Nachrichten: Presse

Depesche Mai 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Mai 2023.

In Gedenken

Ich erfuhr erst jetzt vom Tod von Conny Petry.
Sie verstarb bereits im Januar.
Conny war jahrelang Sekretärin an der Elektronikschule Tettnang und seit 2011 bei uns im Verein.
Ich mochte Conny sehr und bin sehr traurig über ihren Tod.

Ham Radio Freitag, 23. bis Sonntag 26. Juni

Amateurfunkmesse in Friedrichshafen, Halle A1 Stand Nr. A1-374
23., 24. und 25.06.2023, Aufbau Donnerstag, 22.06.2023
Wir brauchen Helfer!
Hier die Zeiten der Schichten im einzelnen:
Donnerstag, 22. Juni Aufbau: Wir treffen uns um 16:30 Uhr am Elektronikmuseum und haben auf der Messe bis 22:00 Uhr Zeit, den Stand aufzubauen.
So lange wird es hoffentlich nicht dauern...

Freitag, 24. Juni und Samstag, 25. Juni jeweils:
Schicht 1 von 8:45 bis 13:30 Uhr
Schicht 2 von 13:15 bis 18:00 Uhr

Sonntag, 26. Juni: Schicht 1 von 8:45 bis 12:30 Uhr
Schicht 2 von 12:15 bis 15:00 Uhr (Ende der Messe) mit anschließendem Abbau und Rückzug nach Tettnang.

Wir bekommen genügend Ausstellerausweise und insgesamt drei Parkscheine (weitere sind angefragt, aber noch nicht bestätigt).
Es ist also sinnvoll, sich zum Herfahren zusammenzutun.

Helfer willkommen!

Es macht großen Spaß, zu helfen! Und je mehr Helfer wir haben, desto mehr Spaß macht es allen!

Themenschwerpunkt dieses Jahr ist Computer- und Rechentechnik sowie Computerspiele.
Auch eine Lötaktion wird es wieder geben, dieses Jahr mit vier Lötplätzen.
Hier sollten stets zwei Betreuer anwesend sein.
Wichtig ist auch die Präsentation des Museums selbst.

Aktionswiese auf dem Montfortfest Tettnang

Nach der überaus erfolgreichen Aktion im letzten Jahr sind wir da sehr gerne wieder mit von der Partie!
01.07.2023 14:00 bis 19:30 Uhr
02.07.2023 12:00 bis 18:00 Uhr
Wir brauchen in den Hauptzeiten (jeweils Beginn/Mitte der Veranstaltung) mindestens vier Helfer gleichzeitig an den Lötkolben (daher auch die überlappende Schicht am Samstag).
Letztes Jahr wurden wir schier überrannt - langweilig wird die Sache sicher nicht!
Schicht-Dauer: 2 Stunden
Schicht-Beginn Samstag 14:00, 15:00, 17:00 Uhr
Schicht-Beginn Sonntag 12:00, 14:00, 16:00 Uhr
Die Zeiten sind Veranstaltungszeiten ohne Auf- und Abbau.
Hier freuen wir uns natürlich, wenn der eine oder andere früher kommt oder noch beim Abbau hilft.

Tag der offenen Tür an der Elektronikschule

01.07.2023 10:00 bis 14:00 Uhr
Wir freuen uns, dass wir wieder beim Tag der offenen Tür der Elektronikschule unseren Stand im Foyer aufbauen dürfen!
Wer gerne Charly und Richard bei der Standbetreuung unterstützen möchte, ist willkommen, einfach vorbeizuschauen.
Ein Besuch des Tags der offenen Tür ist sehr zu empfehlen, weil dort insbesondere auch interessante Techniker-Abschlussarbeiten vorgestellt werden und die meisten Elektronikfirmen der Umgebung vertreten sind.

Das Museum in der Presse

Am Freitag, dem 2. Juni erschien ein Artikel über den Besuch des Bürgerstammtisches der Tettnanger CDU im Stadt- und im Elektronikmuseum in der Schwäbischen Zeitung:
https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/tettnanger-cdu-macht-sich-ein-bild-vom-stadt-und-elektronikmuseum-1656752

