Nachrichten: Presse

Depesche Februar 2024

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Februar 2024.

Museumsputz am kommenden Samstag, 9. März 15:45 Uhr

Wir putzen unser Museum am
Samstag, dem 9. März 2024 ab 15:45 Uhr
Wir freuen uns über zahlreiche Helfer!
(Ursprünglich war 14:00 Uhr angesetzt. Zu dieser Zeit haben wir jedoch noch einen Kindergeburtstag im Museum, weshalb wir mit dem Putzen später beginnen.)

Das Museum in der Presse

Am 26. Februar erschien im Vereinsteil der Schwäbischen Zeitung ein Artikel "Senioren entdecken Museumsschätze" über den Besuch der Kolpingsfamilie Tettnang im Elektronikmuseum am Gumpigen Donnerstag.

Historisches

  • "Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will":
    Vor 460 Jahren, am 15. Februar 1564, wurde Galileo Galilei in Italien geboren.
    Galileo hatte seinen eigenen Kopf – so fand er über Berechnungen heraus, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
    Völlig unvorstellbar zu seiner Zeit!
    Mehr zum Beispiel bei Geo:
    www.geo.de/geolino/mensch/3485-rtkl-weltveraenderer-galileo-galilei
  • Vor 100 Jahren, am 14. Februar 1924, bekam die Firma IBM ihren Namen:
    "International Business Machines Corporation".
    Über die Hintergründe erfährt man mehr im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums unter
    blog.hnf.de/hundert-jahre-ibm/.
  • Vor 75 Jahren, am 28. Februar 1949, ging in München-Freimann der erste UKW-Rundfunksender in Deutschland in Betrieb.
    Die „Welle der Freude“ war geboren – so nannten einige die Übertragung auf UKW, da mit der dort verwendeten Frequenzmodulation (FM) eine erhebliche Klangverbesserung möglich war gegenüber der bis dahin ausschließlich verwendeten amplitudenmodulierten (AM) Lang-, Mittel- und Kurzwellenbänder.
    Mehr zum UKW-Jubiläum zum Beispiel bei heise:
    www.heise.de/hintergrund/75-Jahre-UKW-in-Deutschland-Die-Welle-der-Freude-wogt-weiter-9641330.html
  • Vor 20 Jahren, am 4. Februar 2004, ging Facebook online.
    Mittlerweile hat es nicht mehr die Bedeutung von einst – in der Internetwelt geht das rasant.
    Dennoch ist Facebook "bei älteren" präsent...
    Mehr dazu zum Beispiel beim Bayerischen Rundfunk unter
    www.br.de/nachrichten/netzwelt/20-jahre-facebook-k-ein-grund-zum-feiern,U3D5jIX.

Weshalb UKW so viel besser klingt als Mittelwelle

Auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle wird die so genannte Amplitudenmodulation (AM) angewendet: Die Toninformation wird in Form von mehr oder weniger hoher Antennenspannung hoher Frequenz übertragen.
Da das Signal je nach Empfangsort und Abstand zum Sender ebenfalls eine unterschiedlich hohe Spannung aufweist, gibt es oft Probleme mit der wenig stabilen Lautstärke des empfangenen Signals.
Auch Störungen werden unmittelbar auf den Lautsprecher durchgeleitet.
Beim UKW-Rundfunk wird Frequenzmodulation genutzt.
Hier wird die Höhe der hochfrequenten Antennenspannung konstant gehalten, die Ton-Information steckt in leichten Frequenzänderung des Antennensignals.
Damit ist die Lautstärke am Empfangsort immer definiert und stabil, und Störungen wirken sich weitaus weniger stark aus.
Bei UKW wurde zusätzlich eine höhere „Bandbreite“ definiert: Damit ist der Tonumfang gemeint, der übertragen werden kann.
Während auf Lang-, Mittel- und Kurzwellensendern bei 4,5 Kilohertz Schluss ist, lassen sich auf UKW Frequenzen bis 15 kHz übertragen.
Ein Kilohertz bedeutet 1000 Schwingungen pro Sekunde; der eindringliche Ton beim früheren Fernseh-Testbild hatte ein Kilohertz (kHz).
Das hat nichts mit der oben beschriebenen Frequenz- oder Amplitudenmodulation zu tun, sondern damit, wie viel Frequenzumfang einem Sender zur Verfügung steht.
Auf Mittelwelle, die von 526,5 Kilohertz und 1606,5 Kilohertz geht, liegen die Sender um nur 9 Kilohertz versetzt beieinander, als Ton übertragen kann man maximal die Hälfte dieses Abstands, also 4,5 Kilohertz.
UKW bedeutet eine erheblich höhere Sendefrequenz von 88 bis 108 Megahertz (88 000 bis 108 000 Kilohertz).
Dort können trotz 100 Kilohertz Abstand zwischen den Sendern (in manchen Kabelnetzen nur 50 Kilohertz) noch viele verschiedene Sender untergebracht werden.
Aus unterschiedlichen Gründen wurde die obere Grenzfrequenz bei 15 Kilohertz festgelegt, womit so gut wie der gesamte Gehörumfang des Menschen übertragen wird – auch alle Zischlaute (die liegen bei etwa fünf bis sechs Kilohertz) und Feinheiten von Instrumenten.

