Nachrichten: Rainer

Depesche Februar 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Februar 2026.

Museumsputz am 21. März um 13:00 Uhr

Wie jedes Jahr, putzen wir unser Museum vor Ausstellungsöffnung gründlich durch:
Staub auf und Fingerabdrücke an den Vitrinen entfernen, Geräte aufpolieren, alles wieder zurecht rücken...
Das macht am meisten Spaß und wird in einigermaßen kurzer Zeit fertig, wenn wir viele Helfer haben.
Im Anschluss werden wir noch zusammen die Tettnanger Gastronomie zu genießen, wer mit möchte.
Reinigungsmittel und -utensilien sind in ausreichender Anzahl vorhanden.
Also: Bitte helfen! Vielen Dank!

Ausstellung 2026

Die Vorbereitungen zu unsere diesjährigen Wechselausstellung zu Tettnangs Tüftlern und Denkern sind in vollem Gange. Insbesondere die Geschichte der Firma PEK wird präsentiert, gespickt mit reichlich persönlicher Erfahrungen.
Vielen Dank schon mal an alle, die uns mit Material versorgt haben!
Weiterhin brauchen wir Fotos aus der Tettnanger Elektronik-Gründerzeit, von denen die Bildrechte bekannt sind und die wir in unserem Online-Museumsführer veröffentlichen können. Ein Foto-Scanner ist vorhanden.
Bitte bei mir unter Rainer.Specker@elektronikmuseum.org melden. Danke!

Museumsöffnung am Mittwoch, dem 1. April

Am 1. April öffnet unsere Tageskasse für den Publikumsverkehr.
Führungen und Kindergeburtstage sind auch vor diesem Termin nach Absprache per Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org möglich.
Die genauen Zeiten sind momentan noch in Abstimmung und werden zeitnah unter www.emuseum-tettnang.de veröffentlicht.

Das Museum in der Presse

Tag der offenen Tür in der Elektronikschule

Am Freitag, dem 24. April von 14:00 bis 18:00 Uhr präsentiert die Elektronikschule Tettnang ihre Ausbildungsmöglichkeiten. Dazu kommen Präsentationen von Schülern, die guten Einblick in ihr Tun zulassen.
Etliche Firmen aus Tettnang und Umgebung sind ebenfalls vor Ort, um künftige Mitarbeiter kennenzulernen.
Das Elektronikmuseum ist auch dieses Jahr mit einem Stand vertreten.
Vielleicht gelingt es uns, weitere Mitglieder zu werben?
Sehr interessant ist der Tag der offenen Tür allemal, auch für jemand, der seine Ausbildung bereits hinter sich hat:
Insbesondere auf der Jobbörse trifft man sehr interessante Leute für gute Gespräche.
Mehr Infos zum Tag der offenen Tür unter
www.elektronikschule.de/index.php/ueber-uns/schulgebaeude/8-aktuelles/444-tag-der-offenen-tuer-2026

Metropolis Live – 17. April 2026 in Friedrichshafen

Letztes Jahr in Tettnang, am 17. April im Kulturraum Casino in Friedrichshafen (Fallenbrunnen):
Metropolis live, das Filmkonzert.
Unser Mitglied Antonio Bras vertont den Science-Fiction-Stummfilm aus dem Jahr 1927 live mit passenden Techno-Klängen aus allerlei analogen Synthesizern, und dieses Mal auch aus dem einen oder anderen historischen Signalgenerator aus dem Elektronikmuseum.
Ich habe die Aufführung in Tettnang voller Begeisterung erleben dürfen und auch schon Karten für das kommende Event gelöst. Es lohnt sich!
Infos und Karten beim Veranstalter unter
www.kulturhaus-caserne.de/METROPOLIS_LIVE___Filmkonzert_von_Antonio_Bras_-1-2-3410.html

Ham Radio vom 26. bis 28. Juni 2026

Auch dieses Jahr wird sich das Elektronikmuseum mit einem Stand auf der Ham Radio präsentieren.
Messe ist vom 26. bis zum 28. Juni (Freitag bis Sonntag), Aufbau am Donnerstagabend davor.
Wir bitten darum, den Termin vorzumerken: Wie jedes Jahr, brauchen wir Helfer am Stand!
Wir bieten an zwei bis drei Lötplätzen Lötübungen an.
In erster Linie geht es darum, Besucher ins Museum zu locken und neue Vereinsmitglieder zu werben.