Neue Exponate

Dank Stephan Weierich haben wir nun einen Recorder für digitale Kompaktkassetten im Bestand!
Über das Exponat freue ich mich ganz besonders, da wir nun alle auf den Markt gebrachte digitale Aufzeichnungstechnologien haben, mit denen der Endverbraucher Musik aufnehmen konnte!
Digitale Musikaufzeichnung unterscheidet sich von analoger dadurch, dass die Musik in einem Analog-Digitalwandler in Nullen und Einsen (Bits) „digitalisiert“ wird und diese Bits aufgezeichnet werden.
Zur Wiedergabe kommen die Bits in einen Digital-Analogwandler, aus dem dann die (fast) ursprüngliche Musikinformation zum Verstärker und den Lautsprechern übertragen wird.
Die Digitale Compact-Cassette (DCC) war dabei das am wenigsten verbreitete System. - DAT: Digital Audio Tape, 1987 vorgestellt von SONY.
Die Musikinformation wird auf Magnetband aufgezeichnet.
Die Tonköpfe sitzen dabei auf einer rotierenden Kopftrommel, die die Information in Schrägspurtechnik aufs Band aufzeichnet und wieder ausliest.
Diese Technik wurde bereits für Videorecorder entwickelt, weshalb hier die Grundlagen vorhanden und die Entwicklung des DAT-R-Systems recht schnell zu realisieren war (R für die rotierende Kopftrommel).
DAT-Recorder wurden bis Dezember 2005 gebaut. - Minidisc: Vorstellung 1991, Markteinführung 1992 von SONY.
Die Musik wird digital auf eine drehbare Scheibe gespeichert. Aufgezeichnet wird magnetisch an eine zuvor mit einem Laser erwärmte Stelle, wiedergegeben per Laserabtastung in gleicher Weise, wie man auch Information von einer CD liest.
Es ist also ein magneto-optisches Verfahren.
Nachteil des Systems ist, dass eine Minidisc wegen ihrer kleinen Abmessungen weniger Informationen speichern können als eine eine CD und die Musik daher komprimiert werden muss, indem unnötige Informationen herausgerechnet werden.
Das kam bei einigen Musik-Enthusiasten nicht gut an.
Vorteil gegenüber dem Magnetband:
Das lästige Hin- und Herspulen entfiel, und man konnte einzelne Titel löschen, umsortieren und an beliebiger Stelle neu aufnehmen.
Minidisc-Recorder waren durch die einfache Handhabung beliebt (auch bei mir) und wurden immerhin bis 2020 gebaut. - DCC: Digitale Compact-Cassette. Idee 1990, Markteinführung 1992 durch Philips/Matsushita.
Hier wurde versucht, ein System zu bauen, in das sowohl normale analoge Compact-Cassetten als auch neuartige Digitalcassetten passen.
Die Information wird in acht parallelen Spuren aufgezeichnet, plus einer Spur für zusätzliche Informationen.
Die Entwicklung der nötigen aufwändigen Tonköpfe verlangsamte die Entwicklung, so dass das System erst etwa zeitgleich mit dem Minidisc-System auf den Markt kam.
Auch hier mussten Daten reduziert werden, auch ein wichtiger Grund, weshalb sich das System gegenüber DAT nicht durchsetzen konnte und bereits im Oktober 1996 eingestellt wurde. - CD-R Audio: Vorgestellt 1988, erste handliche Geräte 1991 (zum Beispiel der 14 kg schwere Yamaha YDPR 601), ab 1992 waren CD-Rs im Handel erhältlich.
Erfolgreich alle anderen Systeme verdrängen konnte CD-R Audio, da die Laufwerke als „CD-Brenner“ im gleichen Format wie bisherige CD-Laufwerke für Computer erhältlich und wie diese verwendbar waren.
In den ersten Jahren war es nur möglich, auf bestimmte „CD-R-Audio“-Medien Musik im CD-Format aufzuspielen, da mit diesem Scheiben eine Gema-Gebühr abgerechnet wurde.
Diese Beschränkung fiel später weg und man konnte beliebige CD-Rs, später auch wiederbeschreibbare CD-RWs als Audio-CD „brennen“.
Größter Vorteil ist, dass diese CD-Rs in ganz normalen CD-Playern abgespielt werden können.
Die Musik ist, ebenso wie bei normalen CDs und beim DAT-System, nicht komprimiert und daher von hervorragender Qualität.
Ein kleines i-Tüpfelchen fehlt noch in unserer Sammlung – die 1999 eingeführte Super-Audio-CD (SACD) mit entsprechendem HiFi-Gerät dazu.
Sie basiert technologisch auf der DVD, jedoch sind in einem SACD-Laufwerk andere Digital-Analogwandler mit sehr viel höherer Qualität eingebaut als in CD-/DVD-Laufwerken.
Vielleicht findet sich hierfür mal ein Spender?

Historisches

ORF TV-Thek

Einen interessanten Blick hinter die Kulissen erlaubt dieser 50 Jahre alte Beitrag vom 21. Mai 1973: „ORF Transparent“
https://tvthek.orf.at/history/Blick-hinter-die-Kulissen/10739137/1973-ORF-Transparent-blickt-hinter-die-Kulissen/10584313

„Mythos SABA – Erinnerungen an ein Weltunternehmen“

Sonderausstellung in Villingen
Die sehr sehenswerte Sonderausstellung zur Historie der Firma SABA im Franziskanermuseum in Villingen wurde verlängert – die Finissage wurde auf den 16. Juli 15:00 Uhr verlegt.
https://www.franziskanermuseum.de/aktuelles/ausstellungen/saba

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche März 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den März 2023.

