Depesche Dezember 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Dezember 2026.

Ausstellung 2026

Wir möchten das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen, insbesondere der Firma PEK.
Vor 70 Jahren, Anfang Januar 1956, begann Dr. Paul Eduard Klein zusammen mit zehn Mitarbeitern mit seiner Firma PEK in Tettnang, elektronische Geräte zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten.
Aus der Firma PEK gingen zahlreiche weitere Firmen hervor, von denen die meisten noch heute bestehen.
Auch die Elektronikschule würde ohne Dr. Klein und den damaligen Bürgermeister Rudolf Gnädinger heute nicht existieren.
Und ebensowenig unser Museum.
Im gleichen Jahr, kurz nach der Firma PEK, startete auch die Firma Brosa in Tettnang mit der Herstellung von Sensoren und anderen Elektronikteilen.
Eine weitere Tettnanger Firma hat im Jahr 2026 ein Betriebsjubiläum:
Vor 40 Jahren, Anfang 1986, wurde die Firma Avira gegründet – zunächst unter dem Namen "H+BEDV".
Seit dem 1. März 2006 heißt die Firma Avira, bzw. inzwischen Avira Holding GmbH.
Den meisten Computernutzern dürfte der Virenscanner "Antivir" bekannt sein – der wurde in Tettnang entwickelt.
Wer etwas dazu beizutragen weiß: Bitte Info an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

Neues Exponat

Aus dem Nachlass eines Freundes bekamen wir unter anderem einen Fernwahlmünzfernsprecher 56.
Hinter dem komplizierten Namen steckt ein nicht minder kompliziertes Gerät:
Nämlich ein Telefon, wie es bis weit in die 1970er-Jahre hinein in Deutschlands Telefonzellen zu finden war.
Älteren Lesern dürfte der Apparat bekannt sein mit seinem schrägen Münzschacht, in dem die eingeworfenen "Zehnerlä" sichtbar waren und die beim Telefonieren eins nach dem anderen vorbei wanderten.
Zum Münztelefon ist ein Artikel für unsere Website in Arbeit, Bilder sind bereits gemacht.
Bemerkenswert ist, dass wir auch die technischen Unterlagen zum Apparat erhalten haben.
Alleine die Beschreibung, was in der Kiste während eines Telefonats alles passiert, füllt neun DIN A4-Schreibmaschinenseiten!

Museumstreff

Der erste Museumstreff 2026 ist am Montag, dem 12. Januar, wie gewohnt von 17:00 bis 19:00 Uhr.