Historisches

Neue Exponate

Gleich zwei hochinteressante Stücke wurden uns am vergangenen Montag gespendet:

Schallplattenschneidegerät

Ein Schallplattenschneidegerät aus den 1930er-Jahren, das laut Spender ursprünglich dem Sänger Rudolf Schock (4.9.1915 – 13.11.1986) gehörte.
Der Schneidekopf ist von der noch heute bekannten Nobelfirma Neumann.
Bei der Spende dabei sind neben den seltenen Schneidsticheln auch einige Rohlinge aus Decelith dabei, schön verpackt in quadratischen Blechschachteln.
Wir freuen uns sehr über dieses Exponat!

Kuriose Buchungsmaschine

Die Entscheidung, voluminöse Exponate anzunehmen, fällt in Anbetracht des knappen Lagerplatzes nicht leicht.
Wenn dann allerdings eine Buchungsmaschine angeboten wird, von der es vermutlich nur ein einziges Exemplar gibt, ist das schon was Besonderes und gehört ins Museum.
Da muss eben etwas anderes Weichen.
Unser neues Stück besteht aus einem Tisch, oben drauf ein Aufbau, der einer großen Schreibmaschine gleicht.
Taylorix Fixocont steht drauf – die Fima Taylorix war für mechanische Buchungsmaschinen bekannt.
Sehr selten ist der Typ "Fixocont":
Im Web findet Google genau einen einzigen Treffer, und zwar in einem Katalog des Schreibwarenhändlers Pelikan.
Pelikan bot ein Farbband für eine "Taylorix Fixocont 700" an. Ob das unser Modell ist, ist bislang unklar.
Schaut man ins Schränkchen unter dem Tisch, wird es wirklich spannend.
Zuerst fällt einem das Schild auf "Vorsicht! Vor Berühren des Gerätes Netzstecker ziehen!".
Im Schrank drin sitzt dann eine mechanische Rechenmaschine des Herstellers Walther, Typ 630.
Die Maschine auf dem Tisch hat Kontakte eingebaut, die über dicke Kabel Elektromagnete unterm Tisch steuern und die Tasten der mechanischen Rechenmaschine betätigen.
Das Ergebnis wird über eine Kontaktplatte ausgelesen, über mehr als 50 Relais weiter verarbeitet und wieder über Kabel nach oben geführt.
Dort angebrachte Elektromagneten betätigen wiederum Typenhebel für die Zahlenausgabe aufs Papierformular.
Was für ein Aufwand!
Eine Walther Typ 630 findet Google nicht.
Wir können daher davon ausgehen, dass es keine weiteren Maschinen dieses Typs gibt.
Fündig wird man lediglich bei der Suche nach einem Typ 631.
Wir sind sehr gespannt, ob wir wieder Leben in dieses Gerät bringen!
Sehr spannend wird es sicher, herauszufinden, wie man das Ding bedient...

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Januar 2026

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Januar 2026.

Peter Kammermeier im Dezember 2025 verstorben

Am 7. Dezember 2025 starb der Maschinenbauingenieur Peter Kammermeier in Tettnang.
Er gründete 1969 in Tettnang die Firma "ip systeme GmbH" (ursprünglich Ing.-Büro Peter Kammermeier) und konstruierte im Auftrag der Firma PEK elektronische Geräte.
Nach der Übernahme von PEK durch PHYWE 1973 erweiterte Peter Kammermeier seine Produkte um eigene, zum Teil patentierte Entwicklungen.
Peter Kammermeier, unterstützt von Ehefrau Traudl, konzentrierte sich auf Lehrmittel für den Elektronikunterricht wie Grundversuche und Experimentierplatten. Diese sind DIN A4 oder DIN A3 große Platten mit elektronischen Bauteilen und vielen Buchsen, die Elektronikschüler mit Kabelsalat aus Laborkabeln versehen und mit allerlei Messgeräten verbinden, um elektronische Schaltungen zu untersuchen.
Beliebt, da kompakt und zuverlässig, waren Kammermeiers Experimentierkoffer mit Schaltungen zu unterschiedlichen Lernbereichen.
Peter Kammermeier war recht kreativ – er hat neben seinen Patenten über die Experimentierplatten einen kuriosen Nussknacker zum Patent angemeldet, der mit einer dicken Schraube arbeitet.
Die Firma existierte bis zum 17. April 2013 im Platanenweg im Tettnanger Ortsteil Oberhof.