Elektronikmuseum geöffnet

Dienstag bis Sonntag
14:00 bis 18:00 Uhr
Eintritt: € 4,00, ermäßigt: € 2,00
Wir haben beschlossen, das Eintrittsgeld für Erwachsene um einen Euro auf vier Euro zu erhöhen.
Hauptgrund ist, dass wir damit vereinfacht Rabattierungen durchführen können:
Mit € 2,00 Rabatt für diverse Gäste-/Abokarten zahlen dann Erwachsene € 2,00 statt € 4,00 und Personen, die den ermäßigten Preis zahlen würden, sind frei.
Damit gibt es nur zwei verschiedene Eintrittskarten (€ 4,00, € 2,00).
Hier eine Bitte:
Wer im Internet noch auf die alten Preise stößt, bitte Info an info@emuseum-tettnang.de.

Danke

Wir danken allen Mitgliedern, die zur Jahreshauptversammlung gekommen sind, immerhin waren wir zu dreiundzwanzigst versammelt.
Wir vom Vorstand danken allen Mitgliedern für das entgegengebrachte Vertrauen und die (Wieder)-wahl!
Ich danke allen Mitgliedern im Vorstand, dass sie weiterhin diese oft aufwendige Arbeit in ihrer Freizeit erledigen!
Besonderer Dank geht an Karl-Werner Knoke, der seit der Vereinsgründung im erweiterten Vorstand war!
Karl-Werner Knoke ist weiterhin als Gerätewart und kümmert sich um den Zustand historischer Exponate.
Vielen Dank an Thomas Fecker, der sich bereiterklärt hat, als Beisitzer in den Vorstand zu kommen!
Mit ihm haben wir wieder einen aktiven Lehrer der Elektronikschule im Vorstand, was mir persönlich sehr wichtig ist.
Nicht nur an der Elektronikschule ist er aktiv, sondern auch im Verein in den Bereichen Rechentechnik und i-Telex (mit dem Fernschreiber ins Internet).
Vielen Dank gilt auch allen Helfern beim diesjährigen Museumsputz!
Elf Mitglieder brachten unser Museum eifrig auf Vordermann!

Veranstaltungen 2023

Unser Veranstaltungskalender füllt sich...

Tettnang bewegt, Sonderführung im Elektronikmuseum

06.05.2023 11:00 Uhr
Im Rahmen des Aktionswochenendes „Tettnang bewegt“ wird im Elektronikmuseum am Samstag, dem 6. Mai 2023 um 11:00 Uhr eine Sonderführung angeboten.
Die Veranstaltung selbst geht übers ganze Wochenende Samstag und Sonntag.
In der Schwäbischen Zeitung wurde am 29. März in einer Vorberichterstattung auf unser Museum hingewiesen:
https://www.schwaebische.de/sonderthemen/osteraktion-30-maerz-bis-01-april-41010/tettnang/tettnang-bewegt-sich-im-mai-145299

Wir basteln Theremine

12.05.2023 14:00 bis 16:00 Uhr
In Kooperation mit Spectrum Kultur bieten wir am 12. Mai eine Lichttheremin-Bastelaktion an.
Teilnehmende Kinder und Jugendliche melden sich dabei über Spectrum Kultur an:
https://www.spectrum-kultur-in-tettnang.de/veranstaltungen/lebendiges-barockschloss-tettnang-19/
Wer hier helfen möchte, bitte E-Mail an info@emuseum-tettnang.de.

Theremin-Vorführung

12.05.2023 ab 19:00 Uhr
Aufgrund Corona musste ein 2020 angesetztes Theremin-Konzert abgesagt werden.
Den Machern von Spectrum Kultur ist es gelungen, die Thereministin Verena Marisa nach Tettnang zu holen!
Infos und Karten unter
https://www.spectrum-kultur-in-tettnang.de/veranstaltungen/lebendiges-barockschloss-tettnang-18/
Vor dem Konzert und in den Pausen dürfen sich Besucher am Theremin des Elektronikmuseums ausprobieren, das im Bereich des Museumscafés aufgebaut wird.

Internationaler Museumstag

21.05.2023 14:00 bis 18:00 Uhr
Am 21. Mai ist Internationaler Museumstag, hier steht unser Museum bei freiem Eintritt offen von 14:00 bis 18:00 Uhr.
Wir stehen dabei für Fragen zur Verfügung und führen ausgewählte Exponate vor.
https://www.museumstag.de/aktion/25328

Ham Radio, Messe Friedrichshafen

23., 24. und 25.06.2023, Aufbau Donnerstag, 22.06.2023
Amateurfunkmesse in Friedrichshafen, bitte vormerken. Die Organisation der Helfer folgt.