Historisches

  • Vor 250 Jahren, im Jahr 1775, erfand der Engländer Charles Earl Stanhope die erste "echte" Rechenmaschine, mit der man auch multiplizieren konnte.
    Es arbeitete mit speziellen Walzen mit gestaffelter Anordnung von Zähnen und erfand so das Prinzip, nach dem lange Zeit eine Spezies mechanischer Rechenmaschinen arbeitete.
    Mehr zu Charles Earl Stanhope im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter
    blog.hnf.de/charles-earl-stanhope-1753-1816/.
  • Vor 210 Jahren, am 10. Dezember, 1815, kam Augusta Ada Byron zur Welt.
    Sie wurde mit ihrem späteren Namen Ava Lovelace eine berühmte Mathematikerin, die in den 1840er-Jahren das erste Computerprogramm der Welt geschrieben hat – rund 100 Jahre, bevor Konrad Zuse seinen ersten Computer baute.
    Mehr zu Ava Lovelace bei der Max-Planck-Gesellschaft unter
    www.mpg.de/frauen-in-der-forschung/ada-lovelace.
    Vielen Dank an Erich Schoepe, der mich an Ada Lovelace' Geburtstag erinnert hat.
  • Vor 125 Jahren, am 23. Dezember 1900, gelang es dem kalifornischen Erfinder Reginald Fessenden erstmals, Sprache drahtlos zu übertragen.
    Exakt sechs Jahre später, am Heiligabend 1906, schrieb Fessenden mit der ersten Rundfunksendung im heutigen Sinn weiter Rundfunkgeschichte.
    Dort war über Rundfunk nach kurzer Anmoderation Händels Largo zu hören, das auf einem Phonographen abgespielt wurde.
    Gesendet wurde aus Brant Rock in Massachusetts mit einem Funksender über eine mehr als 130 Meter hohen Antenne.
    Zum hundertsten Jahrestag veröffentlichte Deutschlandfunk Kultur einen Beitrag zum Thema:
    www.deutschlandfunkkultur.de/100-jahre-radio-102.html
  • Ebenfalls vor 125 Jahren, am 14. Dezember 1900, hielt Max Planck in Berlin einen Vortrag über die Strahlung schwarzer Körper.
    Er erklärte das merkwürdige Lichtspektrum heißer Gegenstände damit, dass das Licht als Teilchen, also Strahlungsquanten, abgegeben werden muss.
    Damit hat er die Quantenphysik begründet.
    Ohne Quantenphysik gäbe es keine Transistoren und keine Leuchtdioden.
    Und auch nicht diesen Bildschirm, auf dem Sie gerade diese Depesche lesen.
    Ein sehr interessanter und allgemeinverständlicher Artikel zur Geschichte findet sich auf dem Kulturportal schleswig-holstein.sh unter
    schleswig-holstein.sh/blog/2024/12/05/erinnerungen-an-max-plancks-leistungen-und-seine-letzten-jahre-125-jahre-sinderst-der-anfang/.
  • Vor 30 Jahren, am 18. Dezember 1995, starb Konrad Zuse in der hessischen Stadt Hünfeld mit 85 Jahren.
    Konrad Zuse schuf die erste Programmiersprache und gilt als Erfinder des Computers.
    Auf der Hompepage der Stadt Hünfeld kann man mehr zu Konrad Zuse erfahren:
    www.huenfeld.de/de/huenfeld-meine-stadt/heute-und-morgen/konrad-zuse/
    Seit wenigen Tagen, genau seit 31.12.2025 um 6:00 sendet MTV Deutschland keine Musikvideos mehr.
    Der Letzte Titel war Musique non stop von der deutschen Gruppe Kraftwerk.
    Boing – boom tschak. Vorbei ist's.
    Übrigens: Das erste Lied, das jemals mit einem Musikvideo auf einem Musik-Fernsehsender ausgestrahlt wurde, warm "Video Killed The Radio Star" der Band "The Buggles", ausgestrahlt am 1. August 1981 um 0.01 Uhr. So ist das internationale Music Television, kurz MTV, gestartet.
    Mehr dazu beim WDR unter
    www1.wdr.de/nachrichten/mtv-sender-keine-musikvideos-mehr-100.html.
    Auch die englische Version von MTV gibt es seit 1. Januar nicht mehr als reinen Musikfernsehsender.
    Letztes Lied war "Video Killed The Radio Star".
    (Für Musikinteressierte: Am Ende des Artikels unter www.dwdl.de/nachrichten/105056/mit_kraftwerk_endete_die_ra_der_musikvideos_bei_mtv befindet sich eine Playliste der letzten auf MTV Deutschland gespielten Musikvideos).

ARD Retro

Skurrile Weihnachtsgeschenke sieht man im ARD-Video vom 20.12.1965 unter
www.ardmediathek.de/video/swr-retro-report-chronik/glosse-skurrile-weihnachtsgeschenke/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIxNjMzNDY.
In Minute 0:35 wird das Stellwerk Seewald bei Friedrichshafen gezeigt.
Viel Spaß beim Schauen!


Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Freunden des Elektronikmuseums ein gutes neues Jahr!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche November 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den November 2025.