Jahreshauptversammlung 2026

Die Jahreshauptversammlung wird am 2. März 2026 um 18:30 Uhr im katholischen Gemeindezentrum St. Gallus stattfinden.
Eine separate Einladung mit der Tagesordnung wird in den nächsten Tagen versandt.

Ausstellung 2026

Wie in der letzten Depesche bereits erwähnt, möchten wir das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen, insbesondere der Firma PEK.
Wer etwas dazu beizutragen weiß, wer vielleicht für PEK gearbeitet hat oder beim Aufbau einer anderen Elektronikfirma mitgewirkt hat, die aus PEK entstanden ist: Bitte Info an mich, Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.
Besonders interessiert sind wir an Fotos aus der Tettnanger Elektronik-Gründerzeit, von denen die Bildrechte bekannt sind und die wir in unserem Online-Museumsführer veröffentlichen können. Ein Foto-Scanner ist vorhanden.

Röhren-Kunstwerk

Wir bekamen eine Schachtel mit zahllosen Radio- und Fernsehröhren geschenkt, deren Beschriftung teilweise nicht mehr lesbar war oder die auch verschlissen waren.
Es wäre dennoch schade gewesen, die Röhren wegzuwerfen.
Das sah auch Peter Schweighart so und baute aus den Röhren eine Art Satellit, der nun unseren Radioraum schmückt und geheimnisvoll von innen heraus leuchtet.
Vielen Dank, Peter!

Andere Museen

Meine Frau und ich waren im Januar für ein paar Tage in Dresden. Dort gibt es eine große Zahl sehenswerter Museen.
Ein außergewöhnliches Museum befindet sich in der ehemaligen Kamerafabrik der Firma Ernemann.
Schon das Gebäude ist sehenswert, wunderschön die Chefetage.
Im Museum befindet sich auf einer Etage eine ausgiebige Sammlung historischer Foto- und Filmkameras.
Die anderen Stockwerke erinnern etwas ans Elektronikmuseum, nur größer.
Je eine separate Ausstellungsfläche haben unter anderem - historische Schreibmaschinen, darunter einer von nur zwei existierenden Prototypen der ersten serienmäßig hergestellten Schreibmaschine, - Rechenmaschinen, - in der DDR hergestellte (und teils von der Firma "digital" abgekupferte) kleinere und größere Rechner, funktionsfähig. - Dienstags sind Mitglieder des dortigen Fördervereins im Museum und zeigen gerne Details. Unser Besuch war an einem Dienstag... - Eine funktionierende Steuerung einer elektronischen Stadionanzeige aus dem Heinz-Steyer-Stadion aus 1978.

Sehr schön ist auch die ausführliche Ausstellung zu Puppen- und Zeichentrickfilmen.
Ihr merkt, uns hat das Museum gefallen. Website des Museums: tsd.de/

