Nachrichten: Museum

Depesche Mai 2024

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Mai 2024.

In eigener Sache: Neues Umfrage-Tool Nuudel

Da das bisher zur Organisation unserer Aktionen verwendete Umfrage-Tool "Doodle" haufenweise Werbung anzeigt und mehr Benutzerdaten fordert als aus unserer Sicht nötig, verwenden wir es nicht mehr.
Wir steigen auf das kostenlose Tool "nuudel" um, das sich aus Spenden finanziert.
Um an einer Umfrage teilzunehmen, muss man nicht zwingend seine E-Mail-Adresse eingeben.
Nach dem Ausfüllen wird ein persönlicher Link angeboten, um zu seiner Bewertung zurückzukehren.
Diesen Link sollte man speichern (zum Beispiel in den Favoriten bzw. Lesezeichen), wenn man seine Häkchen noch nachträglich ändern können möchte.
Alternativ kann man sich den Link auch an seine E-Mail-Adresse schicken lassen.

Ham Radio – 28. bis 30. Juni 2024 (Aufbau 27. Juni)

Amateurfunkmesse in Friedrichshafen, Halle A1 Stand Nr. A1-392
28., 29. und 30.06.2024, Aufbau Donnerstag, 27.06.2024
Wir brauchen Helfer!
Hier die Zeiten der Schichten im einzelnen:
Donnerstag, 27. Juni Aufbau: Wir treffen uns um 16:30 Uhr am Elektronikmuseum und haben auf der Messe bis 22:00 Uhr Zeit, den Stand aufzubauen.
So lange wird es hoffentlich nicht dauern...

Freitag, 28. Juni und Samstag, 29. Juni jeweils:
Schicht 1 von 8:45 bis 13:30 Uhr
Schicht 2 von 13:15 bis 18:00 Uhr

Sonntag, 30. Juni: Schicht 1 von 8:45 bis 12:15 Uhr
Schicht 2 von 12:00 bis 15:00 Uhr (Ende der Messe) mit anschließendem Abbau und Rückzug nach Tettnang.

Wir bekommen genügend Ausstellerausweise und mehrere Parkscheine.
Es ist sinnvoll, sich zum Fahren zusammenzutun.

Helfer willkommen!
Bitte tragt Euch bis spätestens 21. Juni 2024 in dieser Nuudel-Umfrage ein:
nuudel.digitalcourage.de/ (Link abgelaufen)

Es macht großen Spaß, zu helfen! Und je mehr Helfer wir haben, desto mehr Spaß macht es allen!

Neben der Präsentation unseres Museums wird es wieder eine Lötaktion geben mit vier Lötplätzen.
An den Lötplätzen sollten in den Hauptzeiten zwei Betreuer anwesend sein
Mindestens zwei weitere Betreuer sollten für die allgemeine Repräsentation des Museums da sein.
Sie beraten Besucher und, wichtig, verteilen Prospekte.
Es findet sich frühmorgens und ab Nachmittag sicher Zeit, die Messe zu erkunden.

Aktionswiese auf dem Montfortfest – 6. und 7. Juli 2024

Nach den überaus erfolgreichen Aktionen in den letzten beiden Jahren sind wir da sehr gerne wieder mit von der Partie!
06.07.2023 14:00 bis 19:00 Uhr
07.07.2023 12:00 bis 18:00 Uhr
Wir brauchen in den Hauptzeiten (jeweils Beginn/Mitte der Veranstaltung) mindestens vier Helfer gleichzeitig an den Lötkolben (daher auch die überlappende Schicht am Samstag).
Letztes Jahr wurden wir schier überrannt – langweilig wird die Sache sicher nicht!
Wer helfen möchte:
Bitte bis spätestens 30. Juni in diese Nuudel-Umfrage eintragen!
nuudel.digitalcourage.de/ (Link abgelaufen)
Wir freuen uns, wenn der eine oder andere am Mittag früher kommt und beim Aufbauen oder nach der Löterei beim Abbauen hilft.

Projekttage Montfortgymnasium 19., 22. und 23. Juli 2024

Die Projekttage des Montfortgymnasiums finden nach einer längeren Pause wieder statt.
Sie beginnen am Freitag, dem 19. Juli und gehen am Montag und Dienstag, 22. und 23. Juli weiter.
Ein kleines Team um Richard Kurz baut mit einigen Schülern Roboter.
Da es Schülerprojekte sind, wird tagsüber gelötet.
Helfer, die tagsüber Zeit haben, sind sehr wichtig und jederzeit willkommen!
Wer Interesse hat, mitzuwirken: Über eine E-Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org freuen wir uns!