Ausstellung 2026

Nach der Saison ist vor der Saison...
Der Vorstand ist in der Planung für die Ausstellung im kommenden Jahr.
Es gibt 2026 mehrere Jubiläen Tettnanger Elektronikfirmen.
Wir möchten daher das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen.
Wer Lust hat oder wer jemanden im Bekanntenkreis hat, der über Firmengründungen, erste Erfolge und auch Misserfolge zu berichten weiß:
Wir benötigen interessante Geschichten und auch zugehörigen Ausstellungsstücke.
Existiert es das erste Produkt einer bestimmten Firma noch?
Erste Pläne, Skizzen, Konstruktionszeichnungen?
Berichte über den ersten Reinfall und den Mut, doch weiterzumachen?
Wer etwas dazu beitragen kann: Bitte Info an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

Museumstreff

Der letzte Museumstreff dieses Jahr findet am Montag, dem 22. Dezember statt.
Danach ist zwei Wochen Winterpause, so dass wir am 12. Januar 2026 mit frischer Energie ins neue Jahr starten können.

Historisches

  • Vor 80 Jahren, am 17. November 1945, wurde Horst Zuse geboren.
    Er ist der Sohn von Konrad Zuse, dem Erfinder des Computers.
    Horst Zuse wohnt in Berlin und ist hin und wieder auch im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld anzutreffen (und vermutlich auch im Konrad-Zuse-Museum in Bad Hersfeld).
    Beim Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) ist ein Interview zu Horst Zuses 80. Geburtstag nachzulesen:
    blog.hnf.de/herzlichen-glueckwunsch-horst-zuse/
    Das Museum in Hünfeld, wo das Interview stattfand, besuchte ich bereits. Es ist sehr sehenswert!
    Das hier hat wenig mit Elektronik zu tun. Ich finde es jedoch so kurios, dass ich es hier erwähnen möchte.
  • Vor 50 Jahren, am 24. November 1975, erschien die Arbeit "Atomaustauscheffekte des Helium-3-Isotops, knapp über dem absoluten Nullpunkt" im renommierten Fachjournal "Physical Review Letters". Autor: Jack Hetherington. Co-Autor: F. D. C. Willard.
    Wer war F. D. C. Willard? Das war der Siamkater des erstgenannten Autors...
    Wie es dazu kam, dass ein Kater wissenschaftlich so begabt ist, lässt sich bei Bayern 2 nachlesen:
    www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/siamkatze-veroeffentlicht-arbeit-zu-tieftemperaturphysik-100.html

ARD Retro

Viel Spaß beim Schauen!


Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Interessierten eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Auf, dass es ein gutes Jahr wird!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Oktober 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Oktober 2025.

Saisonabschluss 2025

Wir dürfen auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Zahlreiche Besucher kamen über die Tageskasse ins Museum (die Besucherstatistik ist noch nicht ausgewertet).
Das Museum ist auch in der Wintersaison zugänglich:
Führungen und Kindergeburtstage finden ganzjährig statt nach Terminabsprache per Mail oder Telefon.
Ebenso das ganze Jahr über gibt es den Museumstreff von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Hier treffen sich Vereinsmitglieder zum Reparieren, Restaurieren, Archivieren und Fachsimpeln.
Es sind auch besonders Interessierte willkommen, die (noch?) nicht Vereinsmitglied sind, zum Beispiel, um sehr spezielle Technikfragen zu stellen.
Der Museumstreff ist auch eine ideale Gelegenheit, sich über Kindergeburtstage und Führungen zu informieren.
Der Eintritt ist frei.