Heinz-Nixdorf-Museumsforum

Meine Frau und ich besuchten im Februar das Heinz-Nixdorf-Museumsforum, das weltgrößte Computermuseum.
Ein echter Hammer!
Das Museum ist eine Reise nach Paderborn wert!
Zur Homepage des Museums geht’s hier: www.hnf.de/home.html
Neben der Firmengeschichte Heinz Nixdorf und imposanten Datenverarbeitungsmaschinen mit Lochkarten zeigt das Museum etliche sehr seltene und bedeutsame Rechner.
Unter anderem ist ein Apple 1 ausgestellt, sowie der Rechenkern einer Cray-1 – dem ersten Supercomputer der Welt!
An zahlreichen interessanten Experimenten lässt sich die Funktionsweise von Computern erschließen.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Oktober 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Oktober 2023.

Wintersaison

Das Elektronikmuseum ist ab heute bis zum 31. März 2024 in der Wintersaison.
Die Tageskasse ist in diesem Zeitraum geschlossen.
Das ganze Jahr über gibt es den Museumstreff für Vereinsmitglieder und Interessierte.
Hier wird gefachsimpelt und informiert, zum Beispiel, was einen in einer Führung oder bei einem Kindergeburtstag erwartet, oder über Tätigkeiten im Verein.
Ebenfalls ganzjährig gibt es Führungen und Kinderveranstaltungen.

100 Jahre Rundfunk – Veranstaltung im Elektronikmuseum

Am 29. Oktober 1923 wurde die erste öffentliche Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt.
Anlässlich dieses Jubiläums war unser Museum am Sonntag, dem 29. Oktober bei freiem Eintritt geöffnet, mit Führungen zum Thema und Vorführung ausgewählter Exponate.
Vielen Dank an unsere Mitglieder, die beim Erklären halfen!
Vielen Dank auch an Horst Willers, der eigens einen Rundfunkempfänger mit Röhre aus dem Jahr 1923 mitbrachte!

Das Museum in der Presse

Am Mittwoch, dem 25. Oktober erschien in der Schwäbischen Zeitung überregional ein großer Artikel mit zwei Bildern. „100 Jahre Radio: Das hat auch die Region geprägt“ mit Bezug zur Ausstellung im Elektronikmuseum Tettnang.
https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/100-jahre-radio-haben-auch-die-region-am-bodensee-gepraegt-mit-video-2000358
Beim Artikel wurde auf unsere Sonderveranstaltung am 29. Oktober hingewiesen.
Sie war nicht zuletzt deswegen so gut besucht.
Vielen Dank an Redakteur Mark Hildebrandt!
Er hat das ganz besondere Talent, aus ewig vielem Technik-Kauderwelsch im Interview einen hervorragenden, für alle interessanten Zeitungsartikel zu gestalten!