Historisches

  • Vor 100 Jahren, am 7. Januar 1926, konnte man zum ersten Mal "unterwegs" telefonieren.
    Und zwar in einem fahrenden Zug.
    Ermöglicht wurde das durch Antennen, die die Telefonsignale auf Leitungen übertrugen, die parallel zu den Bahntrassen montiert wurden.
    Welch beispiellose Geschichte das mobile Telefonieren nach sich zog, dürfte inzwischen jeder zu spüren bekommen haben.
    Im Museum für Telekommunikation in Frankfurt a. M. gibt es eine Sonderausstellung zum Jubiläum, die auch online interessant dokumentiert ist:
    www.digitales-museum-fuer-kommunikation.de/expotizer-unterwegs-telefonieren/
  • Meist ist es nicht ein einziger Entwicklungsschritt oder ein einzelnes Ereignis, das man als Startschuss einer neuen Technologie bezeichnen kann.
    Es sind viele einzelne, manchmal kleinere, manchmal größere Schritte.
    Einer davon ist ganz klar eine Erfindung des Schotten John Logie Baird:
    Vor 100 Jahren, am 26. Januar 1926, führte Baird erstmals einen Apparat vor, der Bildsignale elektrisch übermittelte.
    Das Fernsehen war geboren.
    Kamera und Empfänger funktionierten mechanisch mit einer rotierenden Lochscheibe, übertragen wurde das Bild mittels elektrischer Signale.
    Immerhin aus 30 Zeilen bestand das Bild, das man durch eine Optik im Empfänger betrachten konnte.
    Mehr dazu im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF unter blog.hnf.de/100-jahre-fernsehen/.
    Im Elektronikmuseum befindet sich ein Modell eines "Televisors", so nannte Baird seinen Fernsehempfänger.
    Übrigens: Ein Original entdeckte ich beim Besuch der Technischen Sammlungen Dresden.
  • Vor 90 Jahren, am 4. Januar 1936, wurden erstmals Musik-Charts veröffentlicht. Die "Billboard Charts" richteten sich zunächst an Fachpublikum.
    Für die Vermarktung von Musik und auch für die Betreiber von Musikboxen spielten solche Statistiken eine wichtige Rolle.
    Statistik war auch im Kleinen wichtig: Wenn man mal ins Innere der Musikbox des Elektronikmuseums schaut, sieht man merkwürdige weiße Zipfel an der Trommel mit den Schallplatten. Anhand der Stellung dieser Laschen sieht man, wie oft die jeweils zugeordnete Platte abgespielt wurde.
    Das erleichterte das Sortieren und Austauschen der Platten.
    Meht zum Thema bei Deutschlandfunk Kultur unter www.deutschlandfunkkultur.de/80-jahre-billboard-charts-wie-hitparaden-beliebtheit-100.html.
  • Vor 70 Jahren, im Januar 1956, startete Dr. Paul Eduard Klein mit seiner Firma PEK-electronic in Tettnang mit der Entwicklung und der Produktion elektronischer Geräte.
    Die Firma war in vielen Dingen Wegbereiter, zum Beispiel entstand hier der erste zuverlässige Verkehrsblitzer.
    Fachpersonal fällt nicht vom Himmel. Es brauchte eine Elektronikschule.
    Der Beruf des Elektronik-Technikers wurde bundesweit zuerst in Tettnang unterrichtet.
    Wie oben aufgeführt, widmet sich das Elektronikmuseum dieses Jahr der Firma PEK.
  • Vor 25 Jahren, im Januar 2001, starteten Jimmy Wales und Larry Sanger die Wikipedia.
    Sie war von vorne herein konzipiert als freies Nachschlagewerk, in dem jeder freiwillig mitwirken kann.
    Wie in der Wikipedia selbst nachzulesen ist, setzt sich der Name Wikipedia zusammen aus Wiki (entstanden aus wiki, dem hawaiischen Wort für "schnell") und encyclopedia, dem englischen Wort für "Enzyklopädie".
    Wales und Sanger nannten ihr Internetangebot, dessen Seiten von Laien direkt im Webbrowser bearbeitet werden können, ein Wiki.
    Inzwischen hat sich das Wort allgemein für solche Webangebote durchgesetzt, oft nutzen auch Firmen ihr internes Firmenwiki fürs Wissensmanagement.
    Recht bald war die Wikipedia so groß, dass sie es Verlagen schwer machte, für ihre Lexika Geld zu verlangen.
    Heute ist die Wikipedia als Informationsquelle kaum mehr wegzudenken.
    Mehr zum Jubiläum unter de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:25_Jahre_Wikipedia.

ARD Retro

Im folgenden Video hat man Einblick in eine Bielefelder Druckerei für einen 1966er Taschenkalender.
Wer mich kennt, weiß, dass ich auch im Smartphone-Zeitalter noch zu den Nutzern solcher Helferlein gehöre.
www.ardmediathek.de/video/wdr-retro-hier-und-heute/taschenkalender-sind-manchmal-auch-geheimnistraeger/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtNjUwY2Y1NmYtNDQxOC00YTBjLWFjZjYtOGI3NGFkZTdkY2Fm
Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Dezember 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Dezember 2026.

Ausstellung 2026

Wir möchten das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen, insbesondere der Firma PEK.
Vor 70 Jahren, Anfang Januar 1956, begann Dr. Paul Eduard Klein zusammen mit zehn Mitarbeitern mit seiner Firma PEK in Tettnang, elektronische Geräte zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten.
Aus der Firma PEK gingen zahlreiche weitere Firmen hervor, von denen die meisten noch heute bestehen.
Auch die Elektronikschule würde ohne Dr. Klein und den damaligen Bürgermeister Rudolf Gnädinger heute nicht existieren.
Und ebensowenig unser Museum.
Im gleichen Jahr, kurz nach der Firma PEK, startete auch die Firma Brosa in Tettnang mit der Herstellung von Sensoren und anderen Elektronikteilen.
Eine weitere Tettnanger Firma hat im Jahr 2026 ein Betriebsjubiläum:
Vor 40 Jahren, Anfang 1986, wurde die Firma Avira gegründet – zunächst unter dem Namen "H+BEDV".
Seit dem 1. März 2006 heißt die Firma Avira, bzw. inzwischen Avira Holding GmbH.
Den meisten Computernutzern dürfte der Virenscanner "Antivir" bekannt sein – der wurde in Tettnang entwickelt.
Wer etwas dazu beizutragen weiß: Bitte Info an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