Neue Exponate

Wir haben nun einen funktionierenden Computer der Firma Commodore, Typ VC 20 im Bestand.
Es war der erste Heimcomputer der Firma, der vor 45 Jahren, am 25. September 1980 unter der Bezeichnung VIC 1001 in Japan auf den Markt kam. Im Jahr 1981 begann der Verkauf in Amerika als VIC 20, und später als VC 20 in Europa.
Die Form des Rechners dürfte dem einen oder anderen bekannt vorkommen:
Der 1982 erschienene C64 sah optisch gleich aus, er hatte lediglich eine etwas andere Farbe.
Das Gerät ermöglicht einen sehr schönen Einblick in die Anfänge der Heimcomputerzeit mit acht Bit, 16 Farben und 40 x 25 Zeichen auf dem Fernseher als Bildschirm.
Mehr zum Gerät findet man zum Beispiel unter retroport.de/vc20-vic20-2/.

Erfolgreicher Messeauftritt

Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 fand im Neuen Schloss Tettnang eine Ehrenamtsmesse statt.
Die Messe wurde rege besucht, manch Interessierter konnte sich dort über unseren Verein informieren.

Das Museum in der Presse

Im Rahmen der Berichterstattung zur Ehrenamtsmesse wurde der Förderverein des Elektronikmuseums gelegentlich in der Schwäbischen Zeitung erwähnt, wie zum Beispiel am 19. September (www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/neue-messe-soll-ehrenamt-in-den-vordergrund-stellen-3931170) und vor allem im Nachbericht "Premiere der Ehrenamtsmesse stößt auf großes Interesse", der am 21. Oktober in der Schwäbischen Zeitung erschienen ist (nicht kostenlos online abrufbar).

Historisches

  • Jubiläen zum Thema Fernsehen gibt es ja zahlreich.
    Ein sehr wichtiges stellt sicherlich dieses dar, legte es doch den Grundstein für das drahtlose Fernsehen:
    Vor 100 Jahren, am 30. Oktober 1925, gelang John Logie Baird aus Schottland die erste drahtlose Übertragung eines bewegten Bildes.
    Hervorragend aufgearbeitet ist die Geschichte dahinter im Fernsehmuseum.info zu finden:
    www.fernsehmuseum.info/die-baird-story-1.html
  • Vor 95 Jahren, am 1. Oktober 1930, wurde Golfgang Giloin in Sobernheim in Rheinland-Pfalz geboren.
    Er studierte in Stuttgart, danach entwickelte er bei Telefunken den Analogrechner RA 770 – seinerzeit galt der Rechner als bester Analogrechner der Welt.
    In den 1960er- bis in die 1980er-Jahre hinein konnten bestimmte mathematische Berechnungen noch nicht auf (bezahlbaren) digitalen Computern berechnet werden, sehr wohl aber auf analogen.
    Im Blog-Beitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter blog.hnf.de/in-memoriam-wolfgang-giloi-1930-2009/ ist auch ein Bild enthalten, wo er neben einem Analogrechner Typ Telefunken RA 740 aus dem Jahr 1966 steht.
    Ein Exemplar dieses Rechners ist auch im Elektronikmuseum in der Ausstellung zu sehen.
    Mit etwas gutem Willen und sachtem Draufklopfen funktioniert dieser Analogrechner meistens sogar.
  • Vor 85 Jahren, am 4. Oktober 1960, wurde mit Courier 1B der erste Satellit ins Weltall geschossen, der Signale wie zum Beispiel Töne und Bilder übertragen konnte.
    Da er auf einer niedrigen Umlaufbahn war und daher nicht mit dem Erdumlauf synchronisiert, wurden von einer Stelle Signale zum Satelliten hochgefunkt, die dieser auf Magnetband aufzeichnete.
    Wenn er daraufhin den Sichtbereich der Empfangsantenne passierte, spielte er die zuvor aufgezeichneten Signale ab und sendete sie zur Erde zurück.
    Das Experiment ging aufgrund eines Fehlers lediglich 17 Tage gut.
    Mehr dazu auf der privaten Homepage des Raumfahrt-Hobbyisten Bernd Leitenberger: unter www.bernd-leitenberger.de/fruehe-kommunikationssatelliten.shtml.
  • Vor 80 Jahren, am 8. Oktober 1945, wurde der Mikrowellenherd zum Patent angemeldet.
    Erfunden hat ihn der Amerikaner Percy Spencer.
    Immerhin zwei Dollar erhielt er als Prämie für seine Erfindung.
    Die spannende Geschichte hinter Spencers Entdeckung der Aufwärmung durch Mikrowellen und welche Rolle sein Schokoriegel dabei spielte, ist beim WDR zu lesen unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-patent-mikrowelle-100.html.
  • Vor 60 Jahren, am 14. Oktober 1965 wurde auf der Weltausstellung in New York der erste Kleincomputer der Geschichte vorgestellt.
    Die Olivetti Programma 101 war der erste frei programmierbare "kleine" Rechner.
    Er arbeitete bereits mit Transistoren.
    Wir sind sehr stolz darauf, einen solchen Rechner in der Ausstellung des Elektronikmuseums zu haben.
    Angeschafft hatte ihn Statiker B. Jehle aus Friedrichshafen seinerzeit, um seine komplizierten Berechnungen in wenigen Stunden anstatt wie vorher in drei Wochen erledigen zu können.
    Mehr zum Rechner und der Geschichte dahinter ist beim HNF-Blog zu lesen unter
    blog.hnf.de/der-erste-desktop-olivetti-programma-101/.
  • Vor 30 Jahren, am 19.10.1995, wurde der Fernsehsatellit Astra 1E ins Weltall gebracht.
    Mit Astra 1E startete das digitale Satellitenfernsehen.
    Mehr dazu zum Beispiel beim WDR unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-satellit-astra-digitalfernsehen-100.html.