Historisches

  • Vor 100 Jahren, am 19. Mai 1924, wurde im Rahmen eines Tests der amerikanischen Firma AT&T ein Bild über die Telefonleitung übertragen.
    Das Verfahren nannte sich Telephotographie.
    (Hinweis: Das früheste Verfahren zur Bildtelgrafie wurde bereits 1901-1907 von Arthur Korn entwickelt.)
  • Vor 60 Jahren, am 5. Mai 1964, stellte die Firma Xerox das erste brauchbare Fax-Gerät vor.
    Es hieß damals noch LDX für Long Distance Xerography.
    Mehr zur Telephotographie und zum Fax im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) unter blog.hnf.de/60-jahre-faxe-machen/.
  • Vor 60 Jahren, am 1. Mai 1964, lief auf einem Großrechner in Hanover das erste Programm in der Programmiersprache BASIC.
    Diese sehr leicht und intuitiv zu lernende Sprache war in den 1980er-Jahren für die meisten Computer-Programmierer der erste Berührungspunkt mit ihrer Tätigkeit.
    Hanover mit einem n ist richtig – es handelt sich um Hanover im US-Bundesstaat New Hampshire, wo ein Großrechner am Dartmouth College BASIC-Programme interpretieren konnte.
    Mehr dazu bei heise unter www.heise.de/news/60-Jahre-BASIC-Allzweck-Programmiersprache-fuer-Anfaenger-9706458.html.
  • Vor 40 Jahren, am 3. Mai 1984, gründete der erst 19 Jahre alte Michael Dell einen Direktvertrieb für PCs.
    Die Firma gibt es immer noch – den meisten von uns dürfte sie bekannt sein.
    2023 machte das Unternehmen 88,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und 5,2 Milliarden Gewinn.
    Die interessante Geschichte ist in wohltuend kurzer Form beim HNF-Blog zu lesen unter blog.hnf.de/direkt-von-dell/.
  • Bis in zwei Wochen, am 14. Juni 2024, kann man den bereits seit 1976 erhältlichen Mikroprozessor Z80 (in großer Stückzahl) bestellen.
    Im Sommer dieses Jahres baut die letzte Halbleiterfabrik die Technologie ab, mit der die Produktion des Prozessors möglich ist, dann ist nach fast 50 Jahren Schluss.
    Mehr im Elektrooniknet (Markt&Technik) unter www.elektroniknet.de/embedded/hardware/produktion-des-zilog-z80-wird-eingestellt.216669.html.
    Ich selbst habe das Programmieren auf dem Z80 gelernt.
    Im Elektronikmuseum sind einige Rechner zu finden, die damit ausgestattet sind.
    Beim PEK-Rechentrainer steht ein "Mikroprofessor", das ist ein kleiner Lerncomputer mit offener Platine.
    Den 40-Füßler kann man darauf entdecken.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche April 2024

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für März und April 2024.

Themenschwerpunkt 2024 – Website aktualisiert

90 Jahre Fernsehen in Deutschland: Aus diesem Anlass haben wir die Ausstellung in unserem Salon im unteren Stockwerk umgebaut.
Sehr viel Arbeit steckt dabei in der Dokumentation zur Ausstellung, die online einsehbar ist:
www.emuseum-tettnang.de/labels/salon/Fernsehen/
und alle Unterseiten wurden neu erstellt.
Danke an Otto Ortlieb für seine Unterstützung bei den Themen Geschichte und Technik des Fernsehens!
Auch die Beschreibung unserer Fernmeldetechnik mit Telefonanlage und Telefonen wurde durch eine detaillierte Beschreibung von Charly Ludewig samt Fotos ermöglicht.
Die Website des Elektronikmuseums wird fortlaufend weiter mit Inhalten gefüllt.
Dabei nahm und nimmt das Thema Fernsehen sehr viel Zeit in Anspruch, weshalb mir im März die Zeit für eine Museumsdepesche fehlte.
Wer sich als Autor beteiligen möchte, ist herzlich willkommen!
Bitte per Mail oder persönlich im Museumstreff abklären, welche Themen wichtig zu bearbeiten sind.

Fernsehgeschichten gesucht

Wir suchen weiter Tettnanger Fernsehgeschichten – wie war das damals, als der erste Fernseher angeschafft wurde?
Was wurde angeschaut?
Was durfte man keinesfalls verpassen?
Wie war es, als die zweiten Programme in Deutschland und Österreich starteten?
Und die dritten Programme?

Bevorstehende Veranstaltungen und Aktionen

  • Am 3. Mai Orgellötaktion, eine Kooperation mit Spectrum Kultur, Anmeldung und Inhalt siehe www.spectrum-kultur-in-tettnang.de/veranstaltungen/orgelbesichtigung-und-workshop-wir-bauen-eine-orgel-2
    Es sind noch Plätze frei! Also schnell noch anmelden!
    Vielen Dank an Simone Habeck, die die Idee dazu hatte und einigen Aufwand in Werbung gesteckt hat.
  • Am 19. Mai Internationaler Museumstag.
    Hier wird das Museum bei freiem Eintritt offen sein.
    Einige Mitglieder werden einzelne Objekte vorführen und erklären.
    Helfer sind willkommen!
    Ham Radio vom 28. bis 30. Juni 2024.
    Hier benötigen wir zur Standbetreuung zahlreiche Helfer und Helferinnen!
    Daher unbedingt den Termin vormerken!
    Aktionswiese Montfortfest am 6. und 7. Juli.
    Auch hier sind wir auf jeden Helfer und jede Helferin angewiesen!
    Projekttage Montfortgymnasium vom 19. bis zum 23. Juli (Freitag, Montag und Dienstag).
    Vielen Dank an Erich Schoepe, Richard Kurz und Team, dass Ihr die Projekttage möglich macht!
    Helfer sind sehr wichtig und jederzeit willkommen!