Neues Exponat

Aus dem Nachlass eines Freundes bekamen wir unter anderem einen Fernwahlmünzfernsprecher 56.
Hinter dem komplizierten Namen steckt ein nicht minder kompliziertes Gerät:
Nämlich ein Telefon, wie es bis weit in die 1970er-Jahre hinein in Deutschlands Telefonzellen zu finden war.
Älteren Lesern dürfte der Apparat bekannt sein mit seinem schrägen Münzschacht, in dem die eingeworfenen "Zehnerlä" sichtbar waren und die beim Telefonieren eins nach dem anderen vorbei wanderten.
Zum Münztelefon ist ein Artikel für unsere Website in Arbeit, Bilder sind bereits gemacht.
Bemerkenswert ist, dass wir auch die technischen Unterlagen zum Apparat erhalten haben.
Alleine die Beschreibung, was in der Kiste während eines Telefonats alles passiert, füllt neun DIN A4-Schreibmaschinenseiten!

Museumstreff

Der erste Museumstreff 2026 ist am Montag, dem 12. Januar, wie gewohnt von 17:00 bis 19:00 Uhr.

Historisches

  • Vor 250 Jahren, im Jahr 1775, erfand der Engländer Charles Earl Stanhope die erste "echte" Rechenmaschine, mit der man auch multiplizieren konnte.
    Es arbeitete mit speziellen Walzen mit gestaffelter Anordnung von Zähnen und erfand so das Prinzip, nach dem lange Zeit eine Spezies mechanischer Rechenmaschinen arbeitete.
    Mehr zu Charles Earl Stanhope im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter
    blog.hnf.de/charles-earl-stanhope-1753-1816/.
  • Vor 210 Jahren, am 10. Dezember, 1815, kam Augusta Ada Byron zur Welt.
    Sie wurde mit ihrem späteren Namen Ava Lovelace eine berühmte Mathematikerin, die in den 1840er-Jahren das erste Computerprogramm der Welt geschrieben hat – rund 100 Jahre, bevor Konrad Zuse seinen ersten Computer baute.
    Mehr zu Ava Lovelace bei der Max-Planck-Gesellschaft unter
    www.mpg.de/frauen-in-der-forschung/ada-lovelace.
    Vielen Dank an Erich Schoepe, der mich an Ada Lovelace' Geburtstag erinnert hat.
  • Vor 125 Jahren, am 23. Dezember 1900, gelang es dem kalifornischen Erfinder Reginald Fessenden erstmals, Sprache drahtlos zu übertragen.
    Exakt sechs Jahre später, am Heiligabend 1906, schrieb Fessenden mit der ersten Rundfunksendung im heutigen Sinn weiter Rundfunkgeschichte.
    Dort war über Rundfunk nach kurzer Anmoderation Händels Largo zu hören, das auf einem Phonographen abgespielt wurde.
    Gesendet wurde aus Brant Rock in Massachusetts mit einem Funksender über eine mehr als 130 Meter hohen Antenne.
    Zum hundertsten Jahrestag veröffentlichte Deutschlandfunk Kultur einen Beitrag zum Thema:
    www.deutschlandfunkkultur.de/100-jahre-radio-102.html
  • Ebenfalls vor 125 Jahren, am 14. Dezember 1900, hielt Max Planck in Berlin einen Vortrag über die Strahlung schwarzer Körper.
    Er erklärte das merkwürdige Lichtspektrum heißer Gegenstände damit, dass das Licht als Teilchen, also Strahlungsquanten, abgegeben werden muss.
    Damit hat er die Quantenphysik begründet.
    Ohne Quantenphysik gäbe es keine Transistoren und keine Leuchtdioden.
    Und auch nicht diesen Bildschirm, auf dem Sie gerade diese Depesche lesen.
    Ein sehr interessanter und allgemeinverständlicher Artikel zur Geschichte findet sich auf dem Kulturportal schleswig-holstein.sh unter
    schleswig-holstein.sh/blog/2024/12/05/erinnerungen-an-max-plancks-leistungen-und-seine-letzten-jahre-125-jahre-sinderst-der-anfang/.
  • Vor 30 Jahren, am 18. Dezember 1995, starb Konrad Zuse in der hessischen Stadt Hünfeld mit 85 Jahren.
    Konrad Zuse schuf die erste Programmiersprache und gilt als Erfinder des Computers.
    Auf der Hompepage der Stadt Hünfeld kann man mehr zu Konrad Zuse erfahren:
    www.huenfeld.de/de/huenfeld-meine-stadt/heute-und-morgen/konrad-zuse/
    Seit wenigen Tagen, genau seit 31.12.2025 um 6:00 sendet MTV Deutschland keine Musikvideos mehr.
    Der Letzte Titel war Musique non stop von der deutschen Gruppe Kraftwerk.
    Boing – boom tschak. Vorbei ist's.
    Übrigens: Das erste Lied, das jemals mit einem Musikvideo auf einem Musik-Fernsehsender ausgestrahlt wurde, warm "Video Killed The Radio Star" der Band "The Buggles", ausgestrahlt am 1. August 1981 um 0.01 Uhr. So ist das internationale Music Television, kurz MTV, gestartet.
    Mehr dazu beim WDR unter
    www1.wdr.de/nachrichten/mtv-sender-keine-musikvideos-mehr-100.html.
    Auch die englische Version von MTV gibt es seit 1. Januar nicht mehr als reinen Musikfernsehsender.
    Letztes Lied war "Video Killed The Radio Star".
    (Für Musikinteressierte: Am Ende des Artikels unter www.dwdl.de/nachrichten/105056/mit_kraftwerk_endete_die_ra_der_musikvideos_bei_mtv befindet sich eine Playliste der letzten auf MTV Deutschland gespielten Musikvideos).