SRF Archiv

MTW vom 20.10.2005
Im Schweizer Archiv bin ich auf diese Sendung MTW – Menchen, Technik, Wissenschaft gestoßen, in der das Schweizer Zeitnormal vorgestellt wird (Minute 31:25).
In Minute 42:13 ist noch eine Weltpremiere enthalten:
Die Sendung MTW war europaweit die erste, die man als Video-Podcast abrufen konnte!
www.srf.ch/play/tv/mtw/video/mtw-vom-20-10-2005?urn=urn:srf:video:a5bbaec0-0cfc-4d47-9a50-17215242d6c6

ARD Retro

Rotlichtblitzer in Frankfurt, 22.10.1965
www.ardmediathek.de/video/hr-retro-oder-hessenschau/rotlichtblitzer-gegen-ampelsuender/hr/OWViYmZlMzMtNDIzZi00NWJkLTg4YTctNmViNDE1ODA4Yzlh
Hersteller des Geräts war die Düsseldorfer Firma Robot Foto und Electronic GmbH, die heute noch – als Teil der Firma Jenoptik – Verkehrsüberwachungsgeräte herstellt.
Die Firma PEK in Tettnang stieg später in das Geschäft der Verkehrsüberwachung ein.
Der Geschäftsbereich wurde später als Firma eso in Tettnang weitergeführt, die, inzwischen Teil der Firma Kistler, immer noch "Blitzer" baut.

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche September 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den September 2025.

Ehrenamtsmesse am 18. Oktober

Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 von 10:00 bis 14:00 Uhr findet im Neuen Schloss Tettnang eine Ehrenamtsmesse statt.
Hier stellen die meisten Tettnanger Vereine aus, wir sind selbstverständlich auch mit dabei. Es geht um Werbung für neue Mitglieder.
Wir versuchen im Speziellen, Helfer für unsere Kinder- und Jugendveranstaltungen zu rekrutieren.
Mehr zur Veranstaltung unter www.tettnang.de/de/kalender/gemeldete-veranstaltungen/2025/oktober/2025-10-18-ehrenamtsmesse-engagiertt/.