Veranstaltungen und Aktionen März und April

Jahreshauptversammlung

Herzlichen Dank an alle 25 Mitglieder, die am 4. März an der Versammlung im katholischen Gemeindezentrum teilgenommen haben!
Nach den üblichen Berichten des Vorstands,des Schatzmeisters und der Kassenprüfer wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Vielen Dank dafür!
Nach der Wahl der Kassenprüfer war die aktuelle Situation des Stadtmuseums Gesprächsthema.
Wir halten das Museum für unabdingbar zur Bewahrung der Tettnanger Stadtgeschichte und schauen hoffnungsvoll aufs nächste Jahr.
Wir hoffen vor allem auf eine positive Einstellung des neu zu wählenden Gemeinderates und eine klare Bekenntnis zum Stadtmuseum.
Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, die Kandidaten auf das Thema anzusprechen.

Museumsputz

Vielen Dank an alle, die sich am diesjährigen Museumsputz am 9. März beteiligt haben!
Das Museum konnte blitzeblank in die Saison gehen.

Lötaktion Jugendhaus – JugendkulTTour

Am 23. März war im Rahmen der JugentkulTTour des Tettnanger Jugendhauses Löten angesagt – vielen Dank an Werner Hoch mit Team für die Umsetzung!

Museumsöffnung

Am 2. April öffnete das Museum am Dienstag nach Ostermontag für den Publikumsverkehr.
Wir sind sehr froh, dass die Museumskasse dienstags bis sonntags 14:00 bis 18:00 Uhr geöffnet hat!
Der Eingang ist verlegt worden. Ins Museum kommt man nun durch die mittlere Tür, die mit der Nummer 41 drüber.
Ganz besonderen Dank gebührt allen Beteiligten!

Tag der offenen Tür an der Elektronikschule

Sehr interessant war der Tag der offenen Tür an der Elektronikschule.
Neben interessierten Schülern und Lehrern durfte ich auch zwei Firmengründer und Geschäftsführer am Stand begrüßen, die ich vorher noch nicht persönlich gekannt hatte.
Neben dem Stand befand sich der Stammbaum der Tettnanger Elektronikindustrie, den Karl Pusch und Gisbert Hoffmann etwa 2007 erstellt haben.
Wir wollten den mal aktualisieren – mit wenig Erfolg:
Es gibt kaum noch Gründungen im Bereich Elektronik in Tettnang.
Das stimmt durchaus bedenklich.
Wir können nur an findige Tüftler appellieren: Traut Euch!

Das Museum in der Presse

Historisches

  • Vor 150 Jahren, am 25. April 1874, kam Guglielmo Marconi in Italien zur Welt.
    Der findige Tüftler, Erfinder und Forscher erkannte er die Bedeutung der Funktechnik und vermarktete sie erfolgreich.
    Seine nach ihm benannte britische Firma gehörte später zu den Gründern der späteren BBC.
    Hochinteressant zum Thema ist der Beitrag im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums unter blog.hnf.de/das-war-guglielmo-marconi/.
    Hier noch ein Buchtipp zu Marconi:
    Erik Larson: Marconis magische Maschine, Scherz-Verlag 2007, ISBN 978-3-502-15008-4.
    Ein Kriminalroman mit historischem Hintergrund. Sehr spannend und lesenswert!
  • Vor 90 Jahren, am 18. April 1934 wurde die erste Fernsehübertragung in Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt.
    Ein sehr, sehr Ausführlicher Beitrag zur Geschichte des Fernsehens findet man unter fernsehgeschichte.de/erfindungen-fernsehtechnik.
    Ausgedruckt füllt der Beitrag 204 Seiten!
  • Vor 50 Jahren, am 18. April 1974, wurde der "Allzweck-N-Kanal-Mikrocomputer Intel 8080" der Öffentlichkeit vorgestellt – der Begriff "Mikroprozessor" wurde erst später üblich.
    Dieser Prozessor war richtungsweisend: Auf ihm bauten und bauen übliche PCs auf.
    Auch hier möchte ich auf den HNF-Blog verweisen:
    blog.hnf.de/intel-8080-ein-chip-der-geschichte-schrieb/
  • Vor 20 Jahren, am 20. März 2004, wurde die Fritzbox auf der Computermesse CeBit in Hannover vorgestellt.
    Mehr zur Wunderkiste direkt beim Hersteller AVM unter avm.de/unternehmen/presse/presseinformationen/2024/03/20-jahre-fritzbox-das-herzstueck-im-digitalen-zuhause-feiert-jubilaeum/
    Übrigens: Die Elektronik der Fritzbox wird von RaFi in Berg bei Ravensburg zusammengebaut, wie der Homepage von RaFi zu entnehmen ist (www.rafi-group.com/branchen/telekommunikation/#c1504).