Historisches

  • Vor 190 Jahren, am 21. Oktober 1833, wurde der schwedische Chemiker und Erfinder in Stockholm geboren.
    Angesichts des Schreckens, den seine Erfindung des Dynamit bot, bekam er ein schlechtes Gewissen und verfügte, mit dem größten Teil seines Vermögens eine Stiftung zu gründen.
    Aus deren Zinserlösen sollen an Menschen, „die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“ Preise verliehen werden.
    So gibt es seit 1901 den „Nobelpreis“.
    Mehr dazu zum Beispiel beim NDR unter https://www.ndr.de/geschichte/Wie-Alfred-Nobel-das-Dynamit-erfunden-hat,alfrednobel104.html.
  • Vor 100 Jahren, am 29. Oktober 1923, wurde aus dem Voxhaus in Berlin die erste öffentliche Rundfunksendung ausgestrahlt.
    Immerhin null Hörer empfingen in Deutschland diese Sendung offiziell.
    Die Zahl der „Schleichhörer“ dürfte deutlich höher gewesen sein...
    Mehr zum Thema in einem eigenen Kapitel weiter unten.
  • Vor 65 Jahren, am 18. und 19. Oktober 1958, stellte das Forschungszentrum Brookhaven bei New York das erste frei zugängliche Videospiel vor: „Tennis für zwei“.
    Es lief auf einem Analogrechner plus zusätzlich angebauter Schaltung.
    Ich erfuhr über den Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums davon:
    https://www.blog.hnf.de/tennis-fuer-zwei/
    Der Artikel enthält auch Links zu den Schaltplänen...
    Es wäre doch klasse, wenn wir das im Elektronikmuseum nachbauen und an einem unserer Analogrechner betreiben würden, oder?
    Wer hat Lust, das zu bauen?
    Bitte bei mir melden!

100 Jahre Rundfunk in Deutschland – Interessantes zum Thema

Von den zahlreichen Veröffentlichungen zum Thema seien diese genannt:

  • https://blog.hnf.de/achtung-achtung-hier-ist-die-sendestelle-berlin – Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums mit einigen interessanten Querverweisen, darunter auf das
  • Rundfunk-Jahrbuch 1930, das man in Worldradiohistory.com abrufen kann [ca. 13 MByte):
    https://www.worldradiohistory.com/BOOKSHELF-ARH/History/Rundfunk-Jahrbuch-1939-2020-05-08.pdf. Hier sind die Beiträge „2000 Jahre Nachrichtentechnik“ ab PDF-Seite 20, „Wie Königs Wusterhausen zum ersten deutschen Rundfunksender wurde“ ab PDF-Seite 36 und „In 14 Tagen einen Sender für Berlin“ ab PDF-Seite 52 besonders lesenswert!
    Im Museum haben wir ein Original-Exemplar des sehr interessanten 496 Seiten starken Jahrbuchs.
  • Hier nochmal der Link zur Jubiläumssendung auf „Welle 400“ mit einem aus historischen Teilen zusammengebauten Empfänger:
    https://www.gfgf.org/Forum/index.php?t=msg&th=8309&start=0&.
    Den ursprünglich im Museumstelegramm angekündigten Empfangsversuch im Museum führten wir übrigens nicht durch.
    Ein Vorversuch bei mir zu Hause mit Langdrahtantenne und unterschiedlichen, auf die exakte Frequenz eingestellten Empfängern war bereits erfolglos.
    100 Watt Sendeleistung in ca. 750 Kilometern Entfernung waren viel zu schwach, um auch nur den Hauch eines Signals zu hören.

Auch in der ARD-Mediathek sind haufenweise Beiträge zum Thema zu finden, wie man mit einer Suche nach „Radio“ oder „Rundfunk“ feststellen wird.
Zwei Beiträge davon möchte ich hier vorstellen: - Der einstündige Film des SWR ist kurzweilig, heiter und sehr interessant gehalten mit vielen Details.
Gefilmt wurde unter anderem im Technoseum Mannheim.
https://programm.ard.de/TV/Programm/Sender/?sendung=282313247522226812
Direkt zum Film unter
https://www.ardmediathek.de/video/doku-und-reportage/radio-aktiv-100-jahre-rundfunk/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE5MzM5MDg - 100 Jahre Rundfunk in einer Abendschau des Bayerischen Rundfunks, gut dreieinhalb Minuten lang.
Besonders interessant darin: Wie man zu einer Rundfunkgenehmigung kam.
https://www.ardmediathek.de/video/abendschau/100-jahre-radio/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzUwNzhiMmU5LTc0MzEtNDcwOS1iOTZjLTAwNTAzYjE4MjQ5MA

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche September 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den September 2023.