Das Museum in der Presse

Wir waren mehrfach in der Presse vertreten, jedes Mal mit Bild!
- Am 29. März erschien im Wochenblatt ein Artikel zur Saisoneröffnung: https://www.wochenblatt-news.de/elektronikmuseum-tettnang-oeffnet-am-1-april/ - Am 30. März erschien in der Schwäbischen Zeitung ein Artikel zum selben Thema auf der Veranstaltungsseite: https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/elektronikmuseum-tettnang-oeffnet-am-1-april-1502774 - Am selben Tag erschien in der Schwäbischen Zeitung auf der Vereinsseite ein Artikel über den Museumsputz. - Am 1. April erschien, ebenfalls auf der Vereinsseite, ein Artikel zu unserer Jahreshauptversammlung.

Vereinsseiten der Schwäbischen Zeitung sind gedruckt und für Abonnenten online über E-Paper zugänglich. Ansichtsexemplare sind im Museum.
Danke an Erich Schoepe, der die Artikel auf die Vereinsseiten brachte!
Und vielen herzlichen Dank an die Zeitungs-Redaktionen!

Historisches

  • „Michelmann kommt“ – Vor 190 Jahren, im April 1833, nahm eine über einen Kilometer lange elektrische Telegrafenverbindung ihren Betrieb auf, und zwar in Göttingen, gebaut von Physiker Wilhelm Weber und dem berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß.
    Dieser elektrische Telegraf war der erste in der Welt, der eine längere Strecke überbrückte und praktisch genutzt wurde. „Michelmann kommt“ soll dabei die erste übertragene Botschaft gewesen sein.
    Ich bewundere die Redakteure des Blogs des Heinz-Nixdorf-Museumsforum immer wieder für ihre äußerst hochwertigen Artikel:
    https://blog.hnf.de/1833-ein-telegraf-in-goettingen/
  • Vor 100 Jahren, am 19. März 1923, wurde „The Adding Machine“ uraufgeführt. Geschrieben hat das Theaterstück der 30 Jahre alte Elmer Rice.
    Das Stück wurde 1946 unter seinem deutschen Titel „Die Rechenmaschine“ in Salzburg uraufgeführt.
    Mehr zu diesem bemerkenswerten Theaterstück ebenfalls im HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/addiermaschine-aus-amerika/.
  • 60 Jahre ZDF
    Am 1. April 1963 ging das Zweite Deutsche Fernsehen auf Sendung.
    Besonders hervorzuheben ist der Bericht auf DWDL.de: wie alles begann. https://www.dwdl.de/magazin/92335/60_jahre_zdf_alles_begann_in_den_baracken_in_telesibirsk
    Ebenfalls interessant ist der Bericht im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums: https://blog.hnf.de/happy-birthday-zdf/
    Natürlich hat das ZDF selbst haufenweise Material im Netz, wie zum Beispiel die erste „heute“-Sendung: Zusammenfassung: https://www.zdf.de/nachrichten/video/panorama-heute-nachrichtensendung-april-1963-100.html;
    komplette Sendung: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/heute-nachrichtensendung-april-1963-100.html
  • Vor 50 Jahren, auf der Leipziger Frühjahrsmesse vom 11. bis 18. März 1973, wurde der minirex 73 vorgestellt, der erste Taschenrechner der DDR.
    Als Prozessor wurde der U820D eingesetzt, eine DDR-Nachentwicklung des TMS0105NC der amerikanischen Firma Texas Instruments.
    Mehr dazu beim Thüringer Museum für Elektrotechnik unter
    https://www.elektromuseum.de/wissen-taschenrechner-minirex73.html.
  • Vor 40 Jahren, am 22. März 1983, wurde die Tettnanger Firma Forrer Fördertechnik GmbH (Föratec) gegründet.
    Sie konstruierte und stellte Anlagen zur Fördertechnik her.
    Die Firma befand sich bis Ende Mai 2011 in Bürgermoos. Am 30. Mai 2011 wurde sie aus dem Handelsregister gelöscht.

Wer hat's erfunden? – SRF Archivperlen

Heute selbstverständlich ist der Strichcode, der jedes Verkaufsprodukt ziert.
Vorläufer dieses EAN-Codes (EAN steht für European Article Number) war Bestandteil des Automatic Point of Sale Systems der Schweizer Migros, kurz APOSS. Es wurde ab 1968 entwickelt und 1972 in einer Migros-Filiale getestet.
Vor 60 Jahren wurde es im Fernsehen vorgestellt. Im Archiv des Schweizer Fernsehens fand ich diesen hochinteressanten – und die damalige Zukunft bestens treffenden – Beitrag:
https://www.srf.ch/play/tv/archivperlen/video/strichcode-an-der-kasse-1973?urn=urn:srf:video:f54c85ba-6395-4ca8-8135-8e8c8d869eec
Für Technikfreaks gibt es hier die ausführliche Beschreibung des Systems:
https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=sev-001%3A1972%3A63%3A%3A3435
Da das System zwar im Prinzip funktionierte, aber den Ablauf an der Kasse nicht beschleunigte und mit hohen Kosten verbunden war, wurde es schließlich nicht eingesetzt.
Erst in den 1980er Jahren wurde das EAN-System mit seinen Barcodes eingeführt – erst im Test in acht Filialen, eingeführt wurde das System dann in der zweiten Hälfte der 1980er Jahren.
Weitere Quellen:
- https://www.research-collection.ethz.ch/bitstream/handle/20.500.11850/151429/eth-244-01.pdf?sequence=1&isAllowed=y
- https://gs1network.ch/schwerpunkt/2009/detailhandel/item/452-von-der-kommunikation-zur-kollaboration.html

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Juni/Juli 2022

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
im Juni und Anfang Juli war ich sehr mit Museums-Aktionen eingespannt, mir blieb schließlich keine Zeit für die Museumsdepesche.
Daher kommt hier nun die Museumsdepesche für die beiden Monate Juni und Juli 2022.