ARD Retro

Aus irgendeinem Grund hat der ARD-Player auf meinem Laptop heute Ladehemmung, wenn man die Links direkt aufruft.
Ich hoffe, dass das bald wieder rund läuft.
Bis dahin muss man gegebenenfalls die Mediathek selbst nach den Filmen durchsuchen. - Schon 65 Jahre alt ist dieser Beitrag über "Elektronische Musik von Wilfried Schröpfer":
www.ardmediathek.de/video/rbb-retro-berliner-abendschau/elektronische-musik-wilfried-schroepfer/rbb/Y3JpZDovL3JiYl80OTNmYzUxZi0wZTFjLTRjZDItOTE4My1jNTE5NmVmYzMxYThfcHVibGljYXRpb24 - Ebenfalls vor 65 Jahren: Vom 11. März 1959 stammt der Film "Mangelware privater Telefonanschluss".
Auf ironische Art wird der riesige Aufwand beschrieben, der zum Aufbau der Infrastruktur nötig war (und, mit neuerer Technik, immer noch ist):
www.ardmediathek.de/video/rbb-retro-berliner-abendschau/mangelware-privater-telefonanschluss/rbb/Y3JpZDovL3JiYl8yZTQyYjA1OC1jYTdhLTRmOWYtOGIzOC04ZjhhOGI4NWI5OTdfcHVibGljYXRpb24 - "Ansagerinnen-Test" vom 4. April 1964:
www.ardmediathek.de/video/sr-retro-hueben-und-drueben/ansagerinnen-test/sr/Y3JpZDovL3NyLW9ubGluZS5kZS9SRVRSTy1IRF85MjkwOQ - "Von Beruf Programmiererin" – ein Film vom 16.04.1964
www.ardmediathek.de/video/swr-retro-abendschau/von-beruf-programmiererin/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNzA5Nzg

Viel Spaß beim Schauen!

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Februar 2024

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Februar 2024.

Museumsputz am kommenden Samstag, 9. März 15:45 Uhr

Wir putzen unser Museum am
Samstag, dem 9. März 2024 ab 15:45 Uhr
Wir freuen uns über zahlreiche Helfer!
(Ursprünglich war 14:00 Uhr angesetzt. Zu dieser Zeit haben wir jedoch noch einen Kindergeburtstag im Museum, weshalb wir mit dem Putzen später beginnen.)

Das Museum in der Presse

Am 26. Februar erschien im Vereinsteil der Schwäbischen Zeitung ein Artikel "Senioren entdecken Museumsschätze" über den Besuch der Kolpingsfamilie Tettnang im Elektronikmuseum am Gumpigen Donnerstag.

Historisches

  • "Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will":
    Vor 460 Jahren, am 15. Februar 1564, wurde Galileo Galilei in Italien geboren.
    Galileo hatte seinen eigenen Kopf – so fand er über Berechnungen heraus, dass sich die Erde um die Sonne dreht.
    Völlig unvorstellbar zu seiner Zeit!
    Mehr zum Beispiel bei Geo:
    www.geo.de/geolino/mensch/3485-rtkl-weltveraenderer-galileo-galilei
  • Vor 100 Jahren, am 14. Februar 1924, bekam die Firma IBM ihren Namen:
    "International Business Machines Corporation".
    Über die Hintergründe erfährt man mehr im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums unter
    blog.hnf.de/hundert-jahre-ibm/.
  • Vor 75 Jahren, am 28. Februar 1949, ging in München-Freimann der erste UKW-Rundfunksender in Deutschland in Betrieb.
    Die „Welle der Freude“ war geboren – so nannten einige die Übertragung auf UKW, da mit der dort verwendeten Frequenzmodulation (FM) eine erhebliche Klangverbesserung möglich war gegenüber der bis dahin ausschließlich verwendeten amplitudenmodulierten (AM) Lang-, Mittel- und Kurzwellenbänder.
    Mehr zum UKW-Jubiläum zum Beispiel bei heise:
    www.heise.de/hintergrund/75-Jahre-UKW-in-Deutschland-Die-Welle-der-Freude-wogt-weiter-9641330.html
  • Vor 20 Jahren, am 4. Februar 2004, ging Facebook online.
    Mittlerweile hat es nicht mehr die Bedeutung von einst – in der Internetwelt geht das rasant.
    Dennoch ist Facebook "bei älteren" präsent...
    Mehr dazu zum Beispiel beim Bayerischen Rundfunk unter
    www.br.de/nachrichten/netzwelt/20-jahre-facebook-k-ein-grund-zum-feiern,U3D5jIX.