ARD Retro

Skurrile Weihnachtsgeschenke sieht man im ARD-Video vom 20.12.1965 unter
www.ardmediathek.de/video/swr-retro-report-chronik/glosse-skurrile-weihnachtsgeschenke/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIxNjMzNDY.
In Minute 0:35 wird das Stellwerk Seewald bei Friedrichshafen gezeigt.
Viel Spaß beim Schauen!


Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Freunden des Elektronikmuseums ein gutes neues Jahr!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche November 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den November 2025.

Ausstellung 2026

Nach der Saison ist vor der Saison...
Der Vorstand ist in der Planung für die Ausstellung im kommenden Jahr.
Es gibt 2026 mehrere Jubiläen Tettnanger Elektronikfirmen.
Wir möchten daher das Jahr 2026 der Tettnanger Elektronikgeschichte und den Denkern und Machern dahinter widmen.
Wer Lust hat oder wer jemanden im Bekanntenkreis hat, der über Firmengründungen, erste Erfolge und auch Misserfolge zu berichten weiß:
Wir benötigen interessante Geschichten und auch zugehörigen Ausstellungsstücke.
Existiert es das erste Produkt einer bestimmten Firma noch?
Erste Pläne, Skizzen, Konstruktionszeichnungen?
Berichte über den ersten Reinfall und den Mut, doch weiterzumachen?
Wer etwas dazu beitragen kann: Bitte Info an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org.

Museumstreff

Der letzte Museumstreff dieses Jahr findet am Montag, dem 22. Dezember statt.
Danach ist zwei Wochen Winterpause, so dass wir am 12. Januar 2026 mit frischer Energie ins neue Jahr starten können.

Historisches

  • Vor 80 Jahren, am 17. November 1945, wurde Horst Zuse geboren.
    Er ist der Sohn von Konrad Zuse, dem Erfinder des Computers.
    Horst Zuse wohnt in Berlin und ist hin und wieder auch im Konrad-Zuse-Museum in Hünfeld anzutreffen (und vermutlich auch im Konrad-Zuse-Museum in Bad Hersfeld).
    Beim Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) ist ein Interview zu Horst Zuses 80. Geburtstag nachzulesen:
    blog.hnf.de/herzlichen-glueckwunsch-horst-zuse/
    Das Museum in Hünfeld, wo das Interview stattfand, besuchte ich bereits. Es ist sehr sehenswert!
    Das hier hat wenig mit Elektronik zu tun. Ich finde es jedoch so kurios, dass ich es hier erwähnen möchte.
  • Vor 50 Jahren, am 24. November 1975, erschien die Arbeit "Atomaustauscheffekte des Helium-3-Isotops, knapp über dem absoluten Nullpunkt" im renommierten Fachjournal "Physical Review Letters". Autor: Jack Hetherington. Co-Autor: F. D. C. Willard.
    Wer war F. D. C. Willard? Das war der Siamkater des erstgenannten Autors...
    Wie es dazu kam, dass ein Kater wissenschaftlich so begabt ist, lässt sich bei Bayern 2 nachlesen:
    www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalenderblatt/siamkatze-veroeffentlicht-arbeit-zu-tieftemperaturphysik-100.html

ARD Retro

Viel Spaß beim Schauen!


Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Interessierten eine schöne Adventszeit, fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Auf, dass es ein gutes Jahr wird!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Oktober 2025

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Oktober 2025.

Saisonabschluss 2025

Wir dürfen auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Zahlreiche Besucher kamen über die Tageskasse ins Museum (die Besucherstatistik ist noch nicht ausgewertet).
Das Museum ist auch in der Wintersaison zugänglich:
Führungen und Kindergeburtstage finden ganzjährig statt nach Terminabsprache per Mail oder Telefon.
Ebenso das ganze Jahr über gibt es den Museumstreff von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Hier treffen sich Vereinsmitglieder zum Reparieren, Restaurieren, Archivieren und Fachsimpeln.
Es sind auch besonders Interessierte willkommen, die (noch?) nicht Vereinsmitglied sind, zum Beispiel, um sehr spezielle Technikfragen zu stellen.
Der Museumstreff ist auch eine ideale Gelegenheit, sich über Kindergeburtstage und Führungen zu informieren.
Der Eintritt ist frei.

Neue Exponate

Wir haben nun einen funktionierenden Computer der Firma Commodore, Typ VC 20 im Bestand.
Es war der erste Heimcomputer der Firma, der vor 45 Jahren, am 25. September 1980 unter der Bezeichnung VIC 1001 in Japan auf den Markt kam. Im Jahr 1981 begann der Verkauf in Amerika als VIC 20, und später als VC 20 in Europa.
Die Form des Rechners dürfte dem einen oder anderen bekannt vorkommen:
Der 1982 erschienene C64 sah optisch gleich aus, er hatte lediglich eine etwas andere Farbe.
Das Gerät ermöglicht einen sehr schönen Einblick in die Anfänge der Heimcomputerzeit mit acht Bit, 16 Farben und 40 x 25 Zeichen auf dem Fernseher als Bildschirm.
Mehr zum Gerät findet man zum Beispiel unter retroport.de/vc20-vic20-2/.

Erfolgreicher Messeauftritt

Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 fand im Neuen Schloss Tettnang eine Ehrenamtsmesse statt.
Die Messe wurde rege besucht, manch Interessierter konnte sich dort über unseren Verein informieren.

Das Museum in der Presse

Im Rahmen der Berichterstattung zur Ehrenamtsmesse wurde der Förderverein des Elektronikmuseums gelegentlich in der Schwäbischen Zeitung erwähnt, wie zum Beispiel am 19. September (www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/neue-messe-soll-ehrenamt-in-den-vordergrund-stellen-3931170) und vor allem im Nachbericht "Premiere der Ehrenamtsmesse stößt auf großes Interesse", der am 21. Oktober in der Schwäbischen Zeitung erschienen ist (nicht kostenlos online abrufbar).