Danksagung

Mit der Ham Radio Ende Juni und dem Montfortfest Anfang September ging ein regelrechter Marathon an Aktionen zu Ende.
Beide Aktionen waren sehr arbeits- und zeitintensiv.
Vielen, vielen Dank für Eure Unterstützung und aktive Hilfe!
Besonderen Dank verdienen meine Frau Beate und Werner Hoch, die bei beiden Aktionen an allen Tagen intensiv mitgeholfen haben! Beate bei der Standbetreuung und Werner bei der Vorbereitung und Durchführung der Lötaktionen!
Das ist echt richtig viel Arbeit: Brettchen für die Schaltungen sägen sich nicht von selbst, und Werner sorgt auch dafür, dass stets genügend Material für alles da und wohl sortiert ist.
Was wäre der Verein ohne Euch?

Ham Radio

Die Ham Radio ging über drei Tage, an denen wir das Museum präsentieren und mit Jugendlichen löten durften.
Wenn denn welche auf der Messe waren...
Dass es im Handyzeitalter im Bereich Amateurfunk nur sehr wenig Nachwuchs gibt, wird immer mehr offenbar.
So löteten wir über alle drei Tage nur ein Lichttheremin und 16 Stück unserer zur Ham Radio neu entwickelten Bewegtlichtorgel.
Vier gaben wir noch an besonders interessierte Personen ab, davon an zwei Techniklehrer.
Sie fanden es gut, dass man damit nicht einfach nur des Lötens wegen lötet, sondern dass man mit der Lichtorgel danach auch etwas zum Spielen in der Hand hält.
Sehr gut hingegen war die Resonanz am Stand von erwachsenen Messebesuchern, die, teils von unserer Rock 'n' Roll-Musik am Stand angelockt, reges Interesse zeigten.
364 Prospekte verteilten wir unter ihnen, die meisten im persönlichen Gespräch!

Montfortfest

Erstmals war das Elektronikmuseum Teil der Aktionswiese für Kinder auf dem Montfortfest Tettnang.
Da meist kleinere Kinder erwartet wurden, gab es eine einfache Blinkschaltung in Reißnageltechnik zu löten, oder Blumen oder Herzen ohne elektronische Funktion.
Die Aktionswiese war der Hammer!
Am Montfortfest-Samstag war Aufbau und dann vier Stunden Löten, am Sonntag löteten wir sechs Stunden im Dauerbetrieb.
Fast ständig waren alle acht Lötplätze belegt!
Am Ende hatten wir dann 75 Blinkschaltungen gebaut plus nicht gezählte Herzen und Blumen!
Wir werden ganz sicher nächstes Jahr dort wieder mitmachen.

Jahreshauptversammlung

Die diesjährige Jahreshauptversammlung wird gegen Ende der Sommerferien stattfinden.
Sobald der genaue Termin feststeht, werden Einladungen an alle Mitglieder verteilt.