Tag des offenen Denkmals am 10. September

Wir hatten am Bähnlesfest-Sonntag anlässlich des inernationalen Tages des offenen Denkmals unser Museum geöffnet und führten zum Schwerpunkt „100 Jahre Rundfunk in Deutschland“ verschiedene Exponate vor.
Trotz – oder wegen? – des heißen Wetters kamen erstaunlich viele Besucher ins Museum, so dass alle freiwilligen Helfer mit Erklären und Vorführen ausgelastet waren.
Wir freuten uns auch sehr über den Besuch unserer Bürgermeisterin Regine Rist mit Familie. Vielen Dank für den Besuch!
Vielen Dank an alle Helfer, die mit Rat und Tat zur Seite standen!

Das Museum in der Presse

Am 6. September erschien ein halbseitiger Zeitungsartikel vom Bodenseekreis über den Tag des offenen Denkmals.
Unser Leitmotiv mit dem blauen Grammophon und dem roten Stuhl wurde dabei als Aufhänger genommen und 16 x 12,5 cm groß abgebildet!
Der Artikel ist nicht online einzusehen.

Historisches

  • Vor 400 Jahren, am September 1623, erwähnte der Tübinger Gelehrte Wilhelm Schickard in einem Brief an Johannes Kepler die erste Rechenmaschine – sie war mit Zahnrädern und Zylindern ausgestattet, auf denen das Einmaleins angebracht war.
    Gebaut wurden zwei Exemplare, von denen keines erhalten blieb.
    In der Sonderausstellung „Berechenbar“ des Elektronikmuseums 2009 war ein Nachbau zu sehen. Der war allerdings eine Leihgabe, die zurückgegeben werden musste.
    Im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforum HNF findet sich ein ausführlicher Artikel zu dieser Holz-Rechenmaschine mit mechanischem Zehnerübertrag:
    https://blog.hnf.de/400-jahre-schickard-maschine/.
  • Vor 85 Jahren, am 27. September 1938, begann die BBC aus England, das deutschsprachige Programm „Londoner Rundfunk“ gegen die deutsche Propaganda zu senden.
    Das Programm wurde bis bis zum 26. März 1999 ausgestrahlt.
    https://www.deutschlandfunk.de/vier-schlaege-auf-eine-dumpfe-afrikanische-trommel-100.html.
  • Vor 50 Jahren, am 20. September 1973, wurden die Notrufnummern 110 und 112 bundesweit eingeführt.
    110 für die Polizei und
    112 für die Feuerwehr.
    Mehr dazu zum Beispiel auf der Website der Bundesregierung unter
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/notrufnummer-50-jahre-2224394.
  • Vor 40 Jahren, am 2. September 1983, wurde in Deutschland der Bildschirmtext gestartet:
    Mit BTX konnte man per Fernseher und Fernbedienung online gehen.
    Das allerdings sehr kompliziert und teuer – jedenfalls setzte sich das System nicht durch.
    Ein guter Beitrag dazu erschien im Spiegel:
    https://www.spiegel.de/geschichte/einfuehrung-des-bildschirmtextes-a-951247.html.
    Im Elektronikmuseum Tettnang befindet sich ein BTX-Gerät, das bei der Firma Mössmer im Einsatz war.
  • Ebenfalls vor 40 Jahren, am 21. September 1983, wurde das erste Mobiltelefon [„Handy“) zugelassen – das Motorola DynaTAC 8000X.
    Ich berichtete bereits in der April-Depesche davon, denn am 3. April 1973, also zehn Jahre zuvor, telefonierte sein Entwickler Martin Cooper das erste Mal mit einem Prototypen davon.
    Zum Beispiel im Fokus kann man zum Start des Mobilfunks lesen:
    https://www.focus.de/digital/handy/mobilfunkgeschichte/motorola-dynatac-8000x-der-urahn-der-handys_id_2073736.html.
  • Vor 25 Jahren, am 4. September 1998, wurde die Firma Google, Inc. gegründet.
    Sie ist inzwischen die bedeutendste – und damit auch einflussreichste – Suchmaschine fürs Internet.
    Durch seine Investition von 100.000 Dollar vor der Gründung der Firma wesentlich zum Erfolg von Google beigetragen hat Andreas von Bechtolsheim, der in Nonnenhorn aufwuchs und in Wasserburg am Bodensee seine Elektronikfirma „Andron“ betrieb.
    Mehr zu Google zum Beispiel beim ZDF unter https://www.zdf.de/nachrichten/digitales/25-jahre-google-100.html und zu Andreas von Bechtolsheim in der Wikipedia unter https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_von_Bechtolsheim.