Weshalb UKW so viel besser klingt als Mittelwelle

Auf Lang-, Mittel- und Kurzwelle wird die so genannte Amplitudenmodulation (AM) angewendet: Die Toninformation wird in Form von mehr oder weniger hoher Antennenspannung hoher Frequenz übertragen.
Da das Signal je nach Empfangsort und Abstand zum Sender ebenfalls eine unterschiedlich hohe Spannung aufweist, gibt es oft Probleme mit der wenig stabilen Lautstärke des empfangenen Signals.
Auch Störungen werden unmittelbar auf den Lautsprecher durchgeleitet.
Beim UKW-Rundfunk wird Frequenzmodulation genutzt.
Hier wird die Höhe der hochfrequenten Antennenspannung konstant gehalten, die Ton-Information steckt in leichten Frequenzänderung des Antennensignals.
Damit ist die Lautstärke am Empfangsort immer definiert und stabil, und Störungen wirken sich weitaus weniger stark aus.
Bei UKW wurde zusätzlich eine höhere „Bandbreite“ definiert: Damit ist der Tonumfang gemeint, der übertragen werden kann.
Während auf Lang-, Mittel- und Kurzwellensendern bei 4,5 Kilohertz Schluss ist, lassen sich auf UKW Frequenzen bis 15 kHz übertragen.
Ein Kilohertz bedeutet 1000 Schwingungen pro Sekunde; der eindringliche Ton beim früheren Fernseh-Testbild hatte ein Kilohertz (kHz).
Das hat nichts mit der oben beschriebenen Frequenz- oder Amplitudenmodulation zu tun, sondern damit, wie viel Frequenzumfang einem Sender zur Verfügung steht.
Auf Mittelwelle, die von 526,5 Kilohertz und 1606,5 Kilohertz geht, liegen die Sender um nur 9 Kilohertz versetzt beieinander, als Ton übertragen kann man maximal die Hälfte dieses Abstands, also 4,5 Kilohertz.
UKW bedeutet eine erheblich höhere Sendefrequenz von 88 bis 108 Megahertz (88 000 bis 108 000 Kilohertz).
Dort können trotz 100 Kilohertz Abstand zwischen den Sendern (in manchen Kabelnetzen nur 50 Kilohertz) noch viele verschiedene Sender untergebracht werden.
Aus unterschiedlichen Gründen wurde die obere Grenzfrequenz bei 15 Kilohertz festgelegt, womit so gut wie der gesamte Gehörumfang des Menschen übertragen wird – auch alle Zischlaute (die liegen bei etwa fünf bis sechs Kilohertz) und Feinheiten von Instrumenten.

Heinz-Nixdorf-Museumsforum

Meine Frau und ich besuchten im Februar das Heinz-Nixdorf-Museumsforum, das weltgrößte Computermuseum.
Ein echter Hammer!
Das Museum ist eine Reise nach Paderborn wert!
Zur Homepage des Museums geht’s hier: www.hnf.de/home.html
Neben der Firmengeschichte Heinz Nixdorf und imposanten Datenverarbeitungsmaschinen mit Lochkarten zeigt das Museum etliche sehr seltene und bedeutsame Rechner.
Unter anderem ist ein Apple 1 ausgestellt, sowie der Rechenkern einer Cray-1 – dem ersten Supercomputer der Welt!
An zahlreichen interessanten Experimenten lässt sich die Funktionsweise von Computern erschließen.

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
Erster Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Januar 2024

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Januar 2024.

Karl Pusch: "Elektronik war seine große Faszination"

Am 8. Januar erschien in der Schwäbischen Zeitung ein Auszug aus dem Buch „Tettnanger Persönlichkeiten“ von Gisbert Hoffmann, das vom Förderkreis Heimatkunde herausgegeben wird.
Der Artikel würdigt Karl Pusch als Gründer unseres Elektronikmuseums 2002:
https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/tettnang/elektronik-war-karl-puschs-grosse-faszination-2169803
Das Buch kann bei der Tettnanger Tourist Info erworben werden oder direkt beim Förderkreis Heimatkunde:
https://www.foerderkreis-heimatkunde.de/kontakt/
Im Förderkreis Heimatkunde erarbeiten unter der Leitung von Gisbert Hoffmann Ehrenamtliche stadtgeschichtliche Themen.
Der Verein zählt derzeit ca. 300 Mitglieder – ich selbst bin eins davon.
Mitglied sein lohnt sich für alle, die sich für die Geschichte und Gegenwart der Stadt Tettnang und Umgebung interessieren.

Jahreshauptversammlung

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung wird am
Montag, dem 4. März 2024 um 18:30 Uhr
im Gemeindezentrum St. Gallus stattfinden: Kirchstraße 28, 88069 Tettnang.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
Offizielle Einladungen an die einzelnen Mitglieder werden rechtzeitig verschickt.
An diesem Tag findet kein Museumstreff statt, es wird niemand im Elektronikmuseum sein.

Tettnanger Fernseh-Geschichten gesucht

Eine Ausstellung wird erst in Zusammenhang mit persönlichen Erfahrungen lebendig.
Daher suchen wir zum Themenschwerpunkt Fernsehen persönlich erlebte oder im Verwandten-und Bekanntenkreis gehörte Geschichten zum Thema Fernsehen.

  • Wann wurde der erste Fernseher angeschafft, was war der Anlass?
  • Was passierte Kurioses? Ging der Dinger beim ersten Elfmeter kaputt?
  • Welchen Aufwand bedeutete die Installation der Antenne?
  • Was war die erste Sendung, die in Erinnerung geblieben ist?

Die Geschichten können kurz sein oder länger, das spielt keine Rolle.
Über eine Einsendung von Erfahrungen per E-Mail an Rainer.Specker@elektronikmuseum.org würden wir uns sehr freuen!

