"Elektronenstrahl-Sichtgeräte" aus München, ab 1956 aus Tettnang

Logo der Firma PEK Electronic 1972
Mit Dr. Paul Eduard Klein und seiner Firma PEK Electronic brachte der damalige Tettnanger Bürgermeister die bis heute wichtige Elektronikindustrie nach Tettnang.
Ende 1955 gebaut, startete im neuen Fitmengebäude in Tettnang Anfang Januar 1956 die Entwicklung, Fertingung und der Vertrieb elektronischer Geräte.
Lesen Sie hier den Werdegang der Firma PEK.
Wie aus einer Idee ein Elektronikunternehmen wurde
Am 1. Januar 1948 gründete der Elektroingenieur Dr. Paul Eduard Klein in München die Firma "Elektronenstrahl-Sichtgeräte".

Ein frühes Oszilloskop mit dem Logo der Firma PEK
Sein Ziel: die Entwicklung und Vermarktung von Oszilloskopen.
Ein Oszilloskop ist bei Arbeiten an elektronischen Schaltungen das wichtigste Messgerät, mit ihm können elektrische Vorgänge sichtbar gemacht werden.

Ein etwas "moderneres" PEK Oszilloskop (linkes Gerät) in Betrieb
Man kennt vielleicht die Kurven eines Elektrokardiographen, der auf einem Bildschirm die Herzkurven anzeigt.
Auch dabei handelt es sich um ein Oszilloskop - wörtlich ein Anzeigegerät für Schwingungen.
Von München nach Stuttgart – und weiter
Schon ein Jahr später zog das junge Unternehmen nach Stuttgart um und erhielt einen neuen Namen, der bald in der Fachwelt bekannt wurde:
PEK – Elektronenstrahl-Sichtgeräte, benannt nach den Initialen seines Gründers Paul Eduard Klein.
Der Erfolg brachte Wachstum – aber auch Platzprobleme.
1954 beschäftigte Klein in Stuttgart-Fellbach bereits 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die räumlichen Grenzen waren erreicht, ein neuer Standort musste her.
Tettnang: Ein mutiger Schritt
Bis Mittee der 1950er-Jahre hatte Tettnang eine gut funktionierende Textilindustrie, die innerhalb nur weniger Jahre zusammengebrochen ist.
Tettnang brauchte einen neuen Industriezweig, um Geld zu verdienen.
Durch die Initiative des Tettnanger Bürgermeisters Rudolf Gnädinger fiel die Entscheidung zugunsten Tettnangs.
Am heutigen Max-Planck-Weg errichtete Dr. Klein für rund 70.000 DM ein neues Fabrikgebäude – 25 Meter lang, 11 Meter breit.

PEK Firmengebäude 1960
Anfang 1956 nahm PEK dort mit zunächst zehn Mitarbeitenden die Arbeit auf: Entwicklung, Fertigung und Vertrieb elektronischer Messgeräte.
Aus einer Idee war ein Unternehmen geworden, und Tettnang wurde zur Elektronikstadt.
Autor Originaltext: Gisbert Hoffmann in "Von der Seide zum Sensor"
Bild Oszilloskop: Rainer Specker
Bild Firmengebäude: Josef Witt
Kürzung mit KI-Unterstützung und Bearbeitung: Rainer Specker, mit freundlicher Genehmigung von Gisbert Hoffmann
Auch interessant: Biografie des Firmengründers Dr. Paul Eduard Klein