Das Museum in der Presse

Historisches

  • Bereits vor 400 Jahren, in den 1620er Jahren, wurde der Rechenschieber erfunden.
    Das gleich zweimal - durch den englischen Mathematiker William Oughtred und seinen Landsmann Richard Delamain.
    Nachzulesen im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF unter https://blog.hnf.de/vierhundert-jahre-rechenschieber/.
  • Vor 200 Jahren, am 14. Juni 1822, gab der englische Mathematiker Charles Babbage ein Versuchsmodell seiner Differenzmaschine bekannt.
    Damit ist nicht gemeint, dass die Maschine einfach Minus rechnet: Sie war hoch komplex und sollte zur Berechnung von Zahlentabellen wie zum Beispiel Logarithmentafeln dienen.
    Ein Artikel über die erstaunliche Technik findet sich beim HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/200-jahre-differenzmaschine/.
    Ein Klick auf den Verweis auf seine 385 Seiten umfassenden Schriften zur Maschine am Ende des Artikels lohnt sich für besonders Interessierte.
  • Vor 70 Jahren, am 7. Juni 1952, ging in Göttingen der erste deutsche Röhrenrechner in Betrieb.
    Er hieß, kurz und knapp, „G1“ und enthielt neben zahlreichen Relais 476 Röhren, wie sie in der Zeit unter anderem auch in Radios eingesetzt waren.
    Einen schön geschriebenen Artikel als PDF dazu gibt es bei der Max-Planck-Gesellschaft unter https://www.mpg.de/9341803/.
  • Ebenfalls vor 70 Jahren, am 10. Juni 1952, nahm im Institute for Advanced Study im amerikanischen Princeton ein besonderer Computer seinen Betrieb auf:
    Er wurde vom in Budapest geborenen genialen Informatiker John von Neumann entworfen und arbeitete nach der später nach ihm benannten Rechnerarchitektur:
    In ihr sind Daten und Programmbefehle im selben Speicher.
    Auch heutige Computer sind meist nach der „Von-Neumann-Architektur“ aufgebaut.
    https://blog.hnf.de/john-von-neumanns-maschine/
  • Vor 60 Jahren, am 10. Juli 1962, startete in Cape Canaveral Telstar 1, der erste Fernsehsatellit:
    Also der erste Satellit, der Fernsehsignale empfangen, verstärken und in einer anderen Frequenz wieder senden konnte – so, wie das Fernsehsatelliten bis heute machen.
    Auch hierzu gibt es im HNF-Blog mehr:
    https://blog.hnf.de/telstar-fernsehen-ueber-satellit/
  • Vor 30 Jahren, am 30. Juni 1992, startete mit „D2-Privat“ des Mannesmann-Konzerns der moderne Mobilfunk.
    Mannesmann hatte damals die Telekom mit einem PR-Coup ausgetrickst, die ihr D1-Netz für den 1. Juli 1992 gestartet hatte.
    Die interessante Geschichte dazu lässt sich zum Beispiel beim der Deutschen Welle nachlesen:
    https://www.dw.com/de/mobilfunk-vom-knochen-zum-smartphone/a-62312750
  • Vor 30 Jahren tauchte im Juni-Heft 1992 des Wilson Library Bulletin zum ersten Mal der Begriff „Surfen“ in Zusammenhang mit dem Internet auf.
    Woher es also kommt, dass man im Internet „surft“ kann man beim HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/today-well-surf-the-net/ nachlesen.
  • Vor 20 Jahren, am 21. Juni 2002, öffnete das Elektronikmuseum Tettnang erstmals seine Pforten.

ARD Retro und Archiv des SRF

Zwei interessante Filme sind im Archiv der ARD aufgetaucht:

Mich freut es sehr, dass im Archiv des Schweizer Fernsehens zahlreiche Folgen der Sendung MTW (Menschen – Technik – Wissenschaft) zu sehen sind, die meisten können auch von Deutschland aus gesehen werden.
Leider gibt es für die wenigsten Filme eine Beschreibung in der Übersicht.
Hier der Link auf die allerletzte Folge der Wissenschaftssendung.
Diese wird eingeleitet von einem Bericht über das Computerzeitalter.
Anschauen lohnt sich!
https://www.srf.ch/play/tv/sendung/mtw?id=f6f76449-eda3-44bb-9d95-77ac35443fce

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche April 2022

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Monat April 2022.

Aktionen im und ums Elektronikmuseum im Mai

Helfer gesucht!
Im Mai haben wir gleich drei Aktionen zu verarbeiten – zwei betreffen das Museum als solches und eine Veranstaltung dient der Motivation von Helfern für Kinder-/Jugendaktionen.

Samstag, 14.05.2022: ADAC Württemberg Historic macht Halt in Tettnang

Die Oldtimerrallye des ADAC mit sehr hochwertigen Fahrzeugmodellen macht Halt in Tettnang.
Beginn: ca. 15:30, Ende: ca. 18:00 Uhr. Beginn Aufbau: 14:00 Uhr.
Wir bauen vor dem Museum einen kleinen Infostand auf und benötigen vor und im Museum insgesamt mindestens vier Helfer.
Eingang über die Tageskasse, mit Eintritt.

Sonntag, 15.05.2022: Internationaler Museumstag

Genau am nächsten Tag ist Internationaler Museumstag.
An diesem Tag sollen von 14:00 bis 18:00 die Geräte im Museum laufen!
Auch hier werden den Tag über vier Helfer benötigt, gerne sind mehr Leute willkommen:
Vorführung von Geräten und kleinen Spezialführungen, Ansprechpartner für Publikum.
Eingang voraussichtlich über Tageskasse, auch wenn der Eintritt frei ist.
Zur Veranstaltung siehe https://www.museumstag.de/aktion/16179
Uhrzeiten Mini-Führungen:
15:00 - 15:30 Uhr
16:00 - 16:30 Uhr
17:00 - 17:30 Uhr

Samstag, 21. Mai 2022: Vereinsbörse „VereinTT“

Am Samstag, dem 21. Mai wird im unteren Drittel der Montfortstraße Tettnang eine Vereinsbörse stattfinden.
Wir werden unseren Förderverein präsentieren und dabei insbesondere unsere tolle Kinder-/Jugendlötprojekte vorstellen.
Vorgesehen sind drei bis vier Lötplätze.
Wir sollten mindestens stets zu viert am Stand sein.
Beginn ist um 8:00 Uhr, Ende um 14:00 Uhr.
Aufbau in aller Herrgottsfrühe, um 7:00 Uhr!
Auch hier wäre es super, wenn ich (Rainer) nicht alleine bleiben würde.
Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt. Ich habe daher Pavillons beantragt.