Historisches

  • Vor 150 Jahren, am 14. Januar 1874 starb der Telefon-Pionier Philipp Reis.
    Eigentlich forschte der hessische Lehrer die Funktion des Gehörs und baute für seine Schüler ein Demonstrationsmodell einer Ohrmuschel.
    Schließlich kam er darüber zur Erfindung des Telefons.
    Den Apparat präsentierte er am 26. Oktober 1861 und bezeichnete ihn als "Telephon".
    Die überaus interessante Geschichte dazu ist im Lebendigen Museum Online (Lemo) gut und ohne Werbung aufbereitet:
    https://www.dhm.de/lemo/rueckblick/oktober-1861-die-erfindung-des-telefons.html.
  • Vor 140 Jahren, am 6. Januar 1884, wurde das Patent für die erste elektronische zeilenweise Bildübertragung eingereicht. Es beschreibt die später so genannten „Nipkow-Scheiben“. Ich berichtete anlässlich unseres diesjährigen Themenschwerpunkts "Fernsehen" in der Dezemberdepesche ausführlich darüber.
  • Vor 80 Jahren, am 21. Januar 1944, wurde in Berlin Hasso Plattner geboren – Mitbegründer des deutschen Software-Riesen SAP.
    Seinen Lebenslauf kann man der Website des Hasso-Plattner-Instituts entnehmen:
    https://hpi.de/das-hpi/stifter.html.
  • Vor 75 Jahren, am 25. Januar 1949, wurde der Bayerische Rundfunk gegründet.
    Das Radioprogramm wurde ab dem 28. Februar 1949 über Europas ersten Sender mit Ultrakurzfrequenz (UKW) in München-Freimann auf 90,1 MHz ausgestrahlt.
    Mehr dazu beim Bayerischen Rundfunk selbst unter
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/75-jahre-br-wir-sagen-danke,U2M3RIp.
  • Vor 65 Jahren, im Jahr 1959, wurden von Nikolaus Lehmann in Dresden die ersten deutschen Lehrcomputer gebaut, wie einem am 30. Januar erschienenen Blogbeitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF) zu entnehmen ist.
    https://blog.hnf.de/schulcomputer-aus-goettingen/.
    1967 begann auch die in Göttingen ansässige Firma Phywe mit der Anfertigung solcher Geräte – betrieben mit Relais, entwickelt im Rahmen eines Jugend-Forscht-Projektes.
    1974 folgte Siemens mit der Fertigung didaktischer Rechner, ein „Demonstrationsmodell für Informationsverarbeitung“, wovon ein Exemplar im Elektronikmuseum Tettnang in Betrieb ist, siehe https://www.emuseum-tettnang.de/labels/salon2/Siemens_Schulrechner.
    Nicht erwähnt wird im Blogbeitrag, dass die Tettnanger Firma PEK, die später an Phywe verkauft wurde, ebenfalls Lehrrechner baute.
    Der PEK-Rechentrainer von 1967 sieht aus wie aus einem 1970er-Jahre-Science-Fiction-film entnommen und ist ein Highlight bei jeder Führung:
    https://www.emuseum-tettnang.de/labels/salon2/PEK_Schulrechner.
  • Vor 40 Jahren, am 1. Januar 1984 startete des Privatfernsehen in Deutschland.
    Mehr dazu in der Dezember-Depesche sowie im sehr interessanten Beitrag des Heinz-Nixdorf-Museumsforums (HNF):
    https://blog.hnf.de/so-wurde-das-fernsehen-privat/.
  • Vor 40 Jahren, am 17. Januar 1984, meldete der Japaner Hiroshi Ueda den Selfie-Stick in den USA zum Patent an, es erhielt die Nummer US4530580A und gilt als erster "echter" Selfie-Stick.
    Genau genommen feiern wir 41 Jahre "Vollpfostenantenne", denn bereits ein Jahr zuvor, am 17. Januar 1983, reichte Hiroshi Ueda die Patentanmeldung in Japan ein.
    Das amerikanische Patent kann man unter anderem beim Deutschen Patent- und Markenamt einsehen:
    https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=US000004530580A&xxxfull=1.
  • Ebenfalls vor 40 Jahren, am 22. Januar 1984, zeigte das amerikanische Unternehmen den ersten "Macintosh"-Computer in einem Werbefilm im Football-Stadion in Tampa (USA) in der Pause des Endspiels des Super Bowl.
    Die Markteinführung erfolgte dann am 24. Januar.
    Der Werbespot wird in einem lesenswerten Blog-Eintrag des HNF näher beleuchtet:
    https://blog.hnf.de/apple-orwell-und-der-leviathan/.
  • Vor 35 Jahren, am 7. Januar 1989 startete der ASTRA-Fernsehsatellit auf 19,2° Ost, auch darüber berichtete ich in der Dezember-Depesche bereits.

ARD Retro

Zum 75. Jubiläum des Bayerischen Rundfunks gibt es bei der ARD eine schöne Video-Sammlung, in die man über diesen Einstieg kommt:
https://www.br.de/extra/br-jubilaeum/index.html

SRF Archiv

Die im Selfiestick-Patent gezeigt Fotokamera weist einen kleinen konvexen Spiegel auf, in dem man sich selber sehen kann.
Im Film vom Schweizer Fernsehen aus 1983 bei Minute 0:30 wird die Kamera samt Selfie-Stick vorgestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=ZtltmBGgKXg

Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.

Depesche Dezember 2023

Liebe Vereinsmitglieder und Interessierte,
hier kommt die Museumsdepesche für den Dezember 2023.

Museumstreff

Es geht im neuen Jahr wie gewohnt weiter ab 8. Januar, jeden Montag 17:00 bis 19:00 Uhr Museumstreff für Vereinsmitglieder und Interessierte.
Am 15. Januar werden wir ab 17:00 Uhr im Radioraum des Museums eine Vorstandssitzung haben, weshalb wir vom Vorstand nicht für alle zur Verfügung stehen werden.
Wir bitten darum, an diesem Tag keine neuen Exponate, Bücher etc. ins Museum zu bringen.
Nach dem Treff bzw. der Vorstandssitzung geht’s wie üblich zur Einkehr in die gute Tettnanger Gastronomie.