ARD Retro

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche August 2023

Tag des offenen Denkmals

Am Bähnlesfestsonntag, dem 10. September 2023, ist auch Internationaler Museumstag.
Auch das Elektronikmuseum macht mit – mit dem Schwerpunktthema „100 Jahre Rundfunk“ ist unser Leitmotiv mit dem Grammophon mit blauem Trichter neben dem roten Stuhl sogar auf der Titelseite des Prospekts für den Bodenseekreis gelandet!
Von 14:00 bis 18:00 Uhr ist unser Museum geöffnet, und wir führen laufend interessante Geräte vor. Der Eintritt ist frei.
Helfer, die Besuchern interessante Fakten vermitteln, sind jederzeit herzlich willkommen!
Wer sich vorab ins Thema einlesen möchte:
Eine Übersicht zum Schwerpunktthema befindet sich auf unserer Homepage unter https://www.emuseum-tettnang.de/labels/salon/Rundfunkausstellung/ .
Bitte beachtet, dass Besucher den offiziellen Museumseingang neben dem Torbogen nutzen sollten – dort wird eine Strichliste zur Statistik geführt.
Website zum Tag des offenen Denkmals:
https://www.bodenseekreis.de/bildung-kultur/kultur/kreisarchiv/tag-des-offenen-denkmals/angebote-und-veranstaltungen-2023/tettnang/

Das Museum in der Presse

Am 18. August war in der Schwäbischen Zeitung ein großer Bericht mit zwei Bildern zum iTelex – mit den Fernschreibern im Museum ins Internet:
https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/diese-laengst-vergessene-technik-lebt-in-tettnang-wieder-auf-1836805
Der Artikel ist frei zugänglich und überregional erschienen!
Vielen Dank an SZ-Redakteur Olaf E. Jahnke für den tollen Bericht!

Historisches

Interessantes Online-Museum für alte Speichermedien

Auf der Seite in englischer Sprache werden veraltete, also nicht mehr gefertigte Ton-, Bild- und Datenspeicher vorgestellt.
https://obsoletemedia.org/
Insbesondere interessant finde ich, welch Vielzahl an unterschiedlichsten Tonträgern es mal gab!
https://obsoletemedia.org/audio/audio-timeline/

ARD Retro

Zur IFA 1963

Für die Nachrichten waren neben UKW-Stereo wohl ein Radio mit integriertem Haustelefon und ein Radio für Traktoren wichtigere Innovationen als die Kompaktkassette und der erste volltransistorisierte HiFi-Verstärker von Grundig.
Beides wurde ebenfalls auf der IFA 1963 der Öffentlichkeit vorgestellt.
https://www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/neuheiten-zur-funkausstellung-1963/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWQyYTZlOGY3LTRmMTgtNDIwZS1iZDkwLTI2ZjkxNTM0M2UzMw

Elektrische Lottoziehung

Ganz stolz wurde in diesem Video vom 15. August 1963 die damals neue elektrische Maschine zum Ziehen der Lottozahlen vorgestellt:
https://www.ardmediathek.de/video/swr-retro-abendschau/lottozahlen-werden-elektrisch-ermittelt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNzQxMjU

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Juni/Juli 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
Ende Juni und am ersten Juli-Wochenende war ich mit der Organisation unterschiedlicher Aktionen eingespannt, so dass mir keine Zeit für die Juni-Depesche blieb.
Hier kommt also die Museumsdepesche für Juni und Juli 2023.