Ham Radio 2022

Bitte merkt Euch schonmal den Zeitraum Freitag, 24. Juli Juni bis Sonntag, 26. Juli Juni vor – dann ist Ham Radio!
Wir dürfen dort wieder unser Museum präsentieren!
Als neues Lötprojekt werden wir eine Bewegtlichtorgel bauen – eine recht primitive Schaltung auf einer Platine.
Den Prototypen dieser Lichtorgel habe ich am 3. November 1993 zusammengebastelt; nachdem Patenkinder ganz scharf auf dieses Teil sind, dachte ich:
Wieso nicht als Lötprojekt in unser Programm aufnehmen?

Das Museum in der Presse

Am 6. April erschien ein schöner Artikel über unsere Museumsöffnung im April in der Schwäbischen Zeitung:
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-elektonikmuseum-praesentiert-in-tettnang-wieder-neue-klassiker-_arid,11492905.html
Nach Registrierung bei der Schwäbischen Zeitung kann man drei „Plus“- und zehn freie Inhalte im Monat kostenlos lesen.

Historisches

  • Vor 50 Jahren, am 24. April 1972, wurde in Konstanz die Firma Computertechnik Müller GmbH gegründet, kurz CTM.
    Firmengründer war das Ehepaar Otto und Ilse Müller.
    Die Firma CTM existiert nicht mehr – sehr wohl aber die Firma Hyperstone GmbH:
    Otto Müller entwickelte 1990 einen 32-Bit-Mikroprozessor, der aufgrund seiner Einfachheit sehr schnell und preisgünstig war.
    Mehr im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF):
    https://blog.hnf.de/ctm-aufstieg-und-niedergang-einer-computerfirma/.
  • Vor 35 Jahren, am 2. April 1987, wurde der „IBM PS/2“ in Miami und New York vorgestellt.
    IBM wollte mit diesem recht handlichen Computer wieder Oberhand im PC-Markt gewinnen, was jedoch misslang.
    Einige von uns kennen noch ein noch lange überlebendes Detail – den PS/2-Stecker für Maus und Tastatur.
    [Mehr im HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/ibm-ps-2-der-verflixte-mikrokanal/](Mehr im HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/ibm-ps-2-der-verflixte-mikrokanal/){target=_blank}.

ARD Retro

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Februar 2022

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Monat Februar 2022.

Trauer um zwei verstorbene Mitglieder

Wir trauern um Heiner Bernhard, der am 4. Februar im Alter von 85 Jahren verstorben ist.
Heiner Bernhard war der erste hauptamtliche Elektroniklehrer in Tettnang und eines der ersten Mitglieder nach Gründung unseres Vereins.
Erst im Nachhinein erfuhr ich vom Tod unseres Mitglieds Fritz Armann, der bereits am 22. November 2021 verstorben ist. Er wurde 92 Jahre alt.

Radio-Projekt DAB+

Wir suchen weiterhin Verstärkung bei der Jugendarbeit, insbesondere beim von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt geförderten Digitalradio-Projekt im DAB+-Standard.

Wir brauchen noch weitere Cappuccinodosen aus Pappe mit Blechboden, 200 g Inhalt.

Es wäre schade, wenn das Projekt an fehlenden Cappuccinodosen scheitern würde…
Vielen Dank im Voraus für Eure Mithilfe!
Projekt DAB+ und Ehrenamtlichensuche

Museumsputz, Jahreshauptversammlung

Das Museum wird am 1. April für den Publikumsverkehr öffnen.
Dieses Jahr werden wir wieder einen
Museumsputz
veranstalten, voraussichtlich am Samstag, dem 26. März 2022 am Nachmittag (so, dass schön die Sonne in die Glasvitrinen brennt).
Unsere Jahreshauptversammlung werden wir dieses Jahr nochmal Ende August, Anfang September abhalten.
Nach Ende der Coronapandemie wird sie dann wieder im März stattfinden, vor der Museumsöffnung.

Tettnanger Elektronikstammbaum

Der Elektronikstammbaum ist weiter in Bearbeitung, Erich Schoepe kümmert sich darum.
Um Informationen zur Tettnanger Elektronikindustrie sind wir jederzeit dankbar per Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org !

Das Elektronikmuseum in der Presse

Insgesamt dreimal erschien unser Aufruf zum DAB+-Projekt in der Schwäbischen Zeitung.
Ferner wird im Nachruf von Heiner Bernhard auch das Elektronikmuseum Tettnang erwähnt:
https://www.schwaebische.de/landkreis/bodenseekreis/tettnang_artikel,-trauer-um-einen-mitbegruender-der-tettnanger-elektronikschule-_arid,11472574.html

(Nach Anmeldung kann man auch als Nicht-Abonnent monatlich drei Plus-Inhalte der Schwäbischen Zeitung lesen.)

