
Das Elektronikmuseum ist auch dieses Jahr mit einem Stand vertreten.
Vielleicht gelingt es uns, weitere Mitglieder zu werben?
Sehr interessant ist der Tag der offenen Tür allemal, auch für jemand, der seine Ausbildung bereits hinter sich hat:
Insbesondere auf der Jobbörse trifft man sehr interessante Leute für gute Gespräche.
Mehr Infos zum Tag der offenen Tür unter
www.elektronikschule.de/index.php/ueber-uns/schulgebaeude/8-aktuelles/444-tag-der-offenen-tuer-2026

Metropolis Live – 17. April 2026 in Friedrichshafen

Letztes Jahr in Tettnang, am 17. April im Kulturraum Casino in Friedrichshafen (Fallenbrunnen):
Metropolis live, das Filmkonzert.
Unser Mitglied Antonio Bras vertont den Science-Fiction-Stummfilm aus dem Jahr 1927 live mit passenden Techno-Klängen aus allerlei analogen Synthesizern, und dieses Mal auch aus dem einen oder anderen historischen Signalgenerator aus dem Elektronikmuseum.
Ich habe die Aufführung in Tettnang voller Begeisterung erleben dürfen und auch schon Karten für das kommende Event gelöst. Es lohnt sich!
Infos und Karten beim Veranstalter unter
www.kulturhaus-caserne.de/METROPOLIS_LIVE___Filmkonzert_von_Antonio_Bras_-1-2-3410.html

Ham Radio vom 26. bis 28. Juni 2026

Auch dieses Jahr wird sich das Elektronikmuseum mit einem Stand auf der Ham Radio präsentieren.
Messe ist vom 26. bis zum 28. Juni (Freitag bis Sonntag), Aufbau am Donnerstagabend davor.
Wir bitten darum, den Termin vorzumerken: Wie jedes Jahr, brauchen wir Helfer am Stand!
Wir bieten an zwei bis drei Lötplätzen Lötübungen an.
In erster Linie geht es darum, Besucher ins Museum zu locken und neue Vereinsmitglieder zu werben.

Historisches

Neue Exponate

Gleich zwei hochinteressante Stücke wurden uns am vergangenen Montag gespendet:

Schallplattenschneidegerät

Ein Schallplattenschneidegerät aus den 1930er-Jahren, das laut Spender ursprünglich dem Sänger Rudolf Schock (4.9.1915 – 13.11.1986) gehörte.
Der Schneidekopf ist von der noch heute bekannten Nobelfirma Neumann.
Bei der Spende dabei sind neben den seltenen Schneidsticheln auch einige Rohlinge aus Decelith dabei, schön verpackt in quadratischen Blechschachteln.
Wir freuen uns sehr über dieses Exponat!

Kuriose Buchungsmaschine

Die Entscheidung, voluminöse Exponate anzunehmen, fällt in Anbetracht des knappen Lagerplatzes nicht leicht.
Wenn dann allerdings eine Buchungsmaschine angeboten wird, von der es vermutlich nur ein einziges Exemplar gibt, ist das schon was Besonderes und gehört ins Museum.
Da muss eben etwas anderes Weichen.
Unser neues Stück besteht aus einem Tisch, oben drauf ein Aufbau, der einer großen Schreibmaschine gleicht.
Taylorix Fixocont steht drauf – die Fima Taylorix war für mechanische Buchungsmaschinen bekannt.
Sehr selten ist der Typ "Fixocont":
Im Web findet Google genau einen einzigen Treffer, und zwar in einem Katalog des Schreibwarenhändlers Pelikan.
Pelikan bot ein Farbband für eine "Taylorix Fixocont 700" an. Ob das unser Modell ist, ist bislang unklar.
Schaut man ins Schränkchen unter dem Tisch, wird es wirklich spannend.
Zuerst fällt einem das Schild auf "Vorsicht! Vor Berühren des Gerätes Netzstecker ziehen!".
Im Schrank drin sitzt dann eine mechanische Rechenmaschine des Herstellers Walther, Typ 630.
Die Maschine auf dem Tisch hat Kontakte eingebaut, die über dicke Kabel Elektromagnete unterm Tisch steuern und die Tasten der mechanischen Rechenmaschine betätigen.
Das Ergebnis wird über eine Kontaktplatte ausgelesen, über mehr als 50 Relais weiter verarbeitet und wieder über Kabel nach oben geführt.
Dort angebrachte Elektromagneten betätigen wiederum Typenhebel für die Zahlenausgabe aufs Papierformular.
Was für ein Aufwand!
Eine Walther Typ 630 findet Google nicht.
Wir können daher davon ausgehen, dass es keine weiteren Maschinen dieses Typs gibt.
Fündig wird man lediglich bei der Suche nach einem Typ 631.
Wir sind sehr gespannt, ob wir wieder Leben in dieses Gerät bringen!
Sehr spannend wird es sicher, herauszufinden, wie man das Ding bedient...

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Januar 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Januar 2026.

Peter Kammermeier im Dezember 2025 verstorben

Am 7. Dezember 2025 starb der Maschinenbauingenieur Peter Kammermeier in Tettnang.
Er gründete 1969 in Tettnang die Firma "ip systeme GmbH" (ursprünglich Ing.-Büro Peter Kammermeier) und konstruierte im Auftrag der Firma PEK elektronische Geräte.
Nach der Übernahme von PEK durch PHYWE 1973 erweiterte Peter Kammermeier seine Produkte um eigene, zum Teil patentierte Entwicklungen.
Peter Kammermeier, unterstützt von Ehefrau Traudl, konzentrierte sich auf Lehrmittel für den Elektronikunterricht wie Grundversuche und Experimentierplatten. Diese sind DIN A4 oder DIN A3 große Platten mit elektronischen Bauteilen und vielen Buchsen, die Elektronikschüler mit Kabelsalat aus Laborkabeln versehen und mit allerlei Messgeräten verbinden, um elektronische Schaltungen zu untersuchen.
Beliebt, da kompakt und zuverlässig, waren Kammermeiers Experimentierkoffer mit Schaltungen zu unterschiedlichen Lernbereichen.
Peter Kammermeier war recht kreativ – er hat neben seinen Patenten über die Experimentierplatten einen kuriosen Nussknacker zum Patent angemeldet, der mit einer dicken Schraube arbeitet.
Die Firma existierte bis zum 17. April 2013 im Platanenweg im Tettnanger Ortsteil Oberhof.

Jahreshauptversammlung 2026

Die Jahreshauptversammlung wird am 2. März 2026 um 18:30 Uhr im katholischen Gemeindezentrum St. Gallus stattfinden.
Eine separate Einladung mit der Tagesordnung wird in den nächsten Tagen versandt.

Ausstellung 2026

Wie in der letzten Depesche bereits erwähnt, möchten wir das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen, insbesondere der Firma PEK.
Wer etwas dazu beizutragen weiß, wer vielleicht für PEK gearbeitet hat oder beim Aufbau einer anderen Elektronikfirma mitgewirkt hat, die aus PEK entstanden ist: Bitte Info an mich, Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.
Besonders interessiert sind wir an Fotos aus der Tettnanger Elektronik-Gründerzeit, von denen die Bildrechte bekannt sind und die wir in unserem Online-Museumsführer veröffentlichen können. Ein Foto-Scanner ist vorhanden.

Röhren-Kunstwerk

Wir bekamen eine Schachtel mit zahllosen Radio- und Fernsehröhren geschenkt, deren Beschriftung teilweise nicht mehr lesbar war oder die auch verschlissen waren.
Es wäre dennoch schade gewesen, die Röhren wegzuwerfen.
Das sah auch Peter Schweighart so und baute aus den Röhren eine Art Satellit, der nun unseren Radioraum schmückt und geheimnisvoll von innen heraus leuchtet.
Vielen Dank, Peter!

Andere Museen

Meine Frau und ich waren im Januar für ein paar Tage in Dresden. Dort gibt es eine große Zahl sehenswerter Museen.
Ein außergewöhnliches Museum befindet sich in der ehemaligen Kamerafabrik der Firma Ernemann.
Schon das Gebäude ist sehenswert, wunderschön die Chefetage.
Im Museum befindet sich auf einer Etage eine ausgiebige Sammlung historischer Foto- und Filmkameras.
Die anderen Stockwerke erinnern etwas ans Elektronikmuseum, nur größer.
Je eine separate Ausstellungsfläche haben unter anderem - historische Schreibmaschinen, darunter einer von nur zwei existierenden Prototypen der ersten serienmäßig hergestellten Schreibmaschine, - Rechenmaschinen, - in der DDR hergestellte (und teils von der Firma "digital" abgekupferte) kleinere und größere Rechner, funktionsfähig. - Dienstags sind Mitglieder des dortigen Fördervereins im Museum und zeigen gerne Details. Unser Besuch war an einem Dienstag... - Eine funktionierende Steuerung einer elektronischen Stadionanzeige aus dem Heinz-Steyer-Stadion aus 1978.

Sehr schön ist auch die ausführliche Ausstellung zu Puppen- und Zeichentrickfilmen.
Ihr merkt, uns hat das Museum gefallen. Website des Museums: tsd.de/

Historisches

  • Vor 100 Jahren, am 7. Januar 1926, konnte man zum ersten Mal "unterwegs" telefonieren.
    Und zwar in einem fahrenden Zug.
    Ermöglicht wurde das durch Antennen, die die Telefonsignale auf Leitungen übertrugen, die parallel zu den Bahntrassen montiert wurden.
    Welch beispiellose Geschichte das mobile Telefonieren nach sich zog, dürfte inzwischen jeder zu spüren bekommen haben.
    Im Museum für Telekommunikation in Frankfurt a. M. gibt es eine Sonderausstellung zum Jubiläum, die auch online interessant dokumentiert ist:
    www.digitales-museum-fuer-kommunikation.de/expotizer-unterwegs-telefonieren/
  • Meist ist es nicht ein einziger Entwicklungsschritt oder ein einzelnes Ereignis, das man als Startschuss einer neuen Technologie bezeichnen kann.
    Es sind viele einzelne, manchmal kleinere, manchmal größere Schritte.
    Einer davon ist ganz klar eine Erfindung des Schotten John Logie Baird:
    Vor 100 Jahren, am 26. Januar 1926, führte Baird erstmals einen Apparat vor, der Bildsignale elektrisch übermittelte.
    Das Fernsehen war geboren.
    Kamera und Empfänger funktionierten mechanisch mit einer rotierenden Lochscheibe, übertragen wurde das Bild mittels elektrischer Signale.
    Immerhin aus 30 Zeilen bestand das Bild, das man durch eine Optik im Empfänger betrachten konnte.
    Mehr dazu im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF unter blog.hnf.de/100-jahre-fernsehen/.
    Im Elektronikmuseum befindet sich ein Modell eines "Televisors", so nannte Baird seinen Fernsehempfänger.
    Übrigens: Ein Original entdeckte ich beim Besuch der Technischen Sammlungen Dresden.
  • Vor 90 Jahren, am 4. Januar 1936, wurden erstmals Musik-Charts veröffentlicht. Die "Billboard Charts" richteten sich zunächst an Fachpublikum.
    Für die Vermarktung von Musik und auch für die Betreiber von Musikboxen spielten solche Statistiken eine wichtige Rolle.
    Statistik war auch im Kleinen wichtig: Wenn man mal ins Innere der Musikbox des Elektronikmuseums schaut, sieht man merkwürdige weiße Zipfel an der Trommel mit den Schallplatten. Anhand der Stellung dieser Laschen sieht man, wie oft die jeweils zugeordnete Platte abgespielt wurde.
    Das erleichterte das Sortieren und Austauschen der Platten.
    Meht zum Thema bei Deutschlandfunk Kultur unter www.deutschlandfunkkultur.de/80-jahre-billboard-charts-wie-hitparaden-beliebtheit-100.html.
  • Vor 70 Jahren, im Januar 1956, startete Dr. Paul Eduard Klein mit seiner Firma PEK-electronic in Tettnang mit der Entwicklung und der Produktion elektronischer Geräte.
    Die Firma war in vielen Dingen Wegbereiter, zum Beispiel entstand hier der erste zuverlässige Verkehrsblitzer.
    Fachpersonal fällt nicht vom Himmel. Es brauchte eine Elektronikschule.
    Der Beruf des Elektronik-Technikers wurde bundesweit zuerst in Tettnang unterrichtet.
    Wie oben aufgeführt, widmet sich das Elektronikmuseum dieses Jahr der Firma PEK.
  • Vor 25 Jahren, im Januar 2001, starteten Jimmy Wales und Larry Sanger die Wikipedia.
    Sie war von vorne herein konzipiert als freies Nachschlagewerk, in dem jeder freiwillig mitwirken kann.
    Wie in der Wikipedia selbst nachzulesen ist, setzt sich der Name Wikipedia zusammen aus Wiki (entstanden aus wiki, dem hawaiischen Wort für "schnell") und encyclopedia, dem englischen Wort für "Enzyklopädie".
    Wales und Sanger nannten ihr Internetangebot, dessen Seiten von Laien direkt im Webbrowser bearbeitet werden können, ein Wiki.
    Inzwischen hat sich das Wort allgemein für solche Webangebote durchgesetzt, oft nutzen auch Firmen ihr internes Firmenwiki fürs Wissensmanagement.
    Recht bald war die Wikipedia so groß, dass sie es Verlagen schwer machte, für ihre Lexika Geld zu verlangen.
    Heute ist die Wikipedia als Informationsquelle kaum mehr wegzudenken.
    Mehr zum Jubiläum unter de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:25_Jahre_Wikipedia.

ARD Retro

Im folgenden Video hat man Einblick in eine Bielefelder Druckerei für einen 1966er Taschenkalender.
Wer mich kennt, weiß, dass ich auch im Smartphone-Zeitalter noch zu den Nutzern solcher Helferlein gehöre.
www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/taschenkalender-sind-manchmal-auch-geheimnistraeger/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjUwY2Y1NmYtNDQxOC00YTBjLWFjZjYtOGI3NGFkZTdkY2Fm
Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.