Vereinsaktivitäten im Juni und Juli 2023

Den zahlreichen Helferinnen und Helfern auf der Ham Radio, dem Tag der offenen Tür an der Elektronikschule, bei der Lötaktion auf dem Montfortfest und den Projekttagen im Montfort-Gymnasium ein ganz herzliches Dankeschön!
Ohne Euch wären solche tollen Aktionen nicht denkbar!
Die Amateurfunkmesse Ham Radio dauerte drei Tage, vom 22. bis 25. Juni, plus Aufbau am Vorabend.
Auf dem Messestand waren einige Retro-Computerspiele zu erleben, und es konnte wahlweise ein Licht-Theremin oder eine Bewegtlichtorgel gelötet werden.
Wie konnten etliche Besucher ansprechen und mit Prospekten versorgen.
Auf dem Tag der offenen Tür an der Elektronikschule am Vormittag des 1. Juli war der Förderverein des Elektronikmuseums mit einem kleinen Stand direkt im Eingangsbereich vertreten.
Am selben Wochenende, Samstag, 1. und Sonntag, 2. Juli, fand auch eine Lötaktion für Kinder auf der Aktionswiese des Montfortfests in Tettnang statt.
Die jüngeren Kinder löteten meist Blumen, während die etwas älteren eine Blinkschaltung bauten.
Die Aktion war sehr herausfordernd, da über den gesamten Zeitraum von 14:00 bis 19:30 bzw. 12:00 bis 18:00 Uhr alle Lötplätze durchgängig von begeisterten Kindern belegt waren!
Nach dem coronabedingten Stillstand in den letzten Jahren fanden endlich wieder die Projekttage des Montfortgymnasiums statt. Nach einer Führung am Freitag, dem 21. Juli, konnten Schülerinnen und Schüler des Montfortgymnasiums Montag und Dienstag, 24. und 25. Juni nach Anleitung unserer ehrenamtlichen Helfer löten.
Hier noch mein persönlicher Dank für die selbstständige Organisation der Aktion durch die Helfer!

i-Telex: Mit dem Fernschreiber ins Internet

Dank dem unermüdlichen Einsatz von Thomas Fecker mit Hilfe von Richard Kurz läuft unser i-Telex-Anschluss endlich!
Was ist i-Telex?
i-Telex ist ein Hobby-Fernschreibnetz bzw. Telex-Netz, es ist als quelloffenes Projekt entstanden, an dem jeder Interessierte mitwirken kann. Mittels einem speziellen Anschlussgerät können Fernschreiber mit dem Internet verbunden werden. Immerhin findet man derzeit 582 Einträge aus aller Welt in der Teilnehmerliste! Bald wird auch das Elektronikmuseum Tettnang darin auftauchen.
Mehr unter https://www.i-telex.net.

Trenntrafo-Projekt – Förderung durch die GFGF

Damit Museumsbesucher mehr Geräte selber einschalten können als bisher, werden diese mit Trenntransformatoren versehen, die sichere Trennung vom Stromnetz gewährleisten.
Damit können auch historische Geräte sicher betrieben werden.
Solche Transformatoren kann man fertig in ein Gehäuse eingebaut kaufen. Da diese handelsüblichen Trafos jedoch Spannungen von deutlich über 230 Volt ausgeben, sind sie ungeeignet für den Betrieb unserer alten Geräte, die nur für 220 Volt ausgelegt sind. Wir haben uns daher entschlossen, eigene Transformatoren wickeln zu lassen, die die korrekten 220 Volt liefern und selbst in ein Gehäuse einzubauen.
Als weitere Besonderheit kommt in dieses Gehäuse ein Kurzzeit-Timer, so wie er im Museum bereits an verschiedenen Geräten angebracht ist.
Museumsbesucher können auf einen Knopf drücken, der das jeweilige Gerät für ein paar Minuten ein- und dann selbsttätig wieder abschaltet.
Vielen herzlichen Dank an die Gesellschaft der Freunde der Geschichte des Funkwesens e. V. (GFGF) für die Förderung dieses Projekts: Die Kosten für das Wickeln der Transformatoren werden durch die GFGF im Rahmen einer Museumsförderung übernommen!
Mehr zur GFGF findet man unter https://www.gfgf.org.
Für an Elektronik-Historie Interessierte ist die sehr gut gemachte Zeitschrift „Funkgeschichte“ der GFGF sehr zu empfehlen.
Mitglieder der GFGF erhalten diese zweimonatlich, sie ist im Mitgliedsbeitrag von aktuell 50 Euro pro Jahr enthalten (Schüler und Studenten zahlen weniger).