Historisches

  • Vor 175 Jahren, am 11. Februar 1847, wurde der Ingenieur Thomas Alva Edison im US-Bundesstaat Ohio geboren. Er meldete weit über 1000 Patente an und gilt als einer der größten Erfinder aller Zeiten.
    Unter anderem entwickelte er die brauchbare und serienmäßig herstellbare Glühbirne und den Phonographen, mit dem man Töne auf Wachswalze gravieren und abspielen kann.
    Das Abspielen von Enrico Caruso auf einem Original Edison Phonographen aus 1908 gehört zu jeder Führung im Elektronikmuseum Tettnang.
    Interessantes über Edison findet man beim Deutschlandfunk unter https://www.deutschlandfunk.de/175-geburtstag-von-thomas-alva-edison-100.html .
  • Vor 125 Jahren, am 15. Februar 1897, stellte der in Fulda geborene Ferdinand Braun seine „Braunsche Röhre“ vor.
    Unter anderem aus Wilhelm Konrad Röntgens Experimenten kannte Ferdinand Braun den Leuchtschirm, er wusste, dass sich Elektronenstrahlen magnetisch ablenken lassen und er wusste auch, dass die Elektronen das Material des Leuchtschirms zum Leuchten bringen konnten.
    Er brachte diese Dinge zusammen – und hatte die Bildröhre erfunden. Heureka!
    Wobei er selber ein Anzeigeinstrument für Messgeräte im Sinn hatte.
    Dass man mit dem Ding auch Bilder darstellen könnte, tat er als Blödsinn ab.
    Darum kümmerte sich neben japanischen und amerikanischen Forschern der Deutsche Manfred von Ardenne, der Braunsche Röhren in Fernsehempfängern einsetzte.
    Übrigens: Paul Eduard Klein, der Elektronikpionier Tettnangs, arbeitete 1934 bis 1945 bei Manfred von Ardenne (später Siemens).
    Er nutzte die Braunsche Röhre für den Zweck, den Ferdinand Braun dafür im Kopf hatte: Für seine „Elektronenstrahl-Sichtgeräte“, heute sagt man normalerweise „Oszilloskop“ dazu.
    Im Elektronikmuseum Tettnang kann man etliche solcher Geräte in Betrieb erleben.
    Über Ferdinand Braun kann man beim Deutschlandfunk nachlesen:
    https://www.deutschlandfunk.de/125-jahre-braunsche-roehre-100.html.
  • Vor 40 Jahren, am 24. Februar 1982, wurde im „Silicon Valley“ in Kalifornien die Firma Sun Microsystems gegründet.
    Nachdem Andreas von Bechtolsheim an der privaten Stanford-Universität eine eigene Workstation entwickelt hatte, machte er sich zusammen mit zwei Stanford-Absolventen an deren Vermarktung und gründete dazu die Firma.
    Beim Heinz Nixdorf Museumsforum HNF lässt sich die Geschichte dahinter nachlesen:
    https://blog.hnf.de/sun-microsystems-es-begann-in-stanford/
    Interessant: 1968 zog Andreas "Andy" von Bechtolsheim mit Familie nach Nonnenhorn am Bodensee, wo er 1973 mit 17 Jahren am Bodensee-Gymnasium Lindau sein Abitur ablegte.
    Ebenfalls mit 17 Jahren entwickelte er auf Basis des Intel-8008-Prozessors einen Mikrocomputer, wofür er 100 D-Mark Lizenzgebühren pro verkauftem Gerät erhielt.
    Er war 1998 einer der ersten Investoren bei Google und dürfte wohl der erfolgreichste deutsche Ingenieur im Silicon Valley sein!
    https://blog.hnf.de/herzlichen-glueckwunsch-zum-geburtstag-herr-von-bechtolsheim/
  • Am 29. Februar 2012 um sieben Uhr deutscher Zeit – vor 10 Jahren kam der kleine leistungsstarke "nackte" Computer Raspberry Pi auf den Markt.
    Mich erinnerte das Platinchen an meine eigenen Anfänge, als ich mit dem Z80 Mikroprofessor noch Computercodes über eine 16er-Tastatur händisch eingegeben hatte. Beim Raspberry Pi hingegen muss man den Code nicht mehr erst händisch in die Bits und Bytes umrechnen – es ist ein vollwertiger Computer mit allem, was dazugehört – Speicher, Festplatte, Monitorausgang, USB und sogar Netzwerkanschluss. Darauf ein Linux-Betriebssystem.
    Mehr dazu beim HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/der-nackte-computer-10-jahre-raspberry-pi/.

ARD Retro

Hier wieder ein paar interessante Fundstellen in der Bibliothek der ARD.
Leider sind die Links auf die Videos teilweise immer noch ewig lang…

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.