Vorankündigung Jahreshauptversammlung

Unsere diesjährige Jahreshauptversammlung wird am
Montag, dem 4. März 2024 um 18:30 Uhr
im Gemeindezentrum St. Gallus stattfinden: Kirchstraße 28, 88069 Tettnang.
Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich.
Offizielle Einladungen an die einzelnen Mitglieder werden rechtzeitig verschickt.

Thema 2024: Fernsehen

Nach der erfolgreichen Ausstellung zum 100-jährigen Rundfunkjubiläum im letzten Jahr werden wir in dieser Saison unsere Ausstellung dem Thema Fernsehen widmen.
Gleich in mehrfacher Hinsicht haben wir 2024 ein Fernseh-Jubiläumsjahr:

  • „Elektrisches Teleskop. Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Januar 1884 ab.“
    Vor 140 Jahren, am 6. Januar 1884 reichte Paul Nipkow in Berlin das Patent auf die genannte Apparatur ein, das unter Nummer 30105 ein Jahr später veröffentlicht wurde.
    Die Erfindung beschreibt nichts anderes als die Urversion des Fernsehers, bei dem ein Bild zeilenweise abgetastet und über eine elektrische Leitung zu einem Empfänger übertragen wurde.
    Abgetastet wurde mit einer rotierenden Scheibe mit versetzten Löchern drin. Das Motiv wurde mit einer Optik auf die Scheibe mit lichtempfindlichem Bauelement dahinter abgebildet.
    Auf der anderen Seite rotierte genau synchron zur anderen Seite eine gleiche Scheibe, an Stelle des lichtempfindlichen Bauelementes befand sich eine [Glimm-)Lampe, so dass die elektrischen Signale wieder in optische umgewandelt und mit der Apparatur auf einen Schirm abgebildet werden konnte.
    Die sehr technische Beschreibung dazu findet man im Patent selbst unter https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=pdf&docid=DE000000030105A&xxxfull=1,
    und eine etwas besser verständliche Erklärung auf der [privaten?) Website des Schweizers Paul Gartner unter
    https://www.sarganserland-walensee.ch/physik/optik/nipkow/nipkow.htm.
    Im Elektronikmuseum Tettnang befindet sich ein Versuchsaufbau mit Nipkow-Scheibe, der in der diesjährigen Saison in die Ausstellung kommen wird.
  • Vor 90 Jahren, am 18. April 1934 wurde die erste Fernsehübertragung in Deutschland der Öffentlichkeit vorgestellt.
    Zahlreiche Websites behandeln das Thema, darunter auch der Spiegel:
    https://www.spiegel.de/geschichte/fernsehgeschichte-a-948255.html
  • Vor 40 Jahren, am 1. Januar 1984, startete der erste private Fernsehsender in Deutschland.
    An dessen Namen PKS dürften sich nur wenige erinnern, während Sat.1 den meisten ein Begriff sein dürfte – so hieß der Sender ein Jahr später.
    Einen Tag später, am 2. Januar 1984, startete mit RTL Plus ein weiterer privater deutscher Fernsehsender.
    Mehr dazu zim Beispiel im Stern unter
    https://www.stern.de/kultur/film/uebersicht-das-tv-programm-der-privatsender-zum-start-1984-3519730.html.
  • Vor 35 Jahren, am 7. Januar 1989, erreichte der Fernsehsatellit Astra 1A seine Position auf 19,2° Ost.
    Es war der erste Fernsehsatellit, der in Deutschland ohne größeren Aufwand mit einer nur 60 cm großen Satellitenschüssel empfangen werden konnte.
    Im Februar wurde mit FilmNet der erste Sender aufgeschaltet.
    Die ersten deutschen Fernsehsender sendeten ab dem 8. Dezember 1989 auf 19,2° Ost:
    Sat.1, Pro 7 und RTLplus.
    Bis heute ist die überwiegende Mehrheit der Satellitenschüsseln in Deutschland auf ASTRA 19,2° Ost ausgerichtet, zig Fernseh- und Radioprogramme können frei in deutscher Sprache empfangen werden.
    Zählt man alle Programme aller Sprachen zusammen, auch die verschlüsselten, kommt man auf derzeit 921 Kanäle.
    Die Senderliste bekommt man direkt bei SES Astra unter
    https://astra.de/tv-radio-mehr/senderuebersicht?text_search_input=&filter%5Borbital_position%5D=19.20&filter%5Bservice_type%5D=&filter%5Bquality%5D=&more_filters=no&layout=list.