Historisches

  • Jubiläen zum Thema Fernsehen gibt es ja zahlreich.
    Ein sehr wichtiges stellt sicherlich dieses dar, legte es doch den Grundstein für das drahtlose Fernsehen:
    Vor 100 Jahren, am 30. Oktober 1925, gelang John Logie Baird aus Schottland die erste drahtlose Übertragung eines bewegten Bildes.
    Hervorragend aufgearbeitet ist die Geschichte dahinter im Fernsehmuseum.info zu finden:
    www.fernsehmuseum.info/die-baird-story-1.html
  • Vor 95 Jahren, am 1. Oktober 1930, wurde Golfgang Giloin in Sobernheim in Rheinland-Pfalz geboren.
    Er studierte in Stuttgart, danach entwickelte er bei Telefunken den Analogrechner RA 770 – seinerzeit galt der Rechner als bester Analogrechner der Welt.
    In den 1960er- bis in die 1980er-Jahre hinein konnten bestimmte mathematische Berechnungen noch nicht auf (bezahlbaren) digitalen Computern berechnet werden, sehr wohl aber auf analogen.
    Im Blog-Beitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter blog.hnf.de/in-memoriam-wolfgang-giloi-1930-2009/ ist auch ein Bild enthalten, wo er neben einem Analogrechner Typ Telefunken RA 740 aus dem Jahr 1966 steht.
    Ein Exemplar dieses Rechners ist auch im Elektronikmuseum in der Ausstellung zu sehen.
    Mit etwas gutem Willen und sachtem Draufklopfen funktioniert dieser Analogrechner meistens sogar.
  • Vor 85 Jahren, am 4. Oktober 1960, wurde mit Courier 1B der erste Satellit ins Weltall geschossen, der Signale wie zum Beispiel Töne und Bilder übertragen konnte.
    Da er auf einer niedrigen Umlaufbahn war und daher nicht mit dem Erdumlauf synchronisiert, wurden von einer Stelle Signale zum Satelliten hochgefunkt, die dieser auf Magnetband aufzeichnete.
    Wenn er daraufhin den Sichtbereich der Empfangsantenne passierte, spielte er die zuvor aufgezeichneten Signale ab und sendete sie zur Erde zurück.
    Das Experiment ging aufgrund eines Fehlers lediglich 17 Tage gut.
    Mehr dazu auf der privaten Homepage des Raumfahrt-Hobbyisten Bernd Leitenberger: unter www.bernd-leitenberger.de/fruehe-kommunikationssatelliten.shtml.
  • Vor 80 Jahren, am 8. Oktober 1945, wurde der Mikrowellenherd zum Patent angemeldet.
    Erfunden hat ihn der Amerikaner Percy Spencer.
    Immerhin zwei Dollar erhielt er als Prämie für seine Erfindung.
    Die spannende Geschichte hinter Spencers Entdeckung der Aufwärmung durch Mikrowellen und welche Rolle sein Schokoriegel dabei spielte, ist beim WDR zu lesen unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-patent-mikrowelle-100.html.
  • Vor 60 Jahren, am 14. Oktober 1965 wurde auf der Weltausstellung in New York der erste Kleincomputer der Geschichte vorgestellt.
    Die Olivetti Programma 101 war der erste frei programmierbare "kleine" Rechner.
    Er arbeitete bereits mit Transistoren.
    Wir sind sehr stolz darauf, einen solchen Rechner in der Ausstellung des Elektronikmuseums zu haben.
    Angeschafft hatte ihn Statiker B. Jehle aus Friedrichshafen seinerzeit, um seine komplizierten Berechnungen in wenigen Stunden anstatt wie vorher in drei Wochen erledigen zu können.
    Mehr zum Rechner und der Geschichte dahinter ist beim HNF-Blog zu lesen unter
    blog.hnf.de/der-erste-desktop-olivetti-programma-101/.
  • Vor 30 Jahren, am 19.10.1995, wurde der Fernsehsatellit Astra 1E ins Weltall gebracht.
    Mit Astra 1E startete das digitale Satellitenfernsehen.
    Mehr dazu zum Beispiel beim WDR unter www1.wdr.de/stichtag/stichtag-satellit-astra-digitalfernsehen-100.html.

SRF Archiv

MTW vom 20.10.2005
Im Schweizer Archiv bin ich auf diese Sendung MTW – Menchen, Technik, Wissenschaft gestoßen, in der das Schweizer Zeitnormal vorgestellt wird (Minute 31:25).
In Minute 42:13 ist noch eine Weltpremiere enthalten:
Die Sendung MTW war europaweit die erste, die man als Video-Podcast abrufen konnte!
www.srf.ch/play/tv/mtw/video/mtw-vom-20-10-2005?urn=urn:srf:video:a5bbaec0-0cfc-4d47-9a50-17215242d6c6

ARD Retro

Rotlichtblitzer in Frankfurt, 22.10.1965
www.ardmediathek.de/video/hr-retro-oder-hessenschau/rotlichtblitzer-gegen-ampelsuender/hr/OWViYmZlMzMtNDIzZi00NWJkLTg4YTctNmViNDE1ODA4Yzlh
Hersteller des Geräts war die Düsseldorfer Firma Robot Foto und Electronic GmbH, die heute noch – als Teil der Firma Jenoptik – Verkehrsüberwachungsgeräte herstellt.
Die Firma PEK in Tettnang stieg später in das Geschäft der Verkehrsüberwachung ein.
Der Geschäftsbereich wurde später als Firma eso in Tettnang weitergeführt, die, inzwischen Teil der Firma Kistler, immer noch "Blitzer" baut.

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum!
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.