Tag des offenen Denkmals

Am Bähnlesfest-Sonntag, 14. September 2025, war auch Tag des offenen Denkmals, wo auch das Elektronikmuseum Tettnang teilnahm.
Es gab Themenführungen zu einzelnen Exponaten mit Schwerpunkt auf Tonaufzeichnung.
Nicht zuletzt auch, weil wir vor dem Museum einen Geräteflohmarkt aufgebaut hatten, wurden zahlreiche Leute ins Museum gelockt:
130 interessierte Besucher wurden gezählt!

Historisches

  • Vor 135 Jahren, am 16. September 1890, um 14.42 Uhr stieg in Dijon Louis Le Prince in den Zug nach Paris ein.
    Der Franzose Louis Le Prince war Chemiker, Erfinder und Filmpionier.
    1888 machte er mit seiner Kamera für Papierfilm seine ersten chronofotografischen Aufnahmen.
    Damit hatte er eine zeitliche Abfolge von Bildern in der Hand.
    In rascher Folge betrachtet, erschien ein bewegtes Bild – der Film war geboren.
    Am genannten Septembertag bestieg er den Zug und wurde danach nicht mehr gesehen.
    Er blieb verschollen. Was genau passierte, wurde nie geklärt.
    Die spannende Geschichte dahinter lässt sich beim Bayrischen Rundfunk nachlesen unter
    www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/louis-le-prince-kino-filmpionier-100.html.
  • Vor 75 Jahren, gut zwei Wochen nach der ersten Volkszählung in der DDR, gab es die erste Volkszählung in der Bundesrepublik Deutschland.
    Der zugehörige Gesetzesentwurf ist heute noch beim Deutschen Bundestag abrufbar unter
    dserver.bundestag.de/btd/01/009/0100982.pdf.
    Es war weit mehr, als Zählen von Personen: Ab Seite 7 werden die einzelnen Fragen gelistet.
    Statistiken über die Menge an Fragen an alle Haushalte war ohne Computer-Unterstützung nicht zu handhaben.
    Daher wurden für die Auswertung alle Ergebnisse in Lochkarten gestanzt und einem Elektronengehirn gefüttert.
    Mehr dazu im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter
    blog.hnf.de/1950-die-erste-volkszaehlung-der-bundesrepublik/.
  • Vor 65 Jahren, am 14. September 1960, wurde der Film "Die 1000 Augen des Dr. Mabuse" im Kino in Stuttgart uraufgeführt.
    Im Film überwachen Verbrecher ein Hotel von einem Kontrollraum im Keller aus durch und durch mit Videokameras.
    Im Internetarchiv kann man den Film in voller Länge anschauen:
    archive.org/details/die-1000-augen-des-dr.-mabuse-1960
    Neben dem aufwändig inszenierten Fernseh-Kontrollraum (z. B. bei Stunde 1:27) findet man etliche damals zeitgemäße Technik im Film.
    Regie führte Fritz Lang.
    Er war auch der Regisseur beim filmischen Metropolis, dessen Live-Vertonung durch unser neues Vereinsmitglied Antonio Bras am 17. April 2026 in Friedrichshafen geplant ist.
    Interessante Hintergründe zum Film finden sich im Blog des HNF unter
    blog.hnf.de/george-orwell-in-haselhorst/.

ARD Retro

"Hübsche, verheiratete Damen mit überzeugender Stimme" betreiben Telefonmarketing.
Film vom 17. September 1965:
www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/firma-betreibt-modernes-telefon-marketing/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtMDRmOTcxNWUtODJjMy00ODQ5LWE4MWMtYjA5YjUzMmE2Y2Jm

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Juli/August 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für Juli und August 2025.

Dr. Angelika Barth gestorben

Wir trauern um Frau Dr. Angelika Barth, die am 27. August verstarb.
Sie leitete über 30 Jahre bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2017 das Stadtarchiv und das Montfortmuseum Tettnang, um das sie sich leidenschaftlich und mit großem Einsatz gekümmert hatte.
Das Montfortmuseum wurde später in Stadtmuseum umbenannt und befindet sich im selben Gebäude wie das Elektronikmuseum. Es ist derzeit geschlossen.