Das Museum in der Presse

Am 3. Juli 2023 erschien in der Schwäbischen Zeitung ein Artikel übers Montfortfest.
Darin wurde auch das Elektronikmuseum genannt: „Besonders gut kamen auch die Telefon- und Lötaufgaben beim Stand des Elektronikmuseums an.“

Historisches

  • Vor 400 Jahren, am 19. Juni 1623 wurde Blaise Pascal im französischen Clermont-Ferrand geboren.
    Er war unter anderem Mathematiker und Physiker und gilt als Erfinder der mechanischen Rechenmaschine.
    Mehr zu Pascal zum Beispiel bei der Medienwerk Online unter https://www.medienwerkstatt-online.de/lws_wissen/vorlagen/showcard.php?id=15455&edit=0.
    Übrigens: Die Einheit für den Druck wurde nach Pascal benannt.
    Und der Schweizer Informatiker Niklaus Wirth nannte seine Programmiersprache ihm zu ehren Pascal.
  • Vor 100 Jahren, am 29. Juli 1923, wurde in London-Kensington Jim Marshall geboren.
    E-Gitarristen dürfte der Name wohlbekannt sein: Der Name „Marshall“ prangt auf so manchem hochwertigem Gitarrenverstärker.
    Jim Marshall war Pionier im Bereich der Gitarrenverstärker.
    Mehr zu ihm und seiner Firma gibt’s bei einem etwas älteren Beitrag des WDR zu lesen oder auch hören:
    https://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-jim-marshall-100.html
    Jim Marshall starb am 5. April 2012. Die Firma „Marshall Amplification“ wurde im März diesen Jahres von der schwedischen Firma Zounds Industries AB übernommen, die neue Gesellschaft heißt nun „Marshall Group“ und beschäftigt nach eigenen Angaben ca. 800 Mitarbeiter.
    Übrigens:
    Jim Marshalls Spitznahme war „The Father Of Loud“ oder auch „The Lord Of Loud“.
    Dazu fällt mir ein der schwäbische Witz ein, für was die Bezeichnung „Volume“ am Lautstärkeregler des Gitarrenverstärkers steht. Klar: „Voll umme“ (also voll aufdrehen)…
  • Vor 75 Jahren, am 6. Juni 1948, starb Louis Lumière, Erfinder und Pionier der Kinogeschichte.
    Ich berichtete bereits in früheren Museumsdepeschen über die Brüder Lumière.
    Auf der Website „Köln im Film“ gibt es einen ausführlichen Artikel zu ihnen:
    https://www.koeln-im-film.de/filmgeschichte/die-ersten-filmaufnahmen/der-cinematographe-lumiere.

ARD Retro

„20 Jahre AFN in Europa“ – jetzt sind es inzwischen 80 Jahre:
AFN steht für „American Forces Network“ (Radio der amerikanischen Streitkräfte) und war bis Ende November 2016 in Deutschland über Mittelwelle zu hören.
Bis in die Mitte der 1990er Jahre war AFN der amerikanische Soldatensender. Inzwischen ist AFN ein weltweiter Markenname der Defense Media Activity.
https://www.ardmediathek.de/video/hr-retro-oder-hessenschau/20-jahre-afn-in-europa/hr-fernsehen/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8yMDMxNjI
Bemerkenswert im Video ist das Schallplattenarchiv.
Wer genauer hinschaut, entdeckt, dass neben normal großen Schallplatten auch deutlich größere zu sehen sind.
Dabei handelt es sich um so genannte „Electrical Transcription“-Schallplatten, mit 40 cm (ca. 16 Zoll) deutlich größer als normale Langspielplatten, die 30 cm Durchmesser haben.
Mit diesen großen Schallplatten wurden die Archive der Rundfunkstationen versorgt.
Sie können nicht nur wegen der Größe, sondern auch wegen der anderen Art der Rillen nicht auf normalen Plattenspielern abgespielt werden.
Siehe dazu auch in der Wikipedia unter https://en.wikipedia.org/wiki/Electrical_transcription (leider nur auf englisch verfügbar; vielleicht macht sich einer von uns an eine deutsche Version des Artikels?).
Laut Artikel soll es auch 17 1/4 Zoll, also ca. 44 cm große Platten gegeben haben.
Wer eine solche 40- oder 44-cm-Platte im Schrank stehen hat und nicht so recht weiß, wohin damit: Gerne zu uns ins Museum bringen! Wir würden uns sehr darüber freuen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.