Historisches

  • Vor 80 Jahren erschien im Dezemberheft 1943 der Zeitschrift „Bulletin of Mathematical Biophysics“ die erste mathematische Beschreibung eines neuronalen Netzes.
    Auf neuronalen Netzen basieren die meisten künstlichen Intelligenzen.
    Mehr dazu im Blog des Heinz-Nixdorf-Museumsforums HNF unter
    https://blog.hnf.de/mcculloch-und-pitts-das-erste-neuronale-netz/.
  • Vor 30 Jahren, am 14. Dezember 1983, wurde das Museum für Verkehr und Technik in Berlin eröffnet.
    Inzwischen heißt es „Deutsches Technikmuseum“ und ist nach dem Deutschen Museum in München das zweitgrößte Technikmuseum in Deutschland.
    Mehr zur Geschichte des Museums in der Berliner Zeitung unter
    https://www.berliner-zeitung.de/archiv/zur-geschichte-li.1332236
    und, mit interessanten Bildern versehen, im HNF-blog unter
    https://blog.hnf.de/von-mvt-zu-dtm/.
  • Vor 10 Jahren, am 24. Dezember 2013, begnadigte Queen Elzabeth II. Alan Turing – fast 60 Jahre nach seinem Tod.
    Turing war ein Mathematik-Genie sondergleichen:
    Er schuf einen Großteil der Grundlagen der modernen Informations- und Computertechnik und entzifferte im Dienste Großbritanniens die deutsche Verschlüsselungsmaschine Enigma.
    Damit trug er entscheidend zum Sieg der Alliierten über Deutschland bei.
    Turing kam wegen seiner Homosexualität vor Gericht und wurde im März 1952 verurteilt.
    Es war eine Straftat, homosexuell zu sein.
    Turing hatte die Wahl zwischen Gefängnis und einer Hormonbehandlung.
    Er wählte letztere, wurde jedoch dabei depressiv und beging am 7. Juni 1954 Selbstmord.
    Mehr zur Begnadigung Turings in der WELT unter
    https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article235850396/Alan-Turing-Die-absurde-Begnadigung-eines-Genies.html.

ARD Retro

Sparkassen-Rationalisierung mittels Tele-Scheck.
Der Film vom 10. Dezember 1963 zeigt, mit welch enormem technischem Aufwand die Sparkasse damals schon Datenverarbeitung betrieb.
Bemerkenswert finde ich, dass Daten zunächst in Lochkarten gestanzt wurden, um diese dann stapelweise automatisch auszulesen und die Daten auf Magnetband zu speichern.
https://www.ardmediathek.de/video/swr-retro-abendschau/sparkassen-rationalisierung-durch-tele-scheck/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzExNzI4NzA

Andere Museen

Wie ich erst jetzt erfuhr, wird im Kultur-Museum St. Gallen [Schweiz) noch bis 3. März 2024 eine Ausstellung über den Uhrmacher und Vermessungsinstrumentenbauer Jost Bürgi aus Lichtensteig gezeigt.
Jost Bürgi erfand das Rechnen mit Logarithmen:
Vor der Zeit der Taschenrechner und Computer dürfte jeder eine Logarithmentafel besessen haben, der naturwissenschaftliche Berechnungen machen musste.
Früher selbstverständliche Rechenschieber funktionierten ebenfalls über Logarithmen.
Logarithmen führen eine Multiplikation in eine Addition über.
Kleines Beispiel:
Wenn man 100 mal 1000 rechnen möchte, braucht man lediglich die Anzahl der Nullen addieren:
zwei Nullen plus drei Nullen, mit 1 davor, gibt 100 000.
Man hat also multipliziert, indem man die Logarithmen der beiden Zahlen addiert hat [der Zehnerlogarithmus aus 100 ist 2, der Zehnerlogarithmus aus 1000 ist 3.
Auf das Ergebnis kommt man dann auf umgekehrtem Weg, indem man sucht, welche Zahl den Zehnerlogarithmus 5 ergibt, das ist im Beispiel die 100 000).
Das geht natürlich nicht nur mit solchen „geraden“ Zahlen, sondern mit allen.
Da die Logarithmen aus anderen Zahlen recht aufwändig zu berechnen und ziemlich krumme Werte sind [z. B. ist der Zehnerlogarithmus aus 15 etwa 1,17609...), wurden fertig berechnete Logarithmen-Tabellen benutzt, denen man die Zahlen einfach entnahm.
Im Elektronikmuseum Tettnang befinden sich auf dem Weg vom unteren zum oberen Geschoss Vitrinen mit Logarithmentafeln und Rechenschiebern.
Mehr zu Jost Bürgi im HNF-Blog unter https://blog.hnf.de/jost-buergi-und-die-logarithmen/.
Link zur Ausstellung: https://kulturmuseumsg.ch/ausstellungen/Buergi2023.php.

Magnetblasen im Elektronikmuseum

In der Novemberdepesche schrieb ich über Magnetblasenspeicher.
Hier ein Nachtrag dazu.
Ein Exemplar von Intel Typ 7110A liegt zuvorderst im Speicherregal des Elektronikmuseums Tettnag.
Im Museum befindet sich auch ein Prototyp eines Magnetblasenspeichers Typ BPK 72, gespendet von der Firma Andron in Wasserburg.
Wir erinnern uns – bei Andron begann Andreas von Bechtolsheim seine Karriere.
Er war einer der Gründer von Sun und einer der der ersten Investoren bei Google.
Allein schon das Vorhandensein dieses Speicherprototypen dort zeugt von der enormen Innovationskraft der Firma.


Wir wünschen allen Vereinsmitgliedern und Freunden des Elektronikmuseums ein gutes, gesundes und glückliches neues Jahr!


Viele Grüße aus unserem wunderbaren Museum,
Rainer Specker
1. Vorsitzender des Fördervereins des Elektronikmuseums Tettnang e. V.