Tag des offenen Denkmals

Am Sonntag, dem 14. September 2025 findet in Tettnang das Bähnlesfest statt.
Am selben Tag ist in ganz Deutschland Tag des offenen Denkmals, anlässlich dessen das Elektronikmuseum von 14:00 bis 18:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet hat.
Um 15:00 und 16:00 Uhr gibt es, ebenfalls kostenlos, jeweils eine ca. halbstündige Führung durch die aktuelle Ausstellung mit Vorführung ausgewählter Exponate.
Wir freuen uns sehr, wenn wir Unterstützung durch unsere Vereinsmitglieder haben! Wer Zeit hat, bitte einfach mal ins Museum schauen. Vielen Dank im Voraus!
Das Programm zum Tag des offenen Denkmals kann man unter www.bodenseekreis.de/fileadmin/06_bildung_kultur/kultur/kreisarchiv/tag-des-offenen-denkmals/br_denkmaltag_2025.pdf herunterladen.

Geräteflohmarkt

Ebenfalls am 14. September von 11:00 bis 16:00 Uhr gibt es einen Geräteflohmarkt vor und im Elektronikmuseum (Aufbau: 10:00 Uhr):
Wir haben viele Geräte doppelt, und es sind viel zu viele Messgeräte im Bestand. Wir hoffen, dass der eine oder andere ein Gerät brauchen kann. Ansprechpartner im Museum zum Flohmarkt ist Horst Willers.
Hier noch eine kleine Bitte:
Bitte seht davon ab, Geräte unangekündigt ins Museum zu bringen. Wir bitten sehr, vorher anzufragen, ob wir die Geräte auch brauchen können, und dann einen Termin auszumachen.

Die kreative Welt von Antonio Bras

Auf der letzten Ham Radio kam ein großartiges Event am Stand des Elektronikmuseums zustande: Klangkünstler und Komponist Antonio Bras alias BINAR kreierte mit alten und neuen Geräten Soundflächen, die wir so zuvor noch nie gehört haben.
Auf Regio TV kam ein Beitrag über Antonio, der unter
www.regio-tv.de/mediathek/video/die-kreative-welt-von-antonio-bras/
frei angesehen werden kann.
Ab Minute 7:49 geht es im Bericht um den Auftritt auf der Ham Radio, beginnend mit groß zu sehendem Schriftzug "Elektronikmuseum Tettnang", und Antonio nimmt Bezug auf unser Museum.
Ganz großer Dank gilt Antonio, dass er – ohne Gage zu verlangen – mit enormem Einsatz dieses Event durchgeführt hat und für die damit verbundene Werbung für unser Museum!
Das ist von unschätzbarem Wert für uns.

Das Museum in der Presse

Historisches

  • Vor 125 Jahren, am 2. Juli 1900, hob der erste Zeppelin namens LZ1 erstmals vom Bodensee ab.
    Einen Hörbeitrag dazu gibt es beim Deutschlandfunk unter www.deutschlandfunk.de/02-07-1900-die-jungfernfahrt-des-ersten-zeppelin-luftschiffs-100.html.
  • Ebenfalls vor 125 Jahren, am 13.08.1900, wurde Eduard Rhein in Königswinter (Nahe Bonn) geboren.
    Der Mann, der sich selbst als Jahrhundertmann bezeichnete, war Autor zahlreicher Schriften und Erfinder der Langspielplatte.
    Sein Füllschriftverfahren sorgte dafür, dass beim Überspielen von Musik auf Schallplatte Rillen mit leisen Stellen enger zusammen in die Schallplattenmatrize graviert wurden als laute: Laute Musik auf der Platte führt zu stärker kurvigen Rillen als leise Musik. Zusammen mit an sich feineren Rillen konnte man mit dem Verfahren – je nach Musik – etwa doppelt so lange auf die Platte aufzeichnen als vorher. Darum die Bezeichnung "Langspielplatte".
    Daneben meldete er 50 Patente an, wie zum Beispiel einen Radio-Schnellstarter.
    Eduard Rhein war Autor zahlreicher Bücher wie zum Beispiel "Normung im Rundfunk" (1927) oder "100 Jahre Schallplatte" (1987, im Bestand des Elektronikmuseums).
    Eduard Rhein gründete in den Anfangsjahren des Rundfunks die Programmzeitschrift "Hör zu!" (erste Ausgabe am 11.12.1946) und war bis November 1964 deren Chefredakteur.
    Mehr zu der bemerkenswerten Persönlichkeit im Portal Rheinische Geschichte unter www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/eduard-rhein-/DE-2086/lido/6033b2b35f6f86.53301790.
  • Vor 40 Jahren, am 23. Juli 1985 stellte die einst sehr erfolgreiche Firma Commodore den Computer "Amiga" im New Yorker Lincoln Center vor.
    Das Gerät war für damalige Verhältnisse äußerst modern – es war bereits multitaskingfähig und besaß ein modernes 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk.
    Der Computer hatte eine grafische Bedienoberfläche, die man mit einer Maus bedienen konnte.
    Zum Amiga gibt es einen Blogbeitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF. Interessant ist der Verweis auf ein anderthalbstündiges Youtube-Video mit Frank Elstner, dessen interessanteste Stellen im Artikel beschrieben sind.
    blog.hnf.de/vorhang-auf-fuer-den-amiga/.
    Im Elektronikmuseum Tettnang steht ein Exemplar in der Rechnerausstellung.
  • Vor 30 Jahren, am 16. Juli 1995, ging Amazon online.
    Der erste erhältliche Artikel ar das Computerbuch "Fluid Concepts and Creative Analogies: Computer Models of the Fundamental Mechanisms of Thought" von Douglas Hofstadter.
    Amazon-Gründer Jeff Bezo wollte damit vorab seinen Online-Buchhandel daraufhin testen, ob er sich lohnt, wenn Bücher 30 % unter dem Ladenpreis verkauft werden.
    Zwischen allerlei Werbung steckt im Online-Portal Business Insider ein Artikel mit Bildern und kuriosen Fakten zu Amazon:
    www.businessinsider.de/wirtschaft/handel/amazon-14-kuriose-fakten-aus-den-anfangstagen/.
    Keine Werbung – dafür auch keine Bilder – sind beim WDR zu sehen: www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-amazon-geht-online-100.html.
  • Vor 25 Jahren, am Am 26. Juli 2000, wurde das Patent Nummer EP 672994 vom Europäischen Patentamt genehmigt. Es beschreibt den QR-Code, QR steht für "Quick Response", also "schnelle Erkennung".
    (Link zum Patent: depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=EP000000672994B1&xxxfull=1.)
    Erfunden hat die Codes die japanische Firma Denso bereits 1994, ein Jahr später reichte es Erfinder Masahiro Hara auch beim Europäischen Patentamt ein.
    Das ließ sich dann Jahre Zeit bis zur Patenterteilung.
    Vorteil des Codes ist seine hervorragende Erkennbarkeit aus allen Blickrichtungen, weshalb eine Auswertung so rasch möglich ist.
    Die Kästchen mit dem schwarzweißen Karomuster und Quadraten in drei Ecken dürften kaum jemandem entgangen sein.
    Zum Beispiel können Besucher des Elektronikmuseums Beschreibungen zu Exponaten aufrufen, deren Internetlink im QR-Code verborgen ist.
    Nicht nur Weblinks kann man a drin verschlüsseln – in einem Beispiel im HNF-Blog unter blog.hnf.de/schnelle-antwort-schwarz-auf-weiss/ sieht man die QR-Version des Vater Unser.

ARD